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Konflikt mit Washington : Nordkorea: Amerikanische Drohungen machen Krieg unausweichlich

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Zumindest Kartoffeln hat Nordkorea offenkundig genug: Diktator Kim Jong-un inspiziert eine Fabrik Bild: AFP

Angesichts des gemeinsamen Militärmanövers der Vereinigten Staaten und Südkoreas verschärft Nordkorea abermals die Rhetorik. Eine chinesische Staatszeitung gibt derweil schon Tipps für den Fall eines atomaren Angriffs.

          Die gemeinsamen südkoreanisch-amerikanischen Militärmanöver und Drohungen der Vereinigten Staaten mit einem Präventivschlag führen nach Ansicht Nordkoreas unausweichlich zum Krieg. Dies sei eine „feststehende Tatsache“, sagte ein Sprecher des nordkoreanischen Außenministeriums am späten Mittwochabend der staatlichen Nachrichtenagentur KCNA zufolge. „Die offene Frage ist jetzt: Wann wird der Krieg ausbrechen.“

          Nordkorea wolle keinen Krieg, werde sich aber auch nicht verstecken. Die Spannungen auf der koreanischen Halbinsel hatten sich in den vergangenen Monaten deutlich erhöht. Nordkorea testete unter Verletzung amerikanischer Resolutionen Raketen und Atomwaffen, zuletzt eine neue Interkontinentalrakete. Am Montag starteten die Vereinigten Staaten und Südkorea ein groß angelegtes Militärmanöver in der Region. Wegen des Atom- und Raketenprogramms Nordkoreas hatte sich der amerikanische Präsident Donald Trump einen monatelangen verbalen Schlagabtausch mit der Führung in Pjöngjang geliefert.

          Angesichts der zunehmenden Spannungen im Atomkonflikt mit Nordkorea hat eine chinesische Zeitung ihren Lesern unterdessen Ratschläge für den Fall eines Atomangriffs gegeben. Bewohner sollten etwa ihre Türen und Fenster schließen und ihr Hab und Gut gründlich waschen, riet die Staatszeitung „Jilin Daily“ am Mittwoch. Die Zeitung erscheint in der Provinz Jilin im Nordosten Chinas an der Grenze zu Nordkorea. In einem bunten Comic, das an den Kalten Krieg erinnert, empfahl die Zeitung ihren Lesern auch, Gesichtsmasken zu tragen und Jod-Tabletten einzunehmen. Diese sollen verhindern, dass sich radioaktives Jod in der Schilddrüse sammelt.

          „Jilin Daily“ begründete die Hinweise nicht explizit mit einer Bedrohung aus Nordkorea. Die Provinz war jedoch eine der vier, in der es während Nordkoreas Atomwaffentests im September Erderschütterungen gab. Nachdem das Land damals nach eigenen Angaben eine Wasserstoffbombe getestet hatte, stellte Chinas Umweltschutzministerium in den Provinzen dennoch keine erhöhte Strahlenbelastung fest.

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