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Reaktion auf Trumps Warnung : Nordkorea droht mit Angriff auf amerikanische Insel Guam

  • Aktualisiert am

Die Volksrepublik Nordkorea hat die Interkontinentalrakete vom Typ Hwasong-14 im Juli zweimal erfolgreich getestet. Bild: AP

Pjöngjang und Washington rasseln immer stärker mit den Säbeln: Auf einen amerikanischen „Präventivkrieg“ will Nordkorea mit „totalem Krieg“ reagieren.

          Die nordkoreanischen Streitkräfte drohen den Vereinigten Staaten mit einem Raketenangriff auf die amerikanische Pazifikinsel Guam. Das Militär ziehe eine solche Attacke „ernsthaft in Erwägung“, meldete die staatliche Nachrichtenagentur KCNA am Mittwoch. Laut einem Sprecher der nordkoreanischen Armee könne der Plan jederzeit ausgeführt werden, sobald Staatschef Kim Jong-un die Entscheidung dazu treffe. Die Vereinigten Staaten sollten ihre „rücksichtslosen militärischen Provokationen“ gegen Nordkorea unterlassen, sodass man nicht „gezwungen“ sei, eine „unvermeidliche militärische Entscheidung“ zu treffen, sagte der Armeesprecher demnach.

          Der Bericht von KCNA nimmt direkt Bezug auf die amerikanische Luftwaffenbasis Anderson auf Guam, von der die Vereinigten Staaten immer wieder strategische Bomber des Typs B-1 zu Militärmanövern in Richtung koreanische Halbinsel entsenden. In Erwägung gezogen wird demnach ein Angriff mit ballistischen Mittelstreckenraketen des Typs Hwasong-12, um die amerikanischen Militärbasen auf Guam und die dort stationierten Bomber zu treffen und „ein ernstes Warnsignal an die Vereinigten Staaten zu schicken“.

          Trumps Warnung an Nordkorea : „Feuer und Zorn“

          In einer weiteren Stellungnahme kündigte ein nordkoreanischer Militärsprecher laut KCNA an, auf einen möglichen „Präventivkrieg“ der amerikanischen Streitkräfte mit einem „totalen Krieg“ zu reagieren, der „sämtliche Stützpunkte des Gegners ausrotten wird, auch auf dem amerikanischen Festland“.

          Aggressive Drohungen : Nordkoreanische Führung: „Amerika ist nicht sicher“

          Die Stellungnahme erfolgt nur wenige Stunden, nachdem Präsident Donald Trump Nordkorea mit militärischer Gewalt gedroht hatte. Trump hatte am Dienstag gesagt, die Vereinigten Staaten würden auf weitere Provokationen Pjöngjangs „mit Feuer und Wut“ antworten. Er kündigte eine Reaktion an, „wie sie die Welt noch nicht gesehen hat“.

          Fortschritte in Nordkoreas Raketenprogramm

          Trumps Warnung erfolgte kurz nach der Veröffentlichung eines Berichts, demzufolge Nordkorea erhebliche Fortschritte in seinem Raketenprogramm erzielt hat. Pjöngjang habe einen atomaren Sprengkopf entwickelt, der klein genug für seine Interkontinentalraketen sei, berichtete die „Washington Post“ unter Berufung auf eine geheime Analyse des amerikanischen Militärgeheimdienstes (DIA).

          Bild: dpa

          Pjöngjang treibt trotz internationaler Sanktionen sein Raketen- und Atomwaffenprogramm seit Jahren voran. Im Juli testete Nordkorea zwei Interkontinentalraketen, mit denen das Land nach Einschätzung von Experten das amerikanische Festland treffen könnten. Der UN-Sicherheitsrat verschärfte am Samstag die Strafmaßnahmen gegen Nordkorea, um die Regierung zum Einlenken zu bewegen.

          Bild: dpa

          Quelle: chrs./dpa/AFP

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