03.10.2007 · Nordkorea hat den vollständigen Abbau seiner Atomanlage in Yongbyon bis zum 31. Dezember zugesagt. Alle Atomanlagen einschließlich eines Fünf-Megawatt-Reaktors sollen unter Beobachtung der Vereinigten Staaten demontiert werden.
Nordkorea wird seinen umstrittenen Atomkomplex in Yongbyon bis Jahresende unbrauchbar machen. Das sieht der Aktionsplan vor, auf den sich die Teilnehmer an den Sechs-Parteien-Gesprächen geeinigt haben. Gastgeber China veröffentlichte am Mittwoch das Abschlussdokument der jüngsten Verhandlungsrunde. In Yongbyon werden demnach der Fünf-Megawatt-Reaktor, die Wiederaufarbeitungsanlage und die Brennstäbefertigung bis zum 31. Dezember untauglich gemacht.
Die Vereinigten Staaten werden die Führung bei den dafür erforderlichen Arbeiten und die anfängliche Finanzierung übernehmen, heißt es in dem Papier, das von Nordkorea, den Vereinigten Staaten, China, Südkorea, Japan und Russland nach einer zweitägigen Prüfung angenommen worden war. Innerhalb der nächsten zwei Wochen werde dazu eine von den Vereinigten Staaten geleitete Expertengruppe nach Nordkorea reisen.
Das Land erhält Energie- und Wirtschaftshilfen
Nordkorea wird ferner bis Jahresende eine „vollständige und korrekte Erklärung“ über alle seine Atomprogramme abgeben, heißt es in der Einigung. Nach der Grundsatzvereinbarung vom Februar über ein Ende seines Atomwaffenprogramms hat Nordkorea den Komplex in Yongbyon im Juli bereits heruntergefahren. Der Aktionsplan leitet jetzt die Unbrauchbarmachung ein. In der letzten Phase sollen die Atomanlagen beseitigt werden. Nordkorea winken im Gegenzug massive Energie- und Wirtschaftshilfen sowie eine Normalisierung der Beziehungen zu den Vereinigten Staaten.