Heftige Unruhen haben Nordirlands Hauptstadt Belfast die dritte Nacht infolge erschüttert. Randalierer warfen abermals Brandsätze und Steine auf die Polizei. Bei den Ausschreitungen in der Nacht von Dienstag auf Mittwoch wurden drei Polizisten verletzt, sechs Randalierer wurden festgenommen. Auslöser für die Gewalt war eine Parade anti-britischer Republikaner am Wochenende. Diese treten seit Jahrzehnten dafür ein, dass sich Nordirland mit der Republik Irland vereint. Dagegen wollen die pro-britischen Loyalisten, dass Nordirland weiter ein Teil Großbritanniens bleibt.
Schon am Montag leisteten sich Polizisten und Randalierer heftige Straßenschlachten. Die Polizei versuchte mit Gummigeschossen und Wasserwerfern die rivalisierenden Gruppen voneinander zu trennen. Die Randalierer bewarfen die Einsatzkräfte mit Molotowcocktails und Feuerwerkskörpern. Ein gekaperter Kleinbus fuhr direkt auf die Polizeilinie zu und wurde von vier Wasserwerfern abgewehrt. Er sei „erschüttert und wütend“ darüber, dass die Polizei von den Menschen attackiert werde, denen sie diene, sagte der stellvertretende Polizeichef von Nordirland. In den vergangenen drei Nächten wurden mehrere Dutzend Polizisten verletzt.
Nordirland war drei Jahrzehnte lang Schauplatz blutiger Unruhen und Anschläge, bevor mit dem Friedensabkommen von 1998 weitgehend Ruhe einkehrte. Bis dahin wurden mehr als 3500 Menschen in dem Konflikt getötet.
Warum wieder einmal nicht die ganze Wahrheit?
Helmut Scheller (mueding)
- 06.09.2012, 08:24 Uhr
Soviel
Erich Pohoralek (Austronom)
- 05.09.2012, 22:31 Uhr
Interessante Wortwahl
miro chris (miroku)
- 05.09.2012, 17:22 Uhr
