Home
http://www.faz.net/-gq5-qxpg
Mehr Angebote
| Abo|Hilfe
Dienstag, 14. Februar 2012
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, BERTHOLD KOHLER, GÜNTHER NONNENMACHER, FRANK SCHIRRMACHER, HOLGER STELTZNER

Niederlande Lebenslang für Mörder von Theo van Gogh

26.07.2005 ·  Der Mörder des niederländischen Islamkritikers und Filmregisseurs Theo van Gogh muß lebenslang ins Gefängnis. Ein Gericht befand den 27jährigen Mohammed Bouyeri für schuldig, van Gogh aus religiösem Haß getötet zu haben.

Artikel Bilder (2) Video Lesermeinungen (0)

Der Mörder des niederländischen Islamkritikers und Filmregisseurs Theo van Gogh muß für den Rest seines Lebens ins Gefängnis. Ein Gericht in Amsterdam befand den 27jährigen Mohammed Bouyeri am Dienstag für schuldig, van Gogh am 2. November vergangenen Jahres aus religiöser Überzeugung getötet zu haben.

Nach niederländischem Recht ist bei einer lebenslangen Freiheitsstrafe keine vorzeitige Entlassung möglich. Weil der Angeklagte ausdrücklich gesagt habe, in Freiheit würde er wieder so handeln, müsse die Gesellschaft dauerhaft vor ihm geschützt werden, hieß es in der Begründung.

Revision wird nicht erwartet

Das Gericht bezeichnete Bouyeri als voll schuldfähig. Er betrachte es als seine religiöse Pflicht, alle zu töten, die Gott oder den Propheten beleidigten. Bouyeri wurde außerdem verurteilt für mehrfachen versuchten Mord bei seiner Verhaftung und für Todesdrohungen gegen die Abgeordnete Ayaan Hirsi Ali, die deswegen untertauchen mußte.

Der Angeklagte, ein Niederländer marokkanischer Herkunft, habe in terroristischer Absicht gehandelt, und das Gefühl von Angst und Unsicherheit verbreitet, erklärte der Richter. Bouyeri kann Revision einlegen, doch hat er es bislang stets abgelehnt, sich zu verteidigen.

Quelle: FAZ.NET mit Material von dpa/AP
Hier können Sie die Rechte an diesem Artikel erwerben

Weitersagen Kommentieren Merken Drucken
Weitersagen

Vollgas im Leerlauf

Von Michael Martens

In Griechenland ist die Parteienlandschaft in Bewegung geraten. Das ist ein gutes Zeichen. Die Billigung des jüngsten Sparpakets durch das Parlament verschafft Athen jedoch nicht mehr als eine Atempause. Mehr 11