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Veröffentlicht: 09.01.2014, 14:10 Uhr

Niederlande Ganz oben in der Wählergunst

Geert WIlders fordert den Austritt der Niederlande aus der Europäischen Union.

© AP Geert Wilders steht in Umfragen mit seiner Partei für die Freiheit (PVV) gut da, derzeit gilt sie als stärkste Kraft in den Niederlanden

In wenigen europäischen Ländern wechselt das Meinungsbild so rasch wie in den Niederlanden. Der Populist Geert Wilders, dessen antieuropäische Rhetorik seit längerem seine islamkritischen Äußerungen übertönt, musste für seine Partei für die Freiheit (PVV) bei den Parlamentswahlen im Herbst 2012 noch erhebliche Verluste hinnehmen. Heute rangiert er manchen Umfragen zufolge an der Spitze der Wählergunst. Geht es nach Wilders, der mit der Forderung nach dem EU-Austritt seines Landes und der Einrichtung einer Internet-Beschwerdestelle über mittel- und osteuropäische Arbeitnehmer Emotionen schürte, soll mit den Europawahlen 2014 der große Wurf kommen.

Von einer Allianz mit der FN-Vorsitzenden Le Pen und anderen Rechtspopulisten verspricht Wilders sich Aufwind. Es gehe nicht nur „gegen den Moloch der Europäischen Union“, sondern auch darum, der Stimme der Wähler Gehör zu verschaffen, sagte er Mitte November nach einem Treffen mit Le Pen. Mit ihr verbinde ihn mehr als mit fast allen anderen Parteien im niederländischen Parlament. Wilders sprach von einem historischen Tag, an dem die Befreiung „von den Eliten aus Europa“ und „einem Monster aus Europa“ beginne. Man wolle dafür sorgen, „dass der Nationalstaat in Ehren wiederhergestellt wird“.

Zu der Regierung aus Liberalen und Christlichen Demokraten, die die PVV als Minderheitsregierung duldet, sagte Wilders im September 2011: „Wir kommen von unterschiedlichen Planeten. Wenn es um Europa geht, scheint es, als kämen wir vom Mars und die Regierung vom Pluto.“

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Von Reinhard Müller

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