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Neues Ultimatum Deutsche Geisel im Irak bittet um Hilfe

03.04.2007 ·  Zwei Monate nach der Entführung zweier Deutscher im Irak haben sich die Geiselnehmer wieder gemeldet. Sie setzen abermals eine Frist für den Abzug der Bundeswehr aus Afghanistan.

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Knapp zwei Monate nach der Entführung zweier Deutscher im Irak haben sich die Geiselnehmer am Montagabend mit einem neuen Ultimatum gemeldet. In einer im Internet verbreiteten Botschaft fordert die „Brigade der Pfeile der Rechtschaffenheit“ den Abzug der Bundeswehr aus Afghanistan innerhalb der nächsten zehn Tage, ansonsten wollten sie die 61 Jahre alte Deutsche und ihren Sohn töten.

„Der Krisenstab ist befasst“, sagte eine Sprecherin des Auswärtigen Amtes am frühen Dienstagmorgen. Sie wollte jedoch zunächst keine Stellungnahme abgeben. Ein erstes Ultimatum mit der gleichen Forderung war am 21. März verstrichen, ohne dass neue Informationen zum Schicksal der Entführten bekannt wurden.

„Jetzt soll ich dafür sterben“

„Die Führung der Brigaden hat beschlossen, die Frist für die deutsche Regierung noch weitere zehn Tage zu verlängern“, heißt es in der Botschaft der Entführer. „Zieht eure Soldaten von Afghanistan ab.“ Sollte die Bundesregierung diese Forderung nicht erfüllen, „wird das Schicksal dieser Verbrecherin und ihres Sohnes ... der Tod sein.“ Die Frau sei Vertreterin eines Staats, „der mit dem Islam und den Muslimen in Feindschaft steht, und der Truppen hat, die unsere Frauen und Kinder töten“.

Neues Ultimatum: Deutsche Geisel im Irak bittet um Hilfe

Auf einem beigefügten Video bat die erschöpft wirkende Entführte eindringlich darum, die Forderungen zu erfüllen: „Jetzt soll ich dafür (für die Präsenz deutscher und österreichischer Soldaten in Afghanistan) sterben - ich bitte Euch, helft mir.“ Laut arabischer Übersetzung sagt die Entführte weiter: „Deutschland war sicher, bevor es sich in diese satanische Koalition mit Amerika begab, um das zu bekämpfen, was sie Terrorismus nennen.“ An ihre zwei in Deutschland lebenden Kinder gewandt sagte sie: „Vielleicht könnt ihr zu Zeitungen gehen, vielleicht könnt ihr einen Protestmarsch organisieren ... wendet euch am Leute, die euch helfen können, bitte, bitte bitte.“

Die 61 Jahre alte Hannelore Marianne K., die mit einem Iraker verheiratet ist, und ihr 20 Jahre alter Sohn waren am 6. Februar in Bagdad verschleppt worden. Die Bundesregierung hat mit Blick auf die ersten Forderungen der Entführer mehrmals klargestellt, dass sie nicht erpressbar sei. Am vergangenen Montag waren mehrere deutsche Tornados zu einem Luftaufklärungseinsatz nach Afghanistan gestartet.

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