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Donnerstag, 16. Februar 2012
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Neapel Litwinenko-Kontaktmann festgenommen

24.12.2006 ·  Im Fall des durch einen radioaktiven Stoff vergifteten früheren russischen Spions Litwinenko ist dessen italienischer Kontaktmann Mario Scaramella festgenommen worden. Die Behörden werfen ihm Waffenschmuggel vor.

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Der Kontaktmann des in London getöteten Kreml-Kritikers Alexander Litwinenko, der italienische „Sicherheitsberater“ Mario Scaramella, ist festgenommen worden. Italienische Fahnder setzten den 36jährigen am Sonntag auf dem Flughafen von Neapel fest, wo er mit einer Maschine aus London gelandet war, berichtete das italienische Fernsehen. Ihm werde unter anderem Waffenschmuggel und Geheimnisverrat vorgeworfen.

Scaramella hatte sich mit dem ehemaligen russischen Agenten Litwinenko Anfang November in einer Londoner Sushi-Bar getroffen, wo dieser von Unbekannten mit radioaktivem Polonium verseucht wurde. Drei Wochen später war er tot. Auch Scaramella mußte später wegen Kontaminierung in ein Londoner Krankenhaus, er hatte aber eine weitaus geringere Strahlendosis erhalten und konnte das Hospital Anfang Dezember verlassen.

Welche Rolle spielt Scaramella

Italienische Medien beschreiben Scaramella als „Schattenmann“ im Zwielicht von Geheimdiensten, Kriminalität und Politik. Schon in der Vergangenheit hatten die Behörden gegen ihn wegen des Verdachts des Waffenhandels ermittelt.

Bei seinem Besuch in Moskau hat Außenminister Steinmeier die russische Regierung aufgefordert, die Todesfälle Politkowskaja und Litwinenko aufzuklären. Zugleich unterstrich er, die Bundesregierung setze weiter auf eine enge Partnerschaft Rußlands mit Europa.

Warum er Kontakt zu Litwinenko hatte, ist unklar. Angeblich hatte Scaramella die Kontakte als Berater einer Untersuchungskommission des römischen Parlaments geknüpft, die von der Regierung unter Ex-Ministerpräsident Silvio Berlusconi eingesetzen worden war, um Verwicklungen des russischen Geheimdienstes KGB in Italien während des Kalten Krieges aufzudecken. Kritiker meinen, das wahre Ziel der Kommission sei es gewesen, dem heutigen Ministerpräsidenten Romano Prodi „Schmutz anzuhängen“.

Quelle: FAZ.NET mit Material von dpa, AP, AFP
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