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Nato verurteilt Syrien Türkei will „militärisch“ auf weitere Aggression reagieren

 ·  Der Nato-Rat hat den Abschuss eines türkischen Militärflugzeuges durch Syrien als „inakzeptabel“ bezeichnet. Der türkische Ministerpräsident Erdogan verschärfte den Ton gegenüber Damaskus. Man werde aber nur Schritte unternehmen, „die uns das Völkerrecht ermöglicht“.

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egon sunsamu
egon sunsamu (sunsamu) - 27.06.2012 10:56 Uhr

Wir haben verstanden

Wenn ein türkisches Kampfflugzeug das Hoheitsgebiet eines anderen Landes verletzt, ist das eine Aggression gegen die Türkei. Wenn sich ein Land gegen das Eindringen eines fremden Kampfflugzeuges wehrt und dieses abschiesst, ist das keine legitime Selbstverteidigung. Auch nicht, wenn sich dieses Land im Zustand eines Bürgerkrieges mit ausländischer Einmischung befindet.
Das ist Aggression, die von allen Gutmenschen verurteilt werden muss.
Schon sehr lehrreich, die Politik...

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 27.06.2012 12:06 Uhr
René Janssens
René Janssens (Fealcon) - 27.06.2012 12:06 Uhr

Syrer sind keine Idioten ...

Der Kampfjet hatte das syrische Hoheitsgebiet bereits verlassen. Es war wohl auch keine Einzelaktion eines übereifrigen Soldaten mit einer Luftabwehrrakete. Der Befehl zum Abschuss wurde gegeben als bereits klar war, dass das Flugzeug keine militärische Bedrohung darstellte.
Ebenso war den Syrern mit Sicherheit klar, dass nicht die Rebellen mit einem Kampfjet aus der Türkei angeflogen kamen. Syrer sind keine Idioten, die wussten ganz genau, was sie da getan haben. Es handelte sich keineswegs um ein Versehen (im Bürgerkriegsgetummel) oder um reine Selbstverteidigung ...

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Mario Rutar
Mario Rutar (Rufaz) - 27.06.2012 09:50 Uhr

Eine getürkte Inszenierung...

Nachdem letzte Woche die CIA-Komödianten ihren unfreiwilligen Gast-Auftritt hatten, nun der nächste Akt in diesem politischen Trauerspiel: "Der lustige NATO-Türke, Oder: Donnerworte aus dem Land der 10 Mio. Analphabeten". Dieser offensichtliche Versuch, gegen Syrien militärisch aktiv zu werden, ist derart billig und unkreativ, dass man sich als Europäer über soviel politische Minderwertigkeit, nur mehr aufrichtig schämen kann. Das wirklich Ärgerliche daran ist jedoch, dass wir diese NATO-Dilletanten von unseren Steuergeldern finanzieren...

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Henriette Kaschulke

Komische Zeiten, Einbrecher beklagen Aggression?

Komische Zeiten. Ein Einbrecher, der nachts auf frischer Tat ertappt und vom Hausbewohner zurückgeschlagen wird, beklagt sich wohl auch neuerdings über das aggressive Verhalten des Bewohners.

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Antworten (2) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 27.06.2012 12:13 Uhr
René Janssens
René Janssens (Fealcon) - 27.06.2012 12:13 Uhr

Aggression ist nicht erschießen

Ein Einbrecher würde sich sicher nicht beklagen oder gar vor Gericht Recht bekommen, wenn die Hausbewohner aggressiv reagieren ... aber um bei der Analogie zu bleiben, wäre eher folgender Vergleich geboten:
Jemand läuft über eine offene Wiese, ein gewisser Teil dieser Wiese ist Privatgelände und er merkt zunächst nicht, dass er dieses betreten hat, bis ihn sein Freund zurückruft. Daraufhin dreht er sofort um und läuft raus aus dem Privatgelände. 5 Meter hinter der Grenze (also bereits wieder auf öffentlichem Grund) entscheidet sich schließlich der Besitzer des Wiesenabschnitts den Eindringling zu erschießen ...
Ja, irgendwie würde ich das auch für verwerflich halten und der Besitzer würde trotz "Hausfriedensbruch" wohl wegen Mordes vor Gericht landen. Ob er daheim nun Ehestress (Bürgerkrieg) oder sonstwas hat ist dabei irrelevant ...

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egon sunsamu
egon sunsamu (sunsamu) - 27.06.2012 10:58 Uhr

Unsere Justiz

würde auch den Hausbewohner verurteilen und den Einbrecher entschädigen und therapieren lassen...

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Yilmaz Özdemir

Spielbälle

Türkei und Syrien werden mittlerweile zu Spielbällen großer Mächte wie Russland und die USA. Das Ganze wird durch NATO und UNO karschiert. Doch insgeheim landen westliche Waffen bei den "Demonstranten" und russische bei der syrischen Armee.
Wenn Rasmussen betont, dass die NATO politisch hinter der Türkei steht, bedeutet das nicht die militärische Hilfe für den Ernstfall.
Wenn beide Länder keinen kühlen Kopf bewahren, werden sie zu Spielbällen Anderer.

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Regine Metes

Hallo,

Jetzt ein Wort zur Rolle der Türkei.
Das Problem ist wohl, daß die Türkei Mitglied der Nato ist.
Daraus erklärt sich auch folgendes Verhalten:
Bislang hielt ich die Türkei für einen Vermittler zwischen Orient und Okzident.
Nun schlägt sie sich auf die Seite des Westens. Muß sie dies als Nato-Mitglied tun?
Hat sie keinen Spielraum, die Dinge gerecht zu beurteilen?
Die Türkei müßte eigentlich wissen, daß der Westen nur benutzt.

Wünschenswert wäre gewesen, wenn die Türkei mit ihrer Einsicht in den arabischen Ländern zu einem friedlichen Wandel beigetragen hätte, weder in Libyen noch in Syrien tut sie dies.
Der Westen unterstützt die Türkei, um an die syrischen Ölquellen zu kommen - die Türkei unterstützt die Opposition mit Waffen - oder duldet dies zumindest.
Der Abschuß eines Kampfjets wird als Aggression bezeichnet. Dies ist eine total verkehrte Welt. Mit der Bitte, die Positionen nochmals zu überdenken und zu einem Frieden für alle Beteiligten beizutragen, verbleibe ich...

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Inanc Bardakcioglu

Die Türkei wird nicht agieren, sondern reagieren.

Allerdings ist der Tenor der Forumisten bei der FAZ schon erschreckend. Die Ablehnung der Türken in Deutschland geht soweit, dass man nun den Nato-Partner als Aggressor sieht und den Abschuss des Flugzeugs durch das Diktatorregime Assads sogar rechtfertigt. Es sind zwei Piloten gestorben. Mein Beileid gilt den Familien. Selbst wenn es zur Luftraumsverletzung kam, rechtfertigt das in keiner Weise einen Abschuss. Dies ist noch kein Kriegsgrund, aber sollte sich ein solcher Vorfall wiederholen oder sollten erneut syrische Bodentruppen und Helikopter die Grenze überschreiten, erfolgt der militärische Gegenschlag, bis Assad wie Hussein oder Gaddafi aus einem Mäuseloch rausgezogen wird. Die Türkei wollte von der Nato keine militärische Hilfe sondern lediglich politische Unterstützung, die hat man bekommen, abgesehen von Deutschland, das für seine unendliche Feigheit und Ängstlichkeit aus den Konflikten der letzten Jahre mittlerweile bekannt geworden ist.

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Antworten (2) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 27.06.2012 13:20 Uhr
Karl-Heinz Steinhoff
Karl-Heinz Steinhoff (KHZS) - 27.06.2012 13:20 Uhr

@Detlef Symietz

1. Es war nur ein einziges, unbewaffnetes Flugzeug. Von einer Invasion von "Militärflugzeugen", wie Sie es darstellen, kann nicht die Rede sein!
2. Auch Ghaddafi wurde nicht gefangen genommen, als er auf "offener Straße" spazieren ging. Auch ihn hat man aus seinem Versteck geholt.
3. Wie hätte denn die Türkei sonst auf die Aktion Israels reagieren sollen? Oder ist nach Ihrer Definition jemand nur Mutig, wenn sofort die Kriegsschiffe anrücken?

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Detlef Symietz
Detlef Symietz (Symietz) - 27.06.2012 10:32 Uhr

@Bardakcioglu; Sie scheinen einiges zu verwechseln, darf ich aushelfen?

Nicht Syrien hat türkisches Hoheitsgebiet verletzt, sondern die Türkei tat es mit Militärflugzeugen in einer Spannungssituation (aus Versehen?).
Nicht Syrien unterstützt gewalttätige Gruppen, die die türkische Regierung beseitigen wollen, sondern die Türkei tut dies gegenüber Syrien.
Gaddhafi wurde übrigens nicht (wie Hussein) aus einem Loch gezerrt, sondern auf offener Strasse bei tätiger Mithilfe der Nato-Soldaten gelyncht, ganz so wie es sich in einem angehenden Rechtsstaat gehört.
Wo blieb eigentlich der türkische Mut, als ein türkisches Schiff in internationalen Gewässern gekapert wurde und etliche Türken dabei zu Tode kamen? Daher rate ich Ihnen, mit Angriffen wie "unendlicher Feigheit" gegenüber Deutschland etwas vorsichtiger zu sein. Sie wissen sicher, wie das mit dem Finger ist, mit dem man auf andere zeigt.

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Jochen Schneider

Paßt doch wunderbar...

Erdogan hat ein massives wirtschaftliches und konjunkturelles Problem. Die Verbraucherkredite steigen im Faktorenbereich, es entsteht eine Immobilienblase und er hat eine schier unüberblickbare Masse an bildungsfernen Einwohnern. Ferner ist die Türkei der weltweit zweitgrößte Nahrungsmittelimporteur nach Ägypten. Noch dazu wurde die Türkei vor nicht allzu langer Zeit von den Ratingagenturen heruntergestuft. Er muß also von den innenpolitischen Problemen ablenken will er sich nicht von innen angreifbar machen. Damit ist er von außen erpressbar und die unheilvolle Haltung und Entwicklung auf türkischer Seite vielleicht ein wenig erklärbar geworden sein.

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Stephan Rehfeld

Situation

Zunächst bin ich beruhigt, dass der Vorfall nicht wie von nicht wenigen Befürchtet in einem Krieg endete, sondern es beim Säbelrasseln bleibt. Aber hier sollte verbal abgerüstet werden.

Die Türkei sollte darüber hinaus mit ihren Maschinen weiter vom syrischen Luftraum entfernt bleiben. Egal ob was die normalen Gepflogenheiten sind, jetzt wäre das leichtsinnig. Oder man kommuniziert stärker miteinander. Kampfflugzeuge unserer Allierten kreisen ja auch nicht einfach so unangmeldet über Deutschland.

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egon sunsamu
egon sunsamu (sunsamu) - 26.06.2012 21:29 Uhr

Erdogan provoziert weiter

Erdogan provoziert weiter. In wessen Auftrag? Braucht die Nato einen Vorwand, um Syrien militärisch anzugreifen? Übrigens: Aggression ist ein Kriegsflugzeug unangemeldet in fremde Länder einfliegen zu lassen. Wer unangemeldet und bewaffnet im fremden Land auftaucht, der führt nichts Gutes im Schilde. Die westlichen Demokratielieferanten müssen offenbar unbedingt überall die Islamisten an die Macht putschen. Weil das schon so oft zu was gutem geführt hat.

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@ Herr Ackermann

Könnte es sein, daß Herr Assad irgendetwas zu Erdogans "Potenz" äußerte und E. ist nun sauer.
Ich halte bei einem politischen Personal wie Herrn Erdogan alles für möglich.

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thomas ackermann

Erdogan und der Bock als Gärtner

Die Türkei als Macht am Bosporus hätte mal lieber in den vielen Jahr zuvor, in denen es noch nicht krachte, auf eine Demokratisierung hinwirken sollen. Stattdessen zeigte sich Erdogan noch vor Monaten Seite an Seite mit dem Syrischen Diktator. Es ist auch kaum vorstellbar, dass sich das syrische Regime gerade jetzt einen Grenzkonflikt mit der Türkei erlaubt. Vielleicht gab es einen versehentlichen Zwischenfall, der von Erdogan jetzt als Steilvorlage aufgegriffen wird - für wen oder für was auch immer. Dabei darf man nicht vergessen, wie die Türkei auf internationalem Parkett gerne aufbauschen, verdrehen und mit dem Finger auf andere zeigen, kurzum: ein sehr zweifelhaftes Gebaren an den Tag legt.

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Frank Sperling

Ein Verbrechen

Die Türkei baut sich systematisch als regionale Großmacht auf. Dafür hat sie gezielt ein Flugzeug abschiessen lassen. Die Destabiliserung Syriens gehört auch dazu. Für alle Massnahmen genießt die Türkei das Wohlwollen der USA. Die Europäer ziehen zähneknirschend mit, wider alle politische Vernunft. Wenn sich die USA (mit 1000en von Analysten im Pentagon und Foreign State) mal nicht irren und eines gar nicht so fernen Tages Iran seine alte Rolle wiedererlangt (aber ohne Schah und ohne Farah D.). Und welch einen Schaden trägt das ehemals gute Verhältnis Deutschlands zur MENA-Region insgesamt davon ? Ein Verbrechen.

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klaus keller
klaus keller (klkeller) - 26.06.2012 18:25 Uhr

Da die UN ein zahnloser Tiger ist sollte man austreten

Eine neue Organisation ist schnell gegründet. Russland,Nordkorea,China,Syrien und den Iran würde ich zunächt nicht aufnehmen(die Liste erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit)

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Antworten (2) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 26.06.2012 20:15 Uhr
klaus keller
klaus keller (klkeller) - 26.06.2012 20:15 Uhr

@ÎWolfgang Richter:Roland Koch hatte einst den Dalei Lama nach Wiebaden eingeladen

Außenminister Steinmeier protestierte vergeblich. In Norwegen wurde an einen in China im Gefängnis einsitzenden Menschen ein Nobelpreis verliehen. Peking protestierte. Deutschland war leider nur durch den Botschafter vertreten. Es gibt keinen Anlass in Mosakau oder in Peking für irgend ewas um Erlaubnis zu bitten wenn der Rest der Welt anderer Meinung ist. Da nutzt auch die Atombombe nichts.

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Wolfgang Richter

Unüberlegt und gefährlich

Man sollte einmal realistisch überlegen, wer die Vetomächte im Sicherheitsrat sind:
Es sind die Groß- und Nuklearmächte, gegen die im Ernstfall überhaupt nichts geht (Fachbegriff: Vetospieler), da sie bei ernsthaft schlechter Laune einem Gegner eine Kostprobe ihrer strategisch-nuklearen Fähigkeiten liefern könnten. Was besser nicht passieren sollte.
Das heißt, mindestens Rußland und China muß man wegen ihrer objektiven Macht immer ins Kalkül ziehen. Auch, wenn es unbequem ist.

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Fatih_Mehmet Uenal

Da werden seit einem Jahr

Zivilsiten abgeschlachtet und die UNO Missachtet. Ein türkisches Flugzeug wird abgeschossen.Tausende fliehen in die Türkei darunter Ranghohe Militärs und alles was unseren Deutschen "Verbündeten" einfällt ist der Müll was man unten lesen kann. Sorry Leute.Wir helfen den Syrern ihr braucht nicht mitmachen. Aber danach schickt Ihr bestimmt wieder Wirtschaftsverter nach Syrien wie vor ein paar Monaten nach Libyen um "deutsche Konkurrenzlos gute" Ware abzusetzen ;-) welch eine Doppelmoral welch eine Schande gegenüber den Syrern die einfach ihre Freiheit wollen.Schande über euch. Premierminister Erdogan macht das einzig Gute. Vorwärts Türken...

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Inanc Bardakcioglu

Die Türkei wird nicht agieren, sie wird reagieren.

Allerdings ist der Tenor der Forumisten bei der FAZ schon erschreckend. Die Ablehnung der Türken in Deutschland geht soweit, dass man nun den Nato-Partner als Aggressor sieht und den Abschuss des Flugzeugs durch das Diktatorregime Assads sogar rechtfertigt. Es sind zwei Piloten gestorben. Mein Beileid gilt den Familien. Selbst wenn es zur Luftraumsverletzung kam, rechtfertigt das in keiner Weise einen Abschuss. Dies ist noch kein Kriegsgrund, aber sollte sich ein solcher Vorfall wiederholen oder sollten erneut syrische Bodentruppen und Helikopter die Grenze überschreiten, erfolgt der militärische Gegenschlag, bis Assad wie Hussein oder Gaddafi aus einem Mäuseloch rausgezogen wird. Die Türkei wollte von der Nato keine militärische Hilfe sondern lediglich politische Unterstützung, die hat man bekommen, abgesehen von Deutschland, das für seine unendliche Feigheit und Ängstlichkeit aus den Konflikten der letzten Jahre mittlerweile bekannt geworden ist. Das sind Gockel, keine Bundesadler.

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 27.06.2012 11:06 Uhr
egon sunsamu
egon sunsamu (sunsamu) - 27.06.2012 11:06 Uhr

Eine neue Erkenntnis

"...erfolgt der militärische Gegenschlag, bis Assad wie Hussein oder Gaddafi aus einem Mäuseloch rausgezogen wird."
Wusste garnicht, dass Saddam Hussein und Ghaddafi von türkischen Truppen besiegt und gefangen genommen wurden. Vielen Dank!
Und danke nochmal für den Aufbau Deutschlands nach dem 2. Weltkrieg!...

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Richard Feldmann

Stellvertreterkrieg?

Angesichts der verbalen Ausfälle Erdogans darf man nur hoffen, dass der Türkei unter einer solchen Führung der Weg in die EU noch lange verschlossen bleibt. Größere Sorgen bereitet allerdings das durchsichtige Manöver mit dem nun versucht werden soll, Gründe für eine militärische Intervention in Syrien zu schaffen. Obwohl man doch inzwischen wissen sollte dass nach den angeblichen "Massenvernichtungswaffen" Sadam Husseins der kritische Bürger des sogenannten freien Westens ein wenig sensibler geworden ist, haben gewisse "Politiker" offenbar keine Hemmungen, erneut ein neues Kapitel der "neuen Weltordnung" aufzuschlagen und mit Waffengewalt Fakten zu schaffen.

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Wolfgang Richter

Fremder Auftrag?

Meint Erdogan, den großen Macker spielen zu müssen?
Hält er sich für allmächtig und unschlagbar, oder handelt er im Auftrag der USA so?
Offenbar hält er es für ein Grundrecht seines großartigen Landes, nach Belieben straflos in fremden Ländern herumzufliegen.
Er sollte bedenken, daß in Syrien auch die Russen engariert sind, die ihren Marinestützpunkt um jeden Preis halten wollen. Und die spielen in einer anderen Liga.

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Detlef Symietz
Detlef Symietz (Symietz) - 26.06.2012 15:38 Uhr

Der Ermordete ist der Täter, und wer mit Militärflugzeugen fremdes Hoheitsgebiet verletzt ist Opfer

einer Agression. So einfach ist das. Wenn dieses Opfer dann schnell mal in`s Nachbarland einfällt, um Kurden zu bekämpfen, dann gilt natürlich die gleiche Opferdefinition.
Dass derjenige, der so redet und handelt, der gleiche ist, der Migrantenassimilation als Verbrechen gegen die Menschenrechte bezeichnet und als Staatsmann, in einem fremden Land weilend, die dortige Regierungschefin in deren eigenes Land einlädt, das kann nur der türkische Ministerpräsident sein.
Dass die Nato, die bis zum Libyenkrieg einmal für Völkerrecht stand (tempo passati), ein solches Spiel mitmacht, sich quasi von einem instrumentalisieren lässt, der soeben gegenüber Syrien eine Agression verübt hat, das enttäuscht schon sehr, überrascht allerdings kaum noch.

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Antworten (2) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 26.06.2012 22:24 Uhr
Ulla Nachtmann

Sie sagen es, Herr Schnappe

Wir müsse höllisch aufpassen, dass die von den USA beherrschte Nato nicht in einen Krieg gegen Syrien (dann Iran wg des Verteidigungsbündnisses mit Syrien) hineingezogen werden.
Traditionell wird Inflation von den USA exportiert via bestimmte Handlungen. Und schaffte man es, in Syrien die sunnitische MB in Macht und Würden zu bringen, wäre das auch ein Sieg für Saudi. Ich frage mich ob Obama einen Deal mit Saudi laufen hat (garniert mit einem niedrigen Ölpreis ,at the pump' in den USA? Zutrauen würde ich es dem Versager!

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@ Herr Symietz

"Dass die Nato, die bis zum Libyenkrieg einmal für Völkerrecht stand (tempo passati), ein solches Spiel mitmacht, sich quasi von einem instrumentalisieren lässt, ..."
Leider ist die Nato seit jeher ein von den USA beherrschter Club. Europa hätte mit dem Mauerfall die Chance gehabt eine eigene Position zu beziehen. Doch da ist GB vor. Und die anderen sind zu uninteressiert. Als Frankreich und Deutschland sich dem 2. Irakkrieg verweigerten, wurde Deutschland verziehen. Frankreich sollte (erfolglos) bestraft werden, wie mir ein Kontakt zum französischen Geheimdienst erzählte.

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Otto Anormal

Doppeldenk

Diese Logik-Kapriolen lassen sich ohne routiniertes Doppeldenk nicht mehr ohne Kopfschmerzen ertragen.
Was machen wir Bürger, wenn es auf solch absurdem Wege tatsächlich zur Ausrufung des NATO-Bündnisfalls kommt? Reicht das dann endlich, uns auf die Straße zu bewegen?

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 26.06.2012 17:25 Uhr
Jan Meyer

Kopfschmerzen?

Der Bündnisfall wird sicherlich nicht wegen eines abgeschossenen Flugzeugs ausgerufen, da brauchen Sie nicht gleich auf die Straße rennen. Weiterhin ist ja noch gar nicht geklärt ob denn der Abschuss gerechtfertigt war oder nicht, und auch wenn das die allermeisten nicht zu interessieren scheint, bin ich der Meinung das man sich ohne diesen Fakt gar keine vernünftige Meinung bilden kann. Auch weiß ich nicht ob man ein einzelnes Flugzeug das in den eigenen Luftraum eindringt (wenn es denn so war) gleich abschießen muss? Ich gebe aber zu das ich auf diesem Gebiet kein Experte bin. Auch habe ich das eindringliche Gefühl das ein Abschuss seitens der Türkei bei einem umgekehrten Vorfall nicht so gut angekommen wäre, wie dies nun der Fall bei Syrien ist. Allerdings muss ich gestehen das mich verhalten und Außenwirkung der Türkei in den letzten Jahren auch immer irritieren ...

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Helmut Smith
Helmut Smith (fmsus) - 26.06.2012 15:18 Uhr

Türkische Interessen vertreten "with a little help from some friends"

Das nationale "Gesicht" oder ein so wertvolles Flugzeug zu verlieren ist natürlich nicht akzeptabel für die NATO-Clique. Was al Assad mit seinem Volk anstellt steht ja schliesslich auf einem anderen Blatt Papier, liegt auf einem anderen Schreibtisch.

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 26.06.2012 20:19 Uhr
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@ Helmut Smith

Stellt Assad etwas mit seinem Volk an oder stellt eine äußere Macht etwas mit Syrien an? Meines wissens bis jetzt nicht geklärt und unsere Medien haben kein Interesse daran dies zu klären.

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