26.06.2012 · Der Nato-Rat hat den Abschuss eines türkischen Militärflugzeuges durch Syrien als „inakzeptabel“ bezeichnet. Der türkische Ministerpräsident Erdogan verschärfte den Ton gegenüber Damaskus. Man werde aber nur Schritte unternehmen, „die uns das Völkerrecht ermöglicht“.
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Wenn ein türkisches Kampfflugzeug das Hoheitsgebiet eines anderen
Landes verletzt, ist das eine Aggression gegen die Türkei. Wenn
sich ein Land gegen das Eindringen eines fremden Kampfflugzeuges wehrt
und dieses abschiesst, ist das keine legitime Selbstverteidigung. Auch
nicht, wenn sich dieses Land im Zustand eines Bürgerkrieges mit
ausländischer Einmischung befindet.
Das ist Aggression, die von allen Gutmenschen verurteilt werden muss.
Schon sehr lehrreich, die Politik...
Syrer sind keine Idioten ...
Der Kampfjet hatte das syrische Hoheitsgebiet bereits verlassen. Es war
wohl auch keine Einzelaktion eines übereifrigen Soldaten mit einer
Luftabwehrrakete. Der Befehl zum Abschuss wurde gegeben als bereits klar
war, dass das Flugzeug keine militärische Bedrohung darstellte.
Ebenso war den Syrern mit Sicherheit klar, dass nicht die Rebellen mit
einem Kampfjet aus der Türkei angeflogen kamen. Syrer sind keine
Idioten, die wussten ganz genau, was sie da getan haben. Es handelte
sich keineswegs um ein Versehen (im Bürgerkriegsgetummel) oder um
reine Selbstverteidigung ...
Nachdem letzte Woche die CIA-Komödianten ihren unfreiwilligen Gast-Auftritt hatten, nun der nächste Akt in diesem politischen Trauerspiel: "Der lustige NATO-Türke, Oder: Donnerworte aus dem Land der 10 Mio. Analphabeten". Dieser offensichtliche Versuch, gegen Syrien militärisch aktiv zu werden, ist derart billig und unkreativ, dass man sich als Europäer über soviel politische Minderwertigkeit, nur mehr aufrichtig schämen kann. Das wirklich Ärgerliche daran ist jedoch, dass wir diese NATO-Dilletanten von unseren Steuergeldern finanzieren...
Komische Zeiten, Einbrecher beklagen Aggression?
Komische Zeiten. Ein Einbrecher, der nachts auf frischer Tat ertappt und vom Hausbewohner zurückgeschlagen wird, beklagt sich wohl auch neuerdings über das aggressive Verhalten des Bewohners.
Antworten (2) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 27.06.2012 12:13 UhrAggression ist nicht erschießen
Ein Einbrecher würde sich sicher nicht beklagen oder gar vor
Gericht Recht bekommen, wenn die Hausbewohner aggressiv reagieren ...
aber um bei der Analogie zu bleiben, wäre eher folgender Vergleich geboten:
Jemand läuft über eine offene Wiese, ein gewisser Teil dieser
Wiese ist Privatgelände und er merkt zunächst nicht, dass er
dieses betreten hat, bis ihn sein Freund zurückruft. Daraufhin
dreht er sofort um und läuft raus aus dem Privatgelände. 5
Meter hinter der Grenze (also bereits wieder auf öffentlichem
Grund) entscheidet sich schließlich der Besitzer des
Wiesenabschnitts den Eindringling zu erschießen ...
Ja, irgendwie würde ich das auch für verwerflich halten und
der Besitzer würde trotz "Hausfriedensbruch" wohl wegen
Mordes vor Gericht landen. Ob er daheim nun Ehestress (Bürgerkrieg)
oder sonstwas hat ist dabei irrelevant ...
Unsere Justiz
würde auch den Hausbewohner verurteilen und den Einbrecher entschädigen und therapieren lassen...
Türkei und Syrien werden mittlerweile zu Spielbällen
großer Mächte wie Russland und die USA. Das Ganze wird durch
NATO und UNO karschiert. Doch insgeheim landen westliche Waffen bei den
"Demonstranten" und russische bei der syrischen Armee.
Wenn Rasmussen betont, dass die NATO politisch hinter der Türkei
steht, bedeutet das nicht die militärische Hilfe für den
Ernstfall.
Wenn beide Länder keinen kühlen Kopf bewahren, werden sie zu
Spielbällen Anderer.
Jetzt ein Wort zur Rolle der Türkei.
Das Problem ist wohl, daß die Türkei Mitglied der Nato ist.
Daraus erklärt sich auch folgendes Verhalten:
Bislang hielt ich die Türkei für einen Vermittler zwischen
Orient und Okzident.
Nun schlägt sie sich auf die Seite des Westens. Muß sie dies
als Nato-Mitglied tun?
Hat sie keinen Spielraum, die Dinge gerecht zu beurteilen?
Die Türkei müßte eigentlich wissen, daß der Westen
nur benutzt.
Wünschenswert wäre gewesen, wenn die Türkei mit ihrer
Einsicht in den arabischen Ländern zu einem friedlichen Wandel
beigetragen hätte, weder in Libyen noch in Syrien tut sie dies.
Der Westen unterstützt die Türkei, um an die syrischen
Ölquellen zu kommen - die Türkei unterstützt die
Opposition mit Waffen - oder duldet dies zumindest.
Der Abschuß eines Kampfjets wird als Aggression bezeichnet. Dies
ist eine total verkehrte Welt. Mit der Bitte, die Positionen nochmals zu
überdenken und zu einem Frieden für alle Beteiligten
beizutragen, verbleibe ich...
Die Türkei wird nicht agieren, sondern reagieren.
Allerdings ist der Tenor der Forumisten bei der FAZ schon erschreckend. Die Ablehnung der Türken in Deutschland geht soweit, dass man nun den Nato-Partner als Aggressor sieht und den Abschuss des Flugzeugs durch das Diktatorregime Assads sogar rechtfertigt. Es sind zwei Piloten gestorben. Mein Beileid gilt den Familien. Selbst wenn es zur Luftraumsverletzung kam, rechtfertigt das in keiner Weise einen Abschuss. Dies ist noch kein Kriegsgrund, aber sollte sich ein solcher Vorfall wiederholen oder sollten erneut syrische Bodentruppen und Helikopter die Grenze überschreiten, erfolgt der militärische Gegenschlag, bis Assad wie Hussein oder Gaddafi aus einem Mäuseloch rausgezogen wird. Die Türkei wollte von der Nato keine militärische Hilfe sondern lediglich politische Unterstützung, die hat man bekommen, abgesehen von Deutschland, das für seine unendliche Feigheit und Ängstlichkeit aus den Konflikten der letzten Jahre mittlerweile bekannt geworden ist.
Antworten (2) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 27.06.2012 13:20 Uhr@Detlef Symietz
1. Es war nur ein einziges, unbewaffnetes Flugzeug. Von einer Invasion
von "Militärflugzeugen", wie Sie es darstellen, kann
nicht die Rede sein!
2. Auch Ghaddafi wurde nicht gefangen genommen, als er auf "offener
Straße" spazieren ging. Auch ihn hat man aus seinem Versteck geholt.
3. Wie hätte denn die Türkei sonst auf die Aktion Israels
reagieren sollen? Oder ist nach Ihrer Definition jemand nur Mutig, wenn
sofort die Kriegsschiffe anrücken?
@Bardakcioglu; Sie scheinen einiges zu verwechseln, darf ich aushelfen?
Nicht Syrien hat türkisches Hoheitsgebiet verletzt, sondern die
Türkei tat es mit Militärflugzeugen in einer
Spannungssituation (aus Versehen?).
Nicht Syrien unterstützt gewalttätige Gruppen, die die
türkische Regierung beseitigen wollen, sondern die Türkei tut
dies gegenüber Syrien.
Gaddhafi wurde übrigens nicht (wie Hussein) aus einem Loch gezerrt,
sondern auf offener Strasse bei tätiger Mithilfe der Nato-Soldaten
gelyncht, ganz so wie es sich in einem angehenden Rechtsstaat gehört.
Wo blieb eigentlich der türkische Mut, als ein türkisches
Schiff in internationalen Gewässern gekapert wurde und etliche
Türken dabei zu Tode kamen? Daher rate ich Ihnen, mit Angriffen wie
"unendlicher Feigheit" gegenüber Deutschland etwas
vorsichtiger zu sein. Sie wissen sicher, wie das mit dem Finger ist, mit
dem man auf andere zeigt.
Erdogan hat ein massives wirtschaftliches und konjunkturelles Problem. Die Verbraucherkredite steigen im Faktorenbereich, es entsteht eine Immobilienblase und er hat eine schier unüberblickbare Masse an bildungsfernen Einwohnern. Ferner ist die Türkei der weltweit zweitgrößte Nahrungsmittelimporteur nach Ägypten. Noch dazu wurde die Türkei vor nicht allzu langer Zeit von den Ratingagenturen heruntergestuft. Er muß also von den innenpolitischen Problemen ablenken will er sich nicht von innen angreifbar machen. Damit ist er von außen erpressbar und die unheilvolle Haltung und Entwicklung auf türkischer Seite vielleicht ein wenig erklärbar geworden sein.
Zunächst bin ich beruhigt, dass der Vorfall nicht wie von nicht
wenigen Befürchtet in einem Krieg endete, sondern es beim
Säbelrasseln bleibt. Aber hier sollte verbal abgerüstet werden.
Die Türkei sollte darüber hinaus mit ihren Maschinen weiter
vom syrischen Luftraum entfernt bleiben. Egal ob was die normalen
Gepflogenheiten sind, jetzt wäre das leichtsinnig. Oder man
kommuniziert stärker miteinander. Kampfflugzeuge unserer Allierten
kreisen ja auch nicht einfach so unangmeldet über Deutschland.
Erdogan provoziert weiter. In wessen Auftrag? Braucht die Nato einen Vorwand, um Syrien militärisch anzugreifen? Übrigens: Aggression ist ein Kriegsflugzeug unangemeldet in fremde Länder einfliegen zu lassen. Wer unangemeldet und bewaffnet im fremden Land auftaucht, der führt nichts Gutes im Schilde. Die westlichen Demokratielieferanten müssen offenbar unbedingt überall die Islamisten an die Macht putschen. Weil das schon so oft zu was gutem geführt hat.
Könnte es sein, daß Herr Assad irgendetwas zu Erdogans
"Potenz" äußerte und E. ist nun sauer.
Ich halte bei einem politischen Personal wie Herrn Erdogan alles
für möglich.
Erdogan und der Bock als Gärtner
Die Türkei als Macht am Bosporus hätte mal lieber in den vielen Jahr zuvor, in denen es noch nicht krachte, auf eine Demokratisierung hinwirken sollen. Stattdessen zeigte sich Erdogan noch vor Monaten Seite an Seite mit dem Syrischen Diktator. Es ist auch kaum vorstellbar, dass sich das syrische Regime gerade jetzt einen Grenzkonflikt mit der Türkei erlaubt. Vielleicht gab es einen versehentlichen Zwischenfall, der von Erdogan jetzt als Steilvorlage aufgegriffen wird - für wen oder für was auch immer. Dabei darf man nicht vergessen, wie die Türkei auf internationalem Parkett gerne aufbauschen, verdrehen und mit dem Finger auf andere zeigen, kurzum: ein sehr zweifelhaftes Gebaren an den Tag legt.
Die Türkei baut sich systematisch als regionale Großmacht auf. Dafür hat sie gezielt ein Flugzeug abschiessen lassen. Die Destabiliserung Syriens gehört auch dazu. Für alle Massnahmen genießt die Türkei das Wohlwollen der USA. Die Europäer ziehen zähneknirschend mit, wider alle politische Vernunft. Wenn sich die USA (mit 1000en von Analysten im Pentagon und Foreign State) mal nicht irren und eines gar nicht so fernen Tages Iran seine alte Rolle wiedererlangt (aber ohne Schah und ohne Farah D.). Und welch einen Schaden trägt das ehemals gute Verhältnis Deutschlands zur MENA-Region insgesamt davon ? Ein Verbrechen.
Da die UN ein zahnloser Tiger ist sollte man austreten
Eine neue Organisation ist schnell gegründet. Russland,Nordkorea,China,Syrien und den Iran würde ich zunächt nicht aufnehmen(die Liste erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit)
Antworten (2) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 26.06.2012 20:15 Uhr@ÎWolfgang Richter:Roland Koch hatte einst den Dalei Lama nach Wiebaden eingeladen
Außenminister Steinmeier protestierte vergeblich. In Norwegen wurde an einen in China im Gefängnis einsitzenden Menschen ein Nobelpreis verliehen. Peking protestierte. Deutschland war leider nur durch den Botschafter vertreten. Es gibt keinen Anlass in Mosakau oder in Peking für irgend ewas um Erlaubnis zu bitten wenn der Rest der Welt anderer Meinung ist. Da nutzt auch die Atombombe nichts.
Unüberlegt und gefährlich
Man sollte einmal realistisch überlegen, wer die Vetomächte im
Sicherheitsrat sind:
Es sind die Groß- und Nuklearmächte, gegen die im Ernstfall
überhaupt nichts geht (Fachbegriff: Vetospieler), da sie bei
ernsthaft schlechter Laune einem Gegner eine Kostprobe ihrer
strategisch-nuklearen Fähigkeiten liefern könnten. Was besser
nicht passieren sollte.
Das heißt, mindestens Rußland und China muß man wegen
ihrer objektiven Macht immer ins Kalkül ziehen. Auch, wenn es
unbequem ist.
Zivilsiten abgeschlachtet und die UNO Missachtet. Ein türkisches Flugzeug wird abgeschossen.Tausende fliehen in die Türkei darunter Ranghohe Militärs und alles was unseren Deutschen "Verbündeten" einfällt ist der Müll was man unten lesen kann. Sorry Leute.Wir helfen den Syrern ihr braucht nicht mitmachen. Aber danach schickt Ihr bestimmt wieder Wirtschaftsverter nach Syrien wie vor ein paar Monaten nach Libyen um "deutsche Konkurrenzlos gute" Ware abzusetzen ;-) welch eine Doppelmoral welch eine Schande gegenüber den Syrern die einfach ihre Freiheit wollen.Schande über euch. Premierminister Erdogan macht das einzig Gute. Vorwärts Türken...
Die Türkei wird nicht agieren, sie wird reagieren.
Allerdings ist der Tenor der Forumisten bei der FAZ schon erschreckend. Die Ablehnung der Türken in Deutschland geht soweit, dass man nun den Nato-Partner als Aggressor sieht und den Abschuss des Flugzeugs durch das Diktatorregime Assads sogar rechtfertigt. Es sind zwei Piloten gestorben. Mein Beileid gilt den Familien. Selbst wenn es zur Luftraumsverletzung kam, rechtfertigt das in keiner Weise einen Abschuss. Dies ist noch kein Kriegsgrund, aber sollte sich ein solcher Vorfall wiederholen oder sollten erneut syrische Bodentruppen und Helikopter die Grenze überschreiten, erfolgt der militärische Gegenschlag, bis Assad wie Hussein oder Gaddafi aus einem Mäuseloch rausgezogen wird. Die Türkei wollte von der Nato keine militärische Hilfe sondern lediglich politische Unterstützung, die hat man bekommen, abgesehen von Deutschland, das für seine unendliche Feigheit und Ängstlichkeit aus den Konflikten der letzten Jahre mittlerweile bekannt geworden ist. Das sind Gockel, keine Bundesadler.
Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 27.06.2012 11:06 UhrEine neue Erkenntnis
"...erfolgt der militärische Gegenschlag, bis Assad wie
Hussein oder Gaddafi aus einem Mäuseloch rausgezogen wird."
Wusste garnicht, dass Saddam Hussein und Ghaddafi von türkischen
Truppen besiegt und gefangen genommen wurden. Vielen Dank!
Und danke nochmal für den Aufbau Deutschlands nach dem 2. Weltkrieg!...
Angesichts der verbalen Ausfälle Erdogans darf man nur hoffen, dass der Türkei unter einer solchen Führung der Weg in die EU noch lange verschlossen bleibt. Größere Sorgen bereitet allerdings das durchsichtige Manöver mit dem nun versucht werden soll, Gründe für eine militärische Intervention in Syrien zu schaffen. Obwohl man doch inzwischen wissen sollte dass nach den angeblichen "Massenvernichtungswaffen" Sadam Husseins der kritische Bürger des sogenannten freien Westens ein wenig sensibler geworden ist, haben gewisse "Politiker" offenbar keine Hemmungen, erneut ein neues Kapitel der "neuen Weltordnung" aufzuschlagen und mit Waffengewalt Fakten zu schaffen.
Meint Erdogan, den großen Macker spielen zu müssen?
Hält er sich für allmächtig und unschlagbar, oder handelt
er im Auftrag der USA so?
Offenbar hält er es für ein Grundrecht seines
großartigen Landes, nach Belieben straflos in fremden Ländern
herumzufliegen.
Er sollte bedenken, daß in Syrien auch die Russen engariert sind,
die ihren Marinestützpunkt um jeden Preis halten wollen. Und die
spielen in einer anderen Liga.
Der Ermordete ist der Täter, und wer mit Militärflugzeugen fremdes Hoheitsgebiet verletzt ist Opfer
einer Agression. So einfach ist das. Wenn dieses Opfer dann schnell mal
in`s Nachbarland einfällt, um Kurden zu bekämpfen, dann gilt
natürlich die gleiche Opferdefinition.
Dass derjenige, der so redet und handelt, der gleiche ist, der
Migrantenassimilation als Verbrechen gegen die Menschenrechte bezeichnet
und als Staatsmann, in einem fremden Land weilend, die dortige
Regierungschefin in deren eigenes Land einlädt, das kann nur der
türkische Ministerpräsident sein.
Dass die Nato, die bis zum Libyenkrieg einmal für Völkerrecht
stand (tempo passati), ein solches Spiel mitmacht, sich quasi von einem
instrumentalisieren lässt, der soeben gegenüber Syrien eine
Agression verübt hat, das enttäuscht schon sehr,
überrascht allerdings kaum noch.
Sie sagen es, Herr Schnappe
Wir müsse höllisch aufpassen, dass die von den USA beherrschte
Nato nicht in einen Krieg gegen Syrien (dann Iran wg des
Verteidigungsbündnisses mit Syrien) hineingezogen werden.
Traditionell wird Inflation von den USA exportiert via bestimmte
Handlungen. Und schaffte man es, in Syrien die sunnitische MB in Macht
und Würden zu bringen, wäre das auch ein Sieg für Saudi.
Ich frage mich ob Obama einen Deal mit Saudi laufen hat (garniert mit
einem niedrigen Ölpreis ,at the pump' in den USA? Zutrauen
würde ich es dem Versager!
@ Herr Symietz
"Dass die Nato, die bis zum Libyenkrieg einmal für
Völkerrecht stand (tempo passati), ein solches Spiel mitmacht, sich
quasi von einem instrumentalisieren lässt, ..."
Leider ist die Nato seit jeher ein von den USA beherrschter Club. Europa
hätte mit dem Mauerfall die Chance gehabt eine eigene Position zu
beziehen. Doch da ist GB vor. Und die anderen sind zu uninteressiert.
Als Frankreich und Deutschland sich dem 2. Irakkrieg verweigerten, wurde
Deutschland verziehen. Frankreich sollte (erfolglos) bestraft werden,
wie mir ein Kontakt zum französischen Geheimdienst erzählte.
Diese Logik-Kapriolen lassen sich ohne routiniertes Doppeldenk nicht
mehr ohne Kopfschmerzen ertragen.
Was machen wir Bürger, wenn es auf solch absurdem Wege
tatsächlich zur Ausrufung des NATO-Bündnisfalls kommt? Reicht
das dann endlich, uns auf die Straße zu bewegen?
Kopfschmerzen?
Der Bündnisfall wird sicherlich nicht wegen eines abgeschossenen Flugzeugs ausgerufen, da brauchen Sie nicht gleich auf die Straße rennen. Weiterhin ist ja noch gar nicht geklärt ob denn der Abschuss gerechtfertigt war oder nicht, und auch wenn das die allermeisten nicht zu interessieren scheint, bin ich der Meinung das man sich ohne diesen Fakt gar keine vernünftige Meinung bilden kann. Auch weiß ich nicht ob man ein einzelnes Flugzeug das in den eigenen Luftraum eindringt (wenn es denn so war) gleich abschießen muss? Ich gebe aber zu das ich auf diesem Gebiet kein Experte bin. Auch habe ich das eindringliche Gefühl das ein Abschuss seitens der Türkei bei einem umgekehrten Vorfall nicht so gut angekommen wäre, wie dies nun der Fall bei Syrien ist. Allerdings muss ich gestehen das mich verhalten und Außenwirkung der Türkei in den letzten Jahren auch immer irritieren ...
Türkische Interessen vertreten "with a little help from some friends"
Das nationale "Gesicht" oder ein so wertvolles Flugzeug zu verlieren ist natürlich nicht akzeptabel für die NATO-Clique. Was al Assad mit seinem Volk anstellt steht ja schliesslich auf einem anderen Blatt Papier, liegt auf einem anderen Schreibtisch.
Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 26.06.2012 20:19 Uhr@ Helmut Smith
Stellt Assad etwas mit seinem Volk an oder stellt eine äußere Macht etwas mit Syrien an? Meines wissens bis jetzt nicht geklärt und unsere Medien haben kein Interesse daran dies zu klären.