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Westjordanland : Israel tötet mutmaßliche Mörder dreier Jugendlicher

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Demonstration nach der Entführung der drei Teenager (im Juni in New York) Bild: AP

Die Entführung und Ermordung dreier Schüler hatten im Juni die Spannungen zwischen Israelis und Palästinensern verschärft - und schließlich in den Gazakrieg geführt. Nun hat die israelische Armee die mutmaßlichen Entführer nach eigenen Angaben erschossen.

          Israelische Soldaten haben nach Militärangaben zwei Palästinenser erschossen, die drei israelische Jugendliche im Juni entführt und ermordet haben sollen. Marwan Kawasme und Amer Abu Aischa seien bei einem Schusswechsel mit dem Militär getötet worden, sagte Armeesprecher Peter Lerner am Dienstag.

          Einer der Verdächtigen sei einer „visuellen Bestätigung“ zufolge tot. Der zweite sei so getroffen worden, dass es „ziemlich unwahrscheinlich“ sei, dass er überlebt haben könne. Von palästinensischer Seite gab es keine Bestätigung für den Tod der Männer.

          Spezialkräfte hätten am Dienstag im Gebiet von Hebron im Westjordanland versucht, die Verdächtigen zu verhaften, sagte Lerner. Die Palästinenser hätten das Feuer eröffnet und die Soldaten hätten zurückgeschossen. Dabei seien die Männer umgekommen.

          Die drei israelischen Teenager Gilad Schaer, Naftali Frankel und Ejal Jifrach waren Mitte Juni auf dem Heimweg von ihrer Talmud-Schule bei Hebron verschwunden. Ende Juni gab der israelische Geheimdienst bekannt, Marwan Kawasme und Amer Abu Aischa seien als die mutmaßlichen Entführer identifiziert. Wenige Tage später wurden die Leichen der drei Jugendlichen nahe Hebron gefunden.

          Die Verdächtigten waren seit der Entführung auf der Flucht. Lerner sagte, man habe ihren Aufenthaltsort vor ungefähr einer Woche bestimmt. Bei dem Einsatz seien auch drei Mitglieder der Familie Kawasme festgenommen worden.

          Israel hatte nach der Entführung im Juni eine großangelegte Militäraktion in dem Palästinensergebiet durchgeführt, um die Jugendlichen zu finden. Dabei wurden mehr als 400 Palästinenser festgenommen, darunter 300 Mitglieder der palästinensischen Hamas-Bewegung, die von der israelischen Regierung für die Tat verantwortlich gemacht wurde.

          Die Hamas bestritt jede Verwicklung und warf Israel vor, die Tat als Vorwand für die Zerschlagung ihrer Strukturen zu nutzen. Die Entführung und Ermordung der Jugendlichen und die anschließende Suchaktion verschärften die Spannungen in der Region. Nach anhaltendem Raketenbeschuss aus dem Gazastreifen griff die israelische Armee Ziele in Gaza an. Nach siebenwöchigen Kämpfen trat am 26. August schließlich eine Waffenruhe in Kraft. Insgesamt wurden in dem Konflikt mehr als 2140 Palästinenser und 73 Israelis getötet.

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