Im Libanon hat es am Freitag wieder Kämpfe zwischen Gegnern und Anhängern des syrischen Präsidenten Baschar al Assad gegeben. Bei den Kämpfen zwischen sunnitischen Assad-Gegnern und alawitischen Anhängern des syrischen Herrschers in Tripoli im Norden des Landes nahe der Grenze zu Syrien sollen mindestens zwei Menschen getötet worden sein. Die neuerlichen Kämpfe waren ausgebrochen, nachdem einflussreicher sunnitischer Geistlicher von Heckenschützen erschossen worden war.
In Syrien beschossen die Streitkräfte nach Angaben der Opposition auch am Freitag wieder die Hafenstadt Aleppo und zerstörten dabei mehrere Wohnhäuser. Auch die weiter nördlich gelegene syrische Stadt Asas, die für die aufständische Freie Syrische Armee von großer strategischer Bedeutung ist, wurde beschossen, wie der arabische Sender Al Dschazira unter Berufung auf die in London ansässige Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte berichtete. Angriffe der Truppen von Präsident Assad wurden auch aus mehreren Bezirken in der Region Idlib im Nordwesten gemeldet, die sich zu weiten Teilen unter der Kontrolle der Rebellen befindet. In der zentralen Provinz Hama lieferten sich Soldaten und Aufständische demnach heftige Gefechte. Beim Beschuss des Damaszener Vororts Daraja sollen nach Angaben der Opposition 21 Menschen getötet worden sein. In den vergangenen 72 Stunden seien in der Hauptstadt mindestens 70 Menschen getötet worden, die meisten von ihnen Zivilisten.
Frankreich für Flugverbotszone
Frankreich signalisierte derweil Bereitschaft, sich unter Voraussetzungen an der Durchsetzung einer Flugverbotszone über Teilen Syriens zu beteiligen. Verteidigungsminister Jean-Yves Le Drian sagte im Fernsehsender France 24 zwar, die Einrichtung einer Flugverbotszone käme einem „Gang in den Krieg“ gleich, was eine dazu bereite internationale Koalition erfordere, die es so bislang nicht gebe. Dennoch würde Paris sich auch an einer vollständigen Flugverbotszone beteiligen, falls diese nach internationalem Recht durchgesetzt werde, sagte Le Drian.
Der designierte neue Syrien-Sondergesandte der Vereinten Nationen, der frühere algerische Außenminister Lakhdar Brahimi, wurde im Laufe des Freitags zu einem Gespräch mit UN-Generalsekretär Ban Ki-moon über den seit 17 Monaten andauernden Konflikt in New York erwartet.
Den Chemiewaffeneinsatz
Gerhard Katz (spital8katz)
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Detlef Symietz (Symietz)
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