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Donnerstag, 20. Juni 2013
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Syrisch-türkische Grenze Ban warnt vor Eskalation

 ·  UN-Generalsekretär Ban Ki-moon hat vor einem Übergreifen des syrischen Krieges in die Nachbarländer gewarnt. Einem Bericht zufolge soll Machthaber Assad derweil eine Flucht nach Russland vorbereiten.

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© REUTERS Zerstörte gepanzerte Fahrzeuge der syrischen Armee in Homs

UN-Generalsekretär Ban Ki-moon hat vor „schwerwiegenden Konsequenzen“ der Eskalation der Gewalt an der türkisch-syrischen Grenze gewarnt. Die Lage in Syrien habe ein „katastrophales Ausmaß“ erreicht, sagte Ban am Montag bei der Eröffnung des ersten vom Europarat organisierten „Weltforums für Demokratie“ in Straßburg. Dies sei eine ernste Gefahr für die Stabilität der Nachbarländer Syriens und der gesamten Region.

Besorgt äußerte er sich über fortdauernde Waffenlieferungen an die syrische Regierung und die Kräfte der Opposition. „Ich fordere abermals die verantwortlichen Länder auf, diese Waffenlieferungen einzustellen“, sagte er. „Die Militarisierung des Konflikts verschlimmert die Lage nur.“

Nach dem abermaligen Einschlag einer syrischen Artilleriegranate am Wochenende blieben die Schulen in der südosttürkischen Grenzstadt Akcakale auch am Montag geschlossen. Angesichts wachsender Kritik an der Syrien-Politik der türkischen Regierung verteidigte der türkische Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan seine Haltung und sagte, ein Staat habe die Pflicht, sich notfalls auch auf einen Krieg vorzubereiten. In Akcakale waren vergangene Woche fünf Zivilisten von einer syrischen Granate getötet worden. Die türkische Armee antwortete mit eigenem Artilleriebeschuss nach Syrien hinein.

„Assad plant Flucht nach Russland“

Der syrische Präsident Baschar al Assad bereitet unterdessen einem
Bericht des arabischen Fernsehsenders Al Dschasira zufolge angeblich seine Flucht nach Russland vor. Der als früherer Medien-Mitarbeiter Assads präsentierte Abdullah al Omar sagte dem Sender im türkischen Antakya, Assad wisse, dass er nicht an der Macht bleiben könne. Deshalb wolle er nach Russland fliehen, wo bereits etwa 300 Wohnungen für ihn und seine Familie vorbereitet würden. Al Omar soll bis September als Mitarbeiter im Pressebüro von Assad in viele Geheimnisse eingeweiht gewesen sein.

Der iranische Außenministers Ali Akbar Salehi geht hingegen davon aus, dass der syrische Präsident nicht an eine Flucht denkt, und warnt vor Fehleinschätzungen. „Assad glaubt an seinen Sieg, er zeigte sich überzeugt, die Auseinandersetzung in Syrien militärisch gewinnen zu können“, sagte er im Nachrichtenmagazin „Spiegel“. Der Iran ist einer der wichtigsten Verbündeten Syriens.

20 Tote bei Angriff auf Lazarett-Konvoi

Die syrischen Regierungstruppen sollen in der Provinz Daraa
einen Konvoi mit Kriegsverletzten angegriffen haben. Nach Angaben von Aktivisten starben am Montag 20 Menschen, als die Verwundeten außerhalb der Ortschaft Al Karak unter Beschuss gerieten.

Die Rebellen berichteten weiter, die Provinzhauptstadt Daraa sei am Morgen mit Panzergranaten beschossen worden. Diese Angaben konnten von unabhängiger Seite nicht überprüft werden. In Daraa hatte der Aufstand gegen Assad im März 2011 begonnen.

© AFP, Reuters Video: Erdogan warnt Syrien vor Krieg
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Von Klaus-Dieter Frankenberger

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