Die syrischen Revolutionsbrigaden wollen versuchen, die letzten Bastionen der Regierungstruppen in der Provinz Aleppo zu stürmen. Das sagten lokale Anführer zu Reportern arabischer Fernsehsender. Die staatliche Nachrichtenagentur Sana veröffentlichte derweil Siegesmeldungen der Regierungstruppen aus Aleppo.
Die Truppen von Präsident Baschar al Assad gingen in mehreren anderen Provinzen am Freitag mit Artillerie und Milizen gegen die Aufständischen vor. Am Vormittag zählten Aktivisten bereits 41 Tote.
Sie meldeten, in der Stadt Deir as Saur seien am frühen Morgen 19 Männer von Angehörigen der Schabiha-Miliz öffentlich hingerichtet worden. Soldaten der Armee hätten dabei zugesehen. Unter den Opfern sei der junge Ingenieur Mohammed Fajad al Askar, der zu den Koordinatoren des zivilen Widerstandes in der Stadt gehört habe. Am Vortag sollen landesweit etwa 160 Menschen ums Leben gekommen sein.
„Freitag der Vereinigung“
Für Freitagnachmittag hatten die Koordinationskomitees der Revolutionäre zu Demonstrationen unter dem Motto „Freitag der Vereinigung der Brigaden der Freien Syrischen Armee“ aufgerufen. In den vergangenen Monaten habe Aktivisten und Menschenrechtsgruppen zunehmend Kritik an lokalen Bürgerwehren und unabhängig agierenden islamistischen Brigaden geäußert.
Einige von ihnen sollen Unterstützer des Regimes verschleppt, gefoltert und getötet haben. Die von Deserteuren gegründete Freie Syrische Armee (FSA) hat sich von diesen Gruppen und ihren Machenschaften öffentlich distanziert.
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