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Syrien Rebellen exekutieren Soldaten in Sarakeb

 ·  Ein Video zeigt, wie syrische Rebellen in der Stadt Sarakeb 28 Soldaten des Assad-Regimes hinrichten. Für die UN handelt es sich „wahrscheinlich um ein Kriegsverbrechen“.

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© REUTERS Vergrößern Sarakeb: Syrische Rebellen feiern ihren „Sieg“.

Nach Einschätzung der Vereinten Nationen ist die in einem Video gezeigte Erschießung syrischer Soldaten durch mutmaßliche Rebellen  „sehr wahrscheinlich ein Kriegsverbrechen“. Die Aufständischen hatten in der Region Idlib am Donnerstag drei Militärstützpunkte eingenommen und dabei mindestens 28 Soldaten im Kampf getötet oder nach deren Festnahme hingerichtet, das berichtete die in London ansässige Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte. Die syrischen Rebellen haben nach Angaben der Aktivisten die strategisch wichtige Region um die Stadt Sarakeb im Norden des Landes erobert. Die syrische Armee habe sich dort „von ihrem letzten Stützpunkt“ zurückgezogen.

Als die Aufständischen am Donnerstag die Armeestellungen in Sarakeb einnahmen, hatten sie laut der Beobachtungsstelle etwa ein Dutzend Soldaten gefangen genommen und gezielt hingerichtet. In einem von den Menschenrechtsaktivisten verbreiteten Video war zu sehen, wie die Aufständischen die Soldaten zwangen, sich in einer Reihe auf den Boden zu legen, wie sie sie schlugen, beschimpften und dann gezielte Todesschüsse abgaben. Ein Sprecher des UN-Hochkommissariats für Menschenrechte in Genf sagte, es sei zwar „schwer zu überprüfen, wer beteiligt ist“, wahrscheinlich gebe es aber „einmal mehr“ ein Kriegsverbrechen im Syrien-Konflikt.

Das UN-Hochkommissariat rufe „einmal mehr alle Konfliktparteien
auf, die internationale humanitäre Gesetzgebung zu respektieren“,
sagte der Sprecher. Keiner der Beteiligten dürfe darauf setzen, dass Menschenrechtsverletzungen nicht geahndet würden. Wenn sich das Video als echt erweise, könne es in einem Prozess als „Beweis“ dienen. Die Menschenrechtsorganisation Amnesty International kündigte eine Untersuchung an. Auch die Londoner Beobachtungsstelle verurteilte die gezielten Hinrichtungen. Die Rebellen dürften dies ebenso wenig wie die Regierungstruppen. Seit Beginn des Konflikts in Syrien Mitte März 2011 wurden nach Angaben der Beobachtungsstelle mehr als 36 000 Personen getötet.

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