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Syrien Nicht die ganze Opposition steht hinter der Nationalen Koalition

Die neue Vertretung der syrischen Opposition nennt sich „Nationale Koalition der syrischen revolutionären und oppositionellen Kräfte“. Immer mehr Staaten erkennen sie an. Nur die Opposition in Syrien bleibt ihr gegenüber gespalten.

© AFP Vergrößern Moaz Khatib führt die „Nationale Koalition der syrischen revolutionären und oppositionellen Kräfte“.

Die Nationale Koalition der syrischen revolutionären und oppositionellen Kräfte, die vor einer Woche in Doha gegründet wurde, sehen immer mehr Staaten als legitim an. Bislang ist sie von den sechs Staaten des Golfkooperationsrats, Frankreich, der Türkei, Italien und zuletzt Großbritannien als legitime Vertretung des syrischen Volkes anerkannt worden. Die Nationale Koalition unter Führung von Moaz Khatib war unter erheblichem internationalen Druck als Nachfolgeorganisation des Syrischen Nationalrats (SNC) gegründet worden, setzt sich aber weiterhin aus vielen seiner Mitglieder zusammen. Während das Ausland die Nationale Koalition immer mehr anerkennt, lehnen Teile der syrischen Opposition die Koalition noch immer ab.

Markus  Bickel Folgen:    

So überschattet die komplexe Zusammensetzung der syrischen Aufständischen, die sich in den kurdischen Gebieten im Nordosten des Landes nun bewaffnet gegenüberstehen, auch die Bildung einer einheitlichen Führung. Die Nationale Koalition will ihr Hauptquartier in Kairo errichten und sieht sich Kritik ausgesetzt. Zwölf Oppositionsgruppen mit säkularer Ausrichtung wollen sich vom kommenden Freitag an ebenfalls in Kairo treffen, um eine „Allianz der Kräfte, die an Freiheit, Demokratie und eine zivile, tolerante Gesellschaft glauben“ zu gründen. Das berichtete die oppositionelle Internetseite „All4Syria“.

Die islamistische Al Nusra-Front, die in der syrischen Provinz Aleppo zu den militärisch stärksten Rebellengruppen zählt, lehnt den neuen Dachverband als „verschwörerisches Projekt“ ab. Ziel müsse es sein, „einen islamischen Staat in Syrien“ zu errichten, teilten die Dschihadisten am Montag mit.

Gefechte gehen weiter

Derweil sind die Gefechte zwischen kurdischen Kämpfern und Einheiten der Freien Syrischen Armee (FSA) im Grenzort Ras al Ain am Dienstag weitergegangen. Nach kurdischen Angaben einigten sich beide Seiten am Mittag zwar auf einen Waffenstillstand, nachdem am Montag mehr als zwanzig Kämpfer getötet worden sein sollen. Die Nachrichtenagentur AFP berichtete aber von schweren Gefechten in der Gemeinde, die vor knapp zwei Wochen von FSA-Einheiten erobert worden war, offenbar von türkischer Seite aus. Die Aufständischen werfen der Miliz der kurdischen Partei der Demokratischen Union (PYD) vor, mit den Sicherheitskräften des Regimes von Präsident Baschar al Assad zu kooperieren, die den Ort nach der Eroberung durch die Rebellen mehrmals angegriffen hatten.

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Quelle: F.A.Z.

 
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