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Syrien Lawrow trifft Assad-Gegner

Russlands Außenminister Lawrow unterstützt weiterhin Assad. Im jordanischen Amman sprach er mit dem ehemaligen syrischen Ministerpräsidenten Hidschab dennoch über die oppositionellen Kräfte. Der UN-Sondergesandte Brahimi warnte indes vor einer „Somalisierung“ Syriens.

© REUTERS Vergrößern In Amman: Russlands Außenminister Lawrow

Der russische Außenminister Sergej Lawrow ist am Dienstag mit dem zur Opposition übergelaufenen früheren syrischen Ministerpräsidenten Riad Hidschab zusammengekommen. Bei dem Treffen in der jordanischen Hauptstadt Amman sei es darum gegangen, „eine Verständigung über einen Plan zu erreichen, wie mit den oppositionellen Kräften umzugehen und das syrische Volk zu retten“ sei, sagte Lawrow nach der Zusammenkunft. Hidschab gilt als mögliches Mitglied einer Übergangsregierung in Damaskus, die im Falle einer Einigung des Regimes von Präsident Assad mit der Opposition den Aufbau demokratischer Strukturen vorantreiben soll. In der qatarischen Hauptstadt Doha verhandelt die Opposition seit Sonntag über eine Neuformierung. Internationaler Druck hat dazu geführt, dass sich der bislang führende Syrische Nationalrat zu einer Erweiterung um Kräfte aus Syrien selbst bereit erklärt hat.

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Lawrow bekräftigte seine Unterstützung für Assad und warnte, die Alternative würde Syrien nur noch tiefer ins Chaos stürzen. Der Syrien-Sondergesandte von Vereinten Nationen und Arabischer Liga, Lakhdar Brahimi, warnte in der Zeitung „Al Hayat“ vor einem „Kollaps des Staates“ in Syrien wie in Somalia. „Ich denke, wenn mit der Situation nicht richtig umgegangen wird, dann besteht nicht die Gefahr einer Teilung, sondern einer Somalisierung: der Zusammenbruch des Staates und das Erstarken von Kriegsherren, Milizen und kämpfenden Gruppen.“ In Syrien dauerten die Kämpfe am Dienstag an. In der Hauptstadt Damaskus wurde der Bruder des Parlamentspräsidenten Dschihad Lamad getötet. Usama Laham sei erschossen worden, berichtete die staatliche Nachrichtenagentur Sana. Wie die türkische Nachrichtenagentur Anadolu meldete, sollen sieben syrische Generäle in die Türkei übergelaufen sein.

Auf den Golanhöhen traf die Kugel eines syrischen Soldaten das Fahrzeug eines israelischen Kommandeurs. Dabei entstand nur Sachschaden. Nach Einschätzung der israelischen Armee wurde die Kugel abgefeuert, als die syrische Armee Aufständische in der Gegend verfolgte und war nicht auf das Patrouillenfahrzeug gerichtet.

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Quelle: F.A.Z.

 
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Veröffentlicht: 06.11.2012, 16:52 Uhr

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