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Syrien-Krise Saudi-Arabien fordert Bürger zu Verlassen des Libanons auf

 ·  Saudi-Arabien hat seine Bürger aufgefordert, umgehend den Libanon zu verlassen. Befürchtet werden Entführungen von Sunniten als Vergeltung für Geiselnahmen im Nachbarland Syrien.

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Saudi-Arabien hat seine Bürger zum umgehenden Verlassen des Libanons aufgefordert. Hintergrund sind Befürchtungen, dass Schiiten als Vergeltung für Geiselnahmen von Libanesen und Iranern durch syrische Rebellen nun saudiarabische Bürger entführen könnten. Saudi-Arabien ist sunnitisch geprägt.

Die Erklärung der Botschaft des Landes in Beirut wurde am Mittwoch von der amtlichen saudiarabischen Nachrichtenagentur verbreitet. Darin werden die Bürger des Golfstaats aufgefordert, den Libanon zu verlassen, und vor Reisen in das Land gewarnt.

Ausschreitungen in Beirut

Nach Berichten über den angeblichen Tod von in Syrien verschleppten libanesischen Pilgern hat es in Beirut unterdessen Ausschreitungen gegen Syrer gegeben. Angehörige und Nachbarn der verschleppten Libanesen hätten am Mittwoch in dem schiitischen Viertel Tiro im Süden der Hauptstadt angefangen, Syrer auf den Straßen anzugreifen, berichtete die amtliche Nachrichtenagentur Ani. Grund waren unbestätigte Berichte, wonach vier der schiitischen Pilger in der nordsyrischen Rebellenhochburg Asas getötet worden seien.

Nach Angaben der Syrischen Beobachtungsstelle für Menschenrechte in London waren bei einem Luftangriff auf ein Hauptquartier der Aufständischen in Asas am Mittwoch vier der elf schiitischen Pilger schwer verletzt, jedoch keiner getötet worden. Die Libanesen waren im Mai im Norden Syriens verschleppt worden. Der oppositionelle Syrische Nationalrat verurteilte die Übergriffe auf die Syrer, bei denen es sich nach seinen Angaben um Flüchtlinge handelte. Zuvor hatte ein schiitischer Clan im Süden des Libanon mitgeteilt, mindestens 20 Syrer entführt zu haben, um ein nahe Damaskus entführtes Clanmitglied freizupressen.

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Von Berthold Kohler

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