Home
http://www.faz.net/-gq9-75ck4
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, BERTHOLD KOHLER, GÜNTHER NONNENMACHER, HOLGER STELTZNER

Syrien-Konflikt Geheimbesuch Netanjahus in Jordanien

Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hat laut einem Medienbericht Gespräche mit Jordaniens König Abdullah II. über den Konflikt in Syrien geführt. Bei dem Treffen sei es insbesondere um Chemiewaffen im Besitz der syrischen Führung gegangen.

© dpa Vergrößern In Sorge um Syriens Chemiewaffen: Benjamin Netanjahu

Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu soll nach Medienberichten zu einem Geheimbesuch in das Nachbarland Jordanien gereist sein. Der israelische Rundfunk meldete am Donnerstag unter Berufung auf Regierungskreise, Netanjahu habe dort König Abdullah II. besucht. Ein Sprecher Netanjahus wollte sich jedoch am Donnerstag nicht dazu äußern.

Nach einem Bericht der panarabischen Zeitung „Al Kuds al Arabi“ ging es bei dem Besuch um die syrischen Chemiewaffen. Israel hat die Sorge, dass diese Waffen nach einem Sturz des Regimes von Baschar al NetanjahuAssad in die Hände von Extremisten fallen könnten.

„Richten uns darauf ein, in Syrien einzugreifen“

Die amerikanische Zeitschrift „The Atlantic“ hatte zu Monatsbeginn berichtet, Netanjahu habe Jordanien um Erlaubnis gebeten, die syrischen Chemiewaffen-Depots anzugreifen. Jordanien habe dies jedoch bereits zweimal abgelehnt.

Der israelische Strategieminister Mosche Jaalon sagte dem israelischen Rundfunk, die Vereinigten Staaten richteten sich auf die Notwendigkeit ein, in Syrien einzugreifen. „Ich weiß nicht, ob es darum geht, Soldaten dort reinzuschicken, aber es gibt verschiedene Möglichkeiten“, sagte Jaalon. Israel verfolge die Entwicklungen aufmerksam. Die größte Sorge sei gegenwärtig, dass die Waffen in die Hände feindlicher Elemente fallen oder vom Assad-Regime gegen die eigene Bevölkerung eingesetzt werden könnten.

Mehr zum Thema

Quelle: DPA

 
 ()
   Permalink
 
 
 

Hier können Sie die Rechte an diesem Artikel erwerben

Weitere Empfehlungen
Kampf um den Tempelberg Unter fremden Menschen

Seit immer mehr rechte und religiöse Israelis auf den Jerusalemer Tempelberg pilgern, kehrt dort keine Ruhe mehr ein. Jeder Zentimeter, jede Sekunde ist umkämpft. Mehr Von Hans-Christian Rößler, Jerusalem

14.11.2014, 11:10 Uhr | Politik
Syrien Wie die Vereinten Nationen Assad stärken

Mehr denn je droht die Freie Syrische Armee zwischen den Truppen von Assad und den Dschihadisten zerrieben zu werden. Die neue Strategie der UN wird sie weiter schwächen. Mehr Von Markus Bickel, Beirut

20.11.2014, 11:56 Uhr | Politik
Syrien Kämpfe an israelischer Grenze

Die Stadt ist die letzte wichtige Bastion von Baschar al Assad im Süden Syriens: Rebellen sind in Baath City eingedrungen. Das Gebiet nahe den Golan-Höhen ist stark umkämpft. Mehr

20.11.2014, 21:56 Uhr | Politik
   Permalink
 Permalink

Veröffentlicht: 27.12.2012, 09:44 Uhr

Russische Tatsachen

Von Reinhard Veser

Der Kreml ist am Krieg in der Ukraine beteiligt, das bestätigen auch die Separatisten ganz offen. Wer das noch leugnet, verschließt die Augen vor den Tatsachen. Mehr 103