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Syrien Frankreich hilft „befreiten Zonen“

 ·  Frankreich will einen großen Teil seiner Finanzhilfen für Syrien gezielt „befreiten Zonen“ zukommen lassen, die von den Rebellen kontrolliert werden. Dort müsse nun eine Verwaltung eingerichtet werden, sagte Außenminister Fabius.

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Frankreich will den Rebellen in Syrien gezielt Hilfe zukommen lassen. Gemeinsam mit der Türkei habe man „befreite Zonen“ im Norden und Süden ausgemacht, die nicht mehr von Machthaber Baschar Al Assad kontrolliert würden, sagte Außenminister Laurent Fabius nach einem Treffen des UN-Sicherheitsrates in New York. „Wir wissen, dass die Opposition im Norden und Süden starke Stellungen aufgebaut hat“, sagte er. Dort müsse nun eine Verwaltung eingerichtet werden. Von den fünf Millionen Euro an geplanter Syrien-Hilfe werde Frankreich einen großen Teil in diese Gebiete umleiten.

Die Regierung in Ankara warnte vor einem „humanitären Desaster“ in Syrien und bekräftigte ihre Forderung nach Einrichtung von Sicherheitszonen für die Zivilbevölkerung. „Wie lange werden wir zusehen, wie eine ganze Generation mit willkürlichen Bombardements ausgelöscht wird?“, sagte der türkische Außenminister Ahmet Davutoglu an die Mitglieder des UN-Sicherheitsrats gerichtet, wo Russland und China eine härtere Gangart gegenüber dem Assad-Regime verhindern.

Der Sicherheitsrat hatte am Donnerstag über den andauernden Bürgerkrieg in Syrien und die steigende Zahl an Flüchtlingen beraten. Der deutsche UN-Botschafter Peter Wittig kritisierte die andauernde Blockade in der Syrien-Frage. „Wir sind zur Untätigkeit verdammt worden“, sagte Wittig der Nachrichtenagentur AFP. Derzeit sei „keine Resolution oder robuste Reaktion“ des Sicherheitsrates zu erwarten.

In der nordsyrischen Provinz Aleppo gründeten Rebellen einen „Revolutionären Übergangsrat.“ Diesem gehörten Politiker, Zivilisten und Militärs an, hieß es in einer vom Sender Al Arabija zitierten Erklärung. Der Rat solle helfen, eine Übergangsführung für das ganze Land zu bilden. Das versucht auch der Syrische Nationalrat, der größte Dachverband, von dem es aber heißt, er sei nicht eng genug mit der Opposition im Land verbunden. Ferner scheint er derzeit auch Unterstützung im Ausland einzubüßen.

Kritik an Mursis Auftritt in Teheran

Unterdessen kritisierte ein iranischer Parlamentarier den Auftritt des ägyptischen Präsidenten Muhammad Mursi auf dem Gipfel der blockfreien Staaten Teheran. Mursi fehle die „notwendige politische Reife“, um einen Gipfel der Blockfreien Staaten zu leiten, sagte der ehemalige stellvertretende Außenminister Hussein Scheicholeslam am Freitag der Nachrichtenagentur Mehr. Der ägyptische Präsident hatte das mit Iran verbündete Assad-Regime als „Unterdrückungsregime“ und die Unterstützung des Aufstands als moralische Pflicht bezeichnet.

Die Regierung in Washington hieß die „starken“ und „hilfreichen“ Worte des ägyptischen Präsidenten gut. Auch arabische Zeitungskommentatoren lobten den aus der islamistischen Muslimbruderschaft stammenden Mursi für seinen Auftritt in Teheran. Der iranische Revolutionsführer Ali Chamenei bezichtigte Amerika und Israel, „die verdeckten Hauptverantwortlichen der schmerzhaften Probleme in Syrien“ zu sein.

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Jahrgang 1975, Redakteur in der Politik.

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