Bei einem Anschlag auf die Sicherheitskräfte des Assad-Regimes sollen am Dienstag in Damaskus Dutzende Personen getötet worden sein. Zwei Gruppen Aufständischer behaupteten, den Anschlag auf ein Treffen von Geheimdienstmitarbeitern und Schabiha-Milizen verübt zu haben. „Dutzende Offiziere und Schabiha wurden getötet“, sagte ein Angehöriger der „Brigade der Enkel des Propheten“ dem saudi-arabischen Nachrichtensender Al Arabija.
Die Nachrichtenagentur Reuters zitierte einen Sprecher der Gruppe Ansar al Islam, der sagte, mehrere Sprengsätze seien in der Nähe eines Schulgebäudes gezündet worden, in dem das Treffen stattgefunden habe. Die staatliche Nachrichtenagentur Sana berichtete ebenfalls von einem Anschlag auf eine Schule in Damaskus; demnach sollen dabei sieben Menschen verletzt worden sein. Nach Angaben westlicher Geheimdienste haben islamistische Gruppen seit Ende vergangenen Jahres Dutzende Anschläge in Syrien verübt.
Cousin von Al-Qaida-Führer verhaftet
Die Tageszeitung „Al Sharq al Awsat“ berichtete am Dienstag, dass ein Cousin des 2006 getöteten Al Qaida-Führers im Irak, Abu Mussab al Zarqawi, beim Versuch, aus Jordanien nach Syrien einzudringen, festgenommen wurde. Demnach wollte sich der Mann namens Omar al Chalaila gemeinsam mit anderen Extremisten dem Kampf gegen Machthaber Baschar al Assads anschließen.
Ein Sprecher der oppositionellen Freien Syrischen Armee sagte am Dienstag, einer der Führer der radikalen Islamisten in Syrien, Oberst Kassem Saadedin, habe ein von Schabiha-Milizionären verübtes Attentat in der zentralsyrischen Provinz Hama überlebt.
Granateneinschlag auf den Golanhöhen
In den von Israel besetzten Golanhöhen schlugen am Dienstag mehrere Granaten aus Syrien ein. Der Granateneinschlag in einer Obstplantage sei der UN-Beobachtertruppe gemeldet worden, die den Waffenstillstand zwischen den beiden Ländern überwacht, sagte ein Sprecher der israelischen Armee. Es habe sich nicht um einen Angriff gehandelt.
Schon Ende Juli sei eine offenbar gegen ein syrisches Dorf gerichtete Granate auf israelischer Seite der Grenze eingeschlagen.