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Syrien : Assad lehnt Gang ins Exil ab

  • Aktualisiert am

Will bleiben: Assad lehnt ausländisches Asyl ab. Bild: AFP

Assad will nicht ins Exil gehen, um den Konflikt in seinem Land beizulegen. Er warnte in einem Interview außerdem vor ausländischen Interventionen. Die Kämpfe in Damaskus gehen derweil weiter.

          Der syrische Staatschef Baschar al Assad hat einen Gang ins Exil zur Beilegung des Konflikts in seinem Land abgelehnt. „Ich bin keine Marionette (...) Ich bin Syrer und ich muss in Syrien leben und sterben“, sagte Assad am Donnerstag dem arabischsprachigen russischen Fernsehsender Rusija al Jaum laut einer Niederschrift des Interviews auf dessen Website. Der britische Premierminister David Cameron hatte sich am Dienstag dafür ausgesprochen, Assad eine sichere Ausreise aus Syrien zu ermöglichen. Zugleich forderte Cameron, Assad müsse sich vor der internationalen Justiz verantworten.

          Assad warnte in dem Interview ferner vor einer ausländischen Intervention, um den Konflikt in Syrien zu beenden. Dies hätte „globale Folgen“ und würde die regionale Stabilität erschüttern. Syrien sei die „letzte Bastion für Säkularismus, Stabilität und Ko-Existenz in der Region“. „Der Preis einer ausländischen Intervention in Syrien, wenn sie stattfände, wäre höher, als es sich die Welt leisten kann.“

          Öffentliche Auftritte oder Äußerungen des syrischen Präsidenten sind selten. Zuletzt zeigte ihn das Staatsfernsehen am 26. Oktober. Aus der syrischen Opposition kam vielfach der Ruf nach ausländischer Hilfe für die Rebellen, die seit fast 20 Monaten gegen Assads Regierungstruppen kämpfen. Dabei kamen nach Angaben von Menschenrechtsgruppen bislang mehr als 37.000 Personen ums Leben.

          Weiter Gefechte in Damaskus

          Derweil meldeten Aktivisten neue Kämpfe und Feuerangriffe aus Damaskus. Mehrere Raketen seien am Vormittag in den Vierteln Nahar Aischa und Midan eingeschlagen. Eine Frau sei dabei getötet worden, berichtete die oppositionelle Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte in London. Derweil trafen in Tadamun und im Palästinenserlager Jarmuk, wo es in den vergangenen Tagen heftige Gefechte gab, Zusatztruppen der Armee ein.

          Im ganzen Land, aber vor allem in der Region um Damaskus, flog die Luftwaffe nach Angaben der Beobachtungsstelle neue Angriffe. Kämpfe gab es auch in Aleppo, wie Bewohner berichteten. In der zentralen Provinz Homs wurden laut Beobachtungsstelle zwei Zivilisten getötet.

          Quelle: AFP

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