In der syrischen Hauptstadt Damaskus ist es den dritten Tag in Folge zu Gefechten zwischen Aufständischen und Regierungskräften gekommen. Oppositionelle berichteten am Dienstag, dass Raketen und Artilleriegeschosse im Viertel Tadamon am Rande der Stadt eingeschlagen seien. Im Stadtteil Midan seien Sicherheitskräfte mit Panzern in Stellung gegangen.
Die Regierung hält sich mit Äußerungen über die Kämpfe in Damaskus bedeckt. Das amtliche Fernsehen berichtete am Montag, dass Sicherheitskräfte auf der Jagd nach „Terrorgruppen“ seien, die sich in einigen Vierteln versteckt hielten. Einer der Oppositionellen berichtete in Tadamon, die Rebellen verteilten sich über die Stadt, um eine Niederlage wie in der Stadt Homs zu umgehen. Dort konzentrierten sich die Kämpfer im Viertel Baba Amr, das von Truppen des Staatschefs Baschar al Assad schließlich gestürmt wurde.
Die Gewalt in Syrien sollte am Dienstag auch bei einem Besuch des UN-Sondergesandten Kofi Annan beim russischen Präsidenten Wladimir Putin in Moskau zur Sprache kommen. Der Westen fordert von der Regierung, Assad nicht mehr zu unterstützen. Russland scheint dazu aber nicht bereit zu sein und verhindert im UN-Sicherheitsrat gemeinsam mit China eine Resolution gegen die syrische Führung.
Iran: Stehen in Kontakt mit der syrischen Opposition
Iran hat nach eigenen Angaben Gespräche mit den Regimegegnern in Syrien geführt. „Iran hatte Kontakte mit der syrischen Opposition“, sagte ein Sprecher des iranischen Außenministeriums am Dienstag in Teheran, ohne Details zu nennen. Zugleich bekräftigte er die Bereitschaft Irans, in dem Konflikt als Vermittler und Gastgeber für Friedensgespräche zu fungieren.
Die Anliegen der syrischen Opposition sollten in angemessener Atmosphäre und ohne die Einmischung fremder Länder angeschnitten werden können. Iran hatte sich bereits am Sonntag als Vermittler ins Gespräch gebracht.
Schockierende Bilder von Rebellen
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