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Veröffentlicht: 30.12.2015, 05:56 Uhr

Straße von Hormus Iran feuert Raketen unweit von amerikanischem Flugzeugträger

Provokation oder Unbedachtheit? Amerikas Militär beschwert sich über iranische Gefechtsübungen. Die Vorwarnzeit sei viel zu kurz gewesen, der Raketenabschuss gefährlich und unprofessionell.

© AFP Der Flugzeugträger „USS Harry S. Truman“ (r.) und der Kreuzer „USS Gettysburg“ auf dem Weg Richtung Nahost

Iranische Marineschiffe haben nach Angaben des amerikanischen Militärs nahe eines Verbandes um den Flugzeugträger „USS Harry S. Truman“ Raketen abgefeuert. Eine Benachrichtigung über den Abschuss, der aus omanischen Gewässer erfolgte, sei lediglich 23 Minuten zuvor erfolgt, teilte das Zentralkommando in Tampa (Florida) mit.

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Der Vorfall ereignete sich demnach am 26. Dezember in der Straße von Hormus, der Meeresenge zwischen den Golfstaaten und Iran. Auch Handelsschiffe seien in der Nähe gewesen. Keine der Raketen wurde in Richtung eines Schiffes abgefeuert. Kurz zuvor hatte die iranische Armee eine Militärübung mit scharfer Munition angekündigt und Schiffe aufgefordert, sich fern zu halten.

„Gefährlich und unprofessionell"

Mit der kurzen Vorwarnzeit sei das Vorgehen sei „äußerst provokativ, gefährlich und unprofessionell“ gewesen, sagte ein Sprecher des amerikanischen Militärs. Die Aktionen stellten auch infrage, ob Iran seinen Verpflichtung für die Sicherheit in der extrem bedeutsamen internationalen Wasserstraße nachkomme. Üblicherweise arbeiteten die Seestreitkräfte beider Länder routiniert und fachmännisch zusammen.

Die „USS Harry S. Truman“ war den Angaben zufolge in Begleitung von zwei weiteren Kriegsschiffen der internationalen Koalition gegen die Terrormiliz „Islamischer Staat“ (IS) auf den Weg in den Persischen Golf. Eine der Raketen kam bis auf eine Entfernung von 1500 Meter an den Flugzeugträger heran. Auch eine französische Fregatte befand sich demnach in der Gegend.

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Von Christian Heinrich Meier

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