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Sicherheitshinweise aktualisiert : Auswärtiges Amt warnt vor Terror-Anschlägen in 30 Staaten

  • Aktualisiert am

IS-Anhänger demonstrieren in Syrien gegen die amerikanischen Luftangriffe Bild: AP

Für mehr als 30 Länder hat die Behörde ihre Sicherheitshinweise aktualisiert. Sie fürchtet Terroranschläge und Gewalt gegen Reisende aus dem Westen.

          Nach den Anschlagsdrohungen der Dschihadistengruppe Islamischer Staat (IS) hat das Auswärtige Amt seine Sicherheitshinweise für Reisende rund um den Globus aktualisiert. Für mehr als 30 Länder in Nahost, Afrika und Asien gab das Außenministerium bis Freitagnachmittag aktualisierte Hinweise heraus. Darin heißt es, die IS-Miliz habe mit „Anschlägen auf die Interessen westlicher Länder gedroht“. Es sei nicht auszuschließen, dass westliche Ausländer auch im Ausland „Ziel terroristischer Gewaltakte, von Entführungen und von kriminellen Übergriffen“ durch IS-Sympathisanten werden könnten.

          Die IS-Miliz hatte am Montag dazu aufgerufen, wahllos Bürger jener Staaten zu töten, die sich an der internationalen Koalition gegen die Dschihadisten beteiligen. In dem jeweils gleichlautenden „dringenden regionalen Sicherheitshinweis“ des Auswärtigen Amtes heißt es nun, erhöhte Anschlags- und Entführungsrisiken bestünden etwa an Orten, „an denen regelmäßig westliche Staatsangehörige verkehren“. Deshalb werde zu „erhöhter Wachsamkeit“ geraten. Menschenansammlungen sollten gemieden und die Anweisungen örtlicher Sicherheitsbehörden befolgt werden. Reisende sollten die Berichterstattung in den Medien verfolgen.

          Zu den Ländern, deren Sicherheitshinweise aktualisiert wurden, gehörten bis zum Abend mehr als drei Dutzend Länder im Nahen Osten, Afrika und Asien. Namentlich waren dies Afghanistan, Ägypten, Algerien, Bahrein, Bangladesch, Burkina Faso, Dschibuti, Indonesien, Israel, Irak, Iran, Jemen, Jordanien, Kamerun, Qatar, Kenia, Kuweit, Libanon, Libyen, Malaysia, Mali, Marokko, Mauretanien, Niger, Nigeria, Oman, Pakistan, Philippinen, Saudi-Arabien, Senegal, Somalia, Sudan, Syrien, Thailand, Tschad, Tunesien, die Vereinigten Arabischen Emirate sowie die Palästinensischen Gebiete.

          Syrien-Heimkehrer festgenommen

          Doch die Gefahr lauert nicht nur im Ausland. In Nordrhein-Westfalen hat die Polizei einen 21-Jährigen Syrien-Heimkehrer und Sympathisanten der IS-Miliz festgenommen. Dem jungen Mann aus Mülheim/Ruhr wird die Vorbereitung einer schweren staatsgefährdenden Gewalttat vorgeworfen. Er habe eingeräumt, sich beim IS in Syrien aufgehalten zu haben, teilten Polizei und Staatsanwaltschaft am Freitag mit. „Es bestand aber keine unmittelbare Gefahr für die Bevölkerung“, sagte ein Polizeisprecher. „Wir konnten ihn aber auch nicht einfach laufenlassen.“ Weitere Details nannte er nicht. Ein Gericht erließ Haftbefehl.

          Der junge Mann war nach Angaben der Polizei Ende August von einem mehrwöchigen Aufenthalt in Syrien zurückgekehrt. Seitdem war er von Sicherheitskräften beobachtet worden. Auf seiner Facebook-Seite habe er die schwarze Flagge des IS gezeigt, hieß es. Eine Durchsuchung seiner Wohnung in Mülheim/Ruhr, bei der Dateien gefunden worden seien, habe den Verdacht erhärtet, dass er eine schwere staatsgefährdende Gewalttat vorbereitet habe.

          Um welche Straftaten genau es sich handelt, wollten die Behörden nicht sagen. Infrage kommen etwa Geldsammlungen für terroristische Organisationen, die Ausbildung an Schusswaffen, Geiselnahme oder Mord.

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