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Westjordanland : Palästinenser verübt Säureanschlag auf israelische Familie

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An einem Kontrollpunkt bei Bethlehem hat ein Palästinenser fünf Israelis mit Säure verletzt, darunter drei Kinder. Der Angreifer selbst wurde durch Schüsse schwer verletzt.

          Bei einem Angriff mit Säure sind am Freitag fünf Mitglieder einer israelischen Familie verletzt worden. Ein Palästinenser hatte in der Nähe eines Kontrollpunktes bei Bethlehem eine ätzende Flüssigkeit durch ein offenes Fenster in ihren Wagen geschüttet. Die fünf Israelis, unter ihnen drei Kinder, trugen nach Polizeiangaben leichte Verletzungen davon.

          Der palästinensische Angreifer sei durch Schüsse schwer verwundet worden. Er soll laut Presseberichten versucht haben, auf den Vater mit einem Schraubenzieher einzustechen. In der Gegend waren zuvor mehrere Anschläge mit Messern auf Israelis verübt worden. Nach dem Tod eines früheren palästinensischen Ministers infolge einer Auseinandersetzung mit israelischen Soldaten am Mittwoch war in den Palästinensergebieten und in Jerusalem eine neue Eskalation befürchtet worden.

          Nach Einschätzung israelischer Ärzte starb Ziad abu Ain an einem Herzinfarkt, während palästinensische Politiker den Soldaten vorwerfen, ihn getötet zu haben. Die Armee verlegte zusätzliche Truppen ins Westjordanland. In Hebron und anderen Orten im Westjordanland kam es am Freitag vereinzelt zu gewaltsamen Protesten, während das Freitagsgebet in der Jerusalemer Al-Aqsa-Moschee ruhig verlief und zum vierten Mal keinen Altersbeschränkungen unterlag.

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