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Parlamentswahl in zwei Monaten Ägypten hat eine neue Verfassung

 ·  Ägypten hat eine neue Verfassung. Sie wurde maßgeblich von Islamisten geschrieben. Nun bereitet sich das Land auf die Parlamentswahl vor. Die Regierung schränkte aus Sorge vor einem Sturm auf die Banken den freien Geldverkehr ein.

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geg praetor
geg praetor (chattus) - 27.12.2012 11:55 Uhr

Felix Aegyptus

Wenn die neue Verfassung „den Islam-Gelehrten künftig mehr Einfluss“ gibt, ist das ein essentieller Unterschied zur Verfassung von1971. Die Orientierung der Gesetzgebung an der Scharia statt an z. B: allgemeinen Menschenrechten (wie sie seit 1789 in vielen Deklarationen fixiert wurden) ist vergleichbar einer Situation, in der deutsche Gesetzgebung jeweils ein kirchliches „placet“ einholen müsste, - was zu Recht als ungeheuerlich verurteilt würde. Die Bindung ägyptischer Gesetzgebung ist nicht anders zu bewerten und das sind keine „Stammtischsprüche“.

Was von strikter Scharia-Orientierung zu erwarten ist, kann man sehr wohl an Praxis islamischer Länder sehen, wo (von Türkei vielleicht abgesehen) vollentwickelte Demokratie mit allgemeinen und gleichen Menschenrechten praktisch nur rudimentär/verkümmert oder überhaupt nicht existiert.

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 28.12.2012 12:22 Uhr
thomas flacke
thomas flacke (kluksch) - 28.12.2012 12:22 Uhr

Demokratie

Eventuell liegt das ja auch daran, dass die Mehrheit der Menschen in diesen Ländern, zumal auf dem Land, einfach nichts von einer Demokratie nach westlichem Vorbild hält und die Religion im Gegensatz zu unseren säkularisierten Gesellschaften Europas eine ganz bestimmende Rolle im alltäglichen Leben der Menschen spielt. Menschenrechte sind eine gute Sache. Aber wo werden die denn bitteschön eingehalten? In Amerika, wo mit Guantanamo ein rechtsfreier Raum geschaffen wurde? In Frankreich, wo Romalager aufgelöst werden und die Menschen ohne jedes Recht aus dem Land gejagt wurden? Oder überhaupt in Europa, wo Flüchtlingen aus Afrika die Einreise unmöglich gemacht wird und diktatorische Marionettenregierungen, die sich sicherlich nicht an "Menschenrechte" halten,
aktiv unterstützt wurden,um eben diese Flüchtlingsströme mit allen Mitteln zurückzuhalten?
Deutschland exportiert Waffen nach Saudi-Arabien, damit da die unwahrscheinlch toleranten
Wahabiten die Menschenrechte durchsetzen können!usw

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Jan Petersen

Stammtischgerede

Da geben sich die FAZ-Korrespondenten nun wirklich Mühe, mit gut informierten Berichten ein differenziertes Bild der Situation in Ägypten zu zeichnen, doch bei einigen Lesern ist dies vergebliche Liebesmüh.

Ohne Rücksicht auf die Fakten werden Stammtischsprüche über die Scharia und das Schicksal Ägyptens als zweiter Iran veröffentlicht und die Verelendung des Landes prophezeit.

Dabei wurde der Verweis auf die Prinzipien der Scharia unverändert aus der Verfassung von 1971 übernommen, und ein Versuch der Salafis, dies abzuändern, wurde von Liberalen und Muslimbrüdern gemeinsam abgelehnt.

Die Kritik der Opposition bezieht sich denn auch viel mehr auf fehlende Artikel zur sozialen Gerechtigkeit und auf die Stellung des Präsidenten und des Militärs (siehe FAZ-Interview mit Hamdin Sabbahi).

Übrigens werden informierte Touristen auch weiterhin ihren Urlaub in Ägypten genießen, denn Hurghada und Sharm El Sheikh sind vom Tahrir-Platz genauso weit weg wie Oberammergau von Kreuzberg.

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chantalle ezer
chantalle ezer (ezer) - 26.12.2012 13:09 Uhr

Maerchen

Am Arabischen Frühling/Aufbruch stoert mich am meisten die westliche Berichterstattung: es wurde von gemäßigten Islamisten =Radikalen geschrieben. Das gibt es nur im Märchen.
Dass ein Volk von heute auf morgen demokratisch wird, ist ein weiteres Maerchen.
Dass die Devisenausgabe eingeschränkt wurde, ist der typische erste Schritt in Richtung Enteignung. Ich schätze die ägyptischen Christen werden bald so hohe Sonderabgaben zahlen muessen, dass sie freiwillig gehen.
Ich bin gespannt wie viel Geld Katar, Saudi-Arabien, Iran und die Emirate an Ägypten ueberweisen werden?

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Wolf Doleys

Die Freiheit der Person kommt gar nicht vor / Art. 4 Azhar-Islamismus, „Prinzipien der Scharia"


Der Weg Erdogans und des Klerikalfaschismus: „die islamische Art, etwas zu tun“, Art. 219

Die wirtschaftliche Verelendung wird weitergehen bei weiterem Bevölkerungswachstum.

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Antworten (2) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 27.12.2012 08:39 Uhr
joachim tarasenko

Klar, vorher war ja nichts, das gilt es aufzuholen

Na alles was man mit den alten Zeiten in der Türkei vergleicht kann nur ein Wirtschaftswunder sein. Es gab ja nicht viel. So und jetzt wird produziert und gehandelt um die Jahrzehnte der Stagnation vergessen zu machen. Sicher wird das jetzt als Wirtschaftswunder gefeiert. Im Vergleich zu Null ist jegliches Wachstum ein Wunder.

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Jan Petersen

Wirtschaftliche Verelendung ?

Erdogan mit wirtschaftlicher Verelendung in Zusammenhang zu bringen, ist nun wirklich völliger Unsinn.

Die Türkei hat unter seiner Regierung ein Wirtschaftswunder erlebt, von dem die Nachbarstaaten in der Region nur träumen können ...

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Teito Klein

no-go area Egypt

Egypt ist ein neuer "Gottesstaat" nach Iranischem Muster. Hier gilt die Sharia.
Früher war Egypt vielleicht einmal ein beliebtes Urlaubsziel, aber jetzt ...

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joachim tarasenko

Al Baradei sollte endlich seinen Mund halten

Al Baradei gibt der Welt Interviews und berichtet an seine Meister im Westen. Wie peinlich kann ein selbsternannter Kandidat sein? So wird das nichts mit der Emanzipation vom Westen. Irgendwann werden sie ihn verschwinden lassen, er bettelt regelrecht darum.Wie infantil würden wir aussehen wenn wir unsre Konflikte andauernd in die Welt hinaus tragen würden? Wer würde uns überhaupt ernst nehmen?

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Antworten (2) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 26.12.2012 13:40 Uhr
joachim tarasenko

Wo ist denn bei uns der Anspruch geblieben seit Beginn der EU Zeitrechnung?

Gestern hab ich grad wieder eine Doku gesehen auf ARD, man staune. Endlich mal was Informatives statt Propaganda. Dort wurde berichtet wie die Araber Handelskultur nach Europa brachten.Aus aller uns damaligen unbekannten Welt wurden Güter des täglichen Bedarfes und Dinge die wir nicht missen wollen, (Kaffee und Gewürze und Vieles mehr) zu uns gebracht. Im Orient wurden schon Paläste gebaut und Babylon, von denen sogar Alexander nie gehört hatte vorher. Er dachte sein staubiges Mazedonien wäre der Mittelpunkt der Erde. Aufgewacht ist er in Persien. Ich glaube eher dass der destruktive Einfluss nach Arabien kam als die Europäer und Türken, vor allem die Engländer dort unten auftauchten. Man kann es überall nachlesen, dem Internet sei Dank.Die Germanen hatten von fast nix eine Ahnung bevor Arabien noch nicht auf den Plan getreten ist. Bei uns ist noch lange alles nicht so toll wie man uns glauben machen will.

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Carsten Berg
Carsten Berg (Carberg) - 26.12.2012 12:42 Uhr

Ich bitte sie,

alle Araber tragen ihre Konflikte rundum in die Welt hinaus. Hat man hier schon gehört, dass
sich Katholiken und Andere mit Sprengmitteln bekriegen? Schiiten und Sunniten taten und tun
das laufend. Mit ihrer dummen Frauenpolitik tun sie alles, weiteren Misserfolg in ihre Gesell-
schaften zu tragen. Diese Krüppel-Staaten bräuchten dringend die Arbeitskraft ihrer Frauen.
Es geht in der Gleichberechtigung nur um die Befreiung der Arbeitskraft. Da ist weit und breit
kein moralischer Anspruch. Ohne die Massen der integrierten(!) wäre in Europa Armut und
politisches Mittelalter. Genau das ist in ganz Arabien geblieben. Das ist das arabische Problem,
das Dutzende Millionen Familien betrifft. Ganz Deutschland ist ein Produkt der Arbeitsteilung.
Ohne Demokratie und Selbststeuerung wäre kein Wohlstand zu machen.

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Wolfgang Kolberg

Diese Verfassung sollte man schonmal lesen...

Da sie in 20-30 Jahren auch so oder so änhlich die Verfassung in Deutschland sein wird. Der biologischen Aritmetik sein "dank".

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Andreas Würz

Friedliche Weihnachten...

...und ein Fest zum Feiern des Zusammentreffens der ganzen Familie.
In anderen Gegenden auf diesem Planeten (in diesem Fall Ägypten) eher ein Tag zum Trauern. So viele Menschen gingen auf die Straße gegen Mubarak um jetzt unter einem Mursi aggieren zu müssen. Die Verfassung ist ein Schlag ins Gesicht aller Kämpfer für ein freies Ägypten.
Die Frage, die sich aufdrängt, ist aber, warum nur 1/3 aller Ägypter zur Wahl ging. Zu groß war der gegenläufige Kurs der Oppostion (die einen für Enthaltung, da unrechtmäßig, die anderen für "Nein" zur Verfassung).
Was wir aber sehen, sind die gleichen Entwicklungen, die wir in Deutschland vor 70 Jahren hatten. Eine uneinige Opposition, ein frustriertes Volk und eine Partei, die sich alle Macht aus dem noch unerfahrenen demokratischen Staat nimmt, die verfügbar ist.
Und vielleicht ist es gerad da Zeit, einmal wieder als Deutscher das Geschichtsbuch rauszuholen und es der Welt zum Lesen geben. Denn unsere Geschichte ist (leider) kein Einzelfall.

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 26.12.2012 13:45 Uhr
joachim tarasenko

Ägypten ist überall

Wie viele gehen denn bei uns zur Wahl? Mal ehrlich jetzt. Ich hab noch nie gewählt. Und ich kenne auch niemand der jemals gewählt hätte. Die Regierungsparteien haben nicht mal 40% der Wählerschaft hinter sich. Wahrscheinlich nicht mal 20 % der wahlberechtigten Bevölkerung.
Die Wege sind weit in Ägypten und wer kann sich die Reisen in die nächste Stadt leisten? Und bitte, wir sind auch frustriert. Und das schon lange. Es wird meist auch nur gewählt zwischen der Pest und der Cholera um es mal zu überspitzen.

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Thomas Wiesengrund

Theorie und Praxis

Es wird spannend sein in den nächsten Wochen und Monaten zu beobachten, ob die neue Verfassung nur ein propagandistisches Aushängeschild ist, oder der Aufbruch in die erhoffte modernere Gesellschaft.
Mursi hat in den letzten Wochen erheblichen Gegenwind erlebt, mehr als er sich vorstellen konnte, aber "Er und Allah" haben Zeit, mehr Zeit als alle Anderen an dem "ägyptischen" Frühling Beteiligten. Er kann jetzt in aller Ruhe neue Strukturen aufbauen und hat dabei Spielraum in der Steuerung dieser Strukturen. Er kann sich auf die Religion berufen und Zweifler werden es schwer haben öffentlich gegen die Religion oder religionskonforme Gesetze zu argumentieren.
Man darf auch nicht vergessen, die neue Verfassung an sich ist das Eine, ihre Auslegung und Umsetzung das Andere.
Wir werden sehen wie sich die Theorie mit der Praxis verträgt..... als GEZ-Zahler natürlich in der ersten Reihe.

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 26.12.2012 12:34 Uhr
Carsten Berg
Carsten Berg (Carberg) - 26.12.2012 12:34 Uhr

Die neue Verfassung

kann es nicht werden, was wir uns --normalerweise-- von einer Reform versprechen würden.
Deshalb sind doch soviele Ä. voll dagegen. Wenn Koran"-wissenschaftler" im weltlichen Recht
mitmischen, geht es nicht ohne Koran und Scharia. Oder? Mit dieser Quasi-Absage an die Moderne sind zwangsläufig wirtschaftliche (Handels-, Finanzrecht) Konsequenzen verbunden, die riesig sind. Banken dürfen(!) keine Zinsen nehmen, kein Geldverleih ohne Zins, ja was will die Kreditwirtschaft noch tun? Den finanzdurstigen Firmen statt gekaufter Devisen gute Absichten bekunden ? Gegen die Gottesbotschafen des Koran ist null Einspruch und null Dis-
kussion erlaubt, wusste man das hier nicht ?

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Angelika  King
Angelika King (AIKing) - 26.12.2012 00:15 Uhr

Murksi und seine Brüder

werden Ägypten sicherlich ordentlich vermurksen. Da gebe ich Ihnen 100 Pro Recht Herr Berg.

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Christoph Rohde

Unterentwicklung geht weiter

Wenn sich Massen der Moderne verschließen und einem aggressiven Fatalismus anschließen, dann muss sich die moderne Welt schützen. Solange wir aber Beliebigkeitstheoretiker bis in die obersten Etagen agieren lassen, wird die zivilisierte Gesellschaft Stück für Stück aufgelöst.

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 28.12.2012 12:00 Uhr
thomas flacke
thomas flacke (kluksch) - 28.12.2012 12:00 Uhr

Moderne?

Was verstehen Sie denn unter der Moderne? Technischen Fortschritt? Ungehemmten Konsum?
Kasino-Kapitalismus, der ganze Volkswirtschaften in den Ruin treibt? Oder eine humanistische Ausrichtung der Gesellschaft , wie sie bei uns anzutreffen ist? In der die höchsten Würdenträger unseres Landes sich nicht entblöden, China oder Russland wegen Menschenrechtsverletzungen an den Pranger zu stellen, gleichzeitig aber Panzer und schwere Waffen in den Kongo oder nach Saudi-Arabien liefern? Könne Sie sich vorstellen, welchen Eindruck dies bei anderen Völkern hinterlässt? Die zivilisierte Welt,von der sie sprechen existiert doch nur, weil andere Völker jahrhunderte lang für unseren ( auch heutigen) Wohlstand bluten mussten. Die reine Heuchelei. Wie soll sich denn die "moderne" Welt gegenüber den "Barbaren" Nordafrikas schützen? hehe

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Jack Abustar
Jack Abustar (abustar1) - 25.12.2012 23:12 Uhr

Demokratie, der Gott der versagte.

Da wundern sich nun die Demokratieverliebten. Sie können nicht verstehen, dass Demokratie eine Diktatur einer Minderheit ist. Es hat gereicht 11 Millionen zu überzeugen um 41 Millionen ihren Willen aufzuzwingen (63.8 % bei einer 33%igen Wahlbeteiligung und 52 Mio. Wahlberechtigter). Eine Minderheit also diktiert einer Mehrheit Ihre Meinung auf. Nicht nur dass, die Mehrheit kann sich auf Schikane und einen Raubzug gegen Ihr jetziges und zukünftiges Vermögen einstellen. Und sie ist machtlos die Mehrheit. Und das soll das überlegenste Gesellschaftssystem sein - Demokratie? Aber logisches Denken wurde aus den Lehrplänen verbannt, schon lange und systematisch. Gut zu erkennen an der Standartantwort, natürlich als Frage getarnt: "Demokratie ist nicht perfekt, aber nenn mir doch ein besseres System". Ja es gibt eines, es heisst FREIHEIT. Freiheit bedeutet Grenzen bei den Möglichkeiten der Politik über Rechte und Eigentum anderer zu bestimmen. Das passt den Parteien aber nicht.

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 26.12.2012 11:41 Uhr
Rudi Gallensteyn

Das ist faktisch falsch

Den 41 Millionen wurde nichts aufgezwungen. Sie haben sich freiwillig ihrer Stimme enthalten. Das tut man wenn man sich mit jedem möglichen Ergebnis einer Wahl für einverstanden erklärt.
Manche Menschen können mit Freiheit eben nichts anfangen aund auch das sollte man als Demokrat akzeptieren.

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Michael Puschendorf

Die Außenpolitik des Westens

Seit Ende des zweiten Weltkrieges betreibt der Westen Außenpolitik nach dem Prinzip "Der Feind meines Feindes ist mein Freund". Die Amerikaner haben die Roten Khmer gegen die Vietnamesen Unterstützt, die Taliban wurden mit Unterstützung der Nato-Lander gegen die Russen aufgerüstet und jetzt im sogenannten Arabischen Frühling unterstützt man die oppositionellen Kräfte in Tunesien, Algerien, Lybien und Ägypten ohne zu wissen, wen man da wirklich an die Macht bringt. Um nicht falsch verstanden zu werden: ich bin kein Anhänger der alten Regimes im Norden Afrikas, aber Außenpolitik oder gar Diplomatie sollte anders aussehen.

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 26.12.2012 13:51 Uhr
joachim tarasenko

Selbst Jesus hat man ans Kreuz genagelt, Was will die Menschheit eigentlich?

Wo ist denn die neue schöne Welt der Demokratie nach Gaddafi, Ben Ali, Mubarak, Saleh abgeblieben die von unsren Medien so gefeiert wurde? Die sind nur Teil der Traumwelten von Westerwelle und Co. Und wer sind denn die Regimes z.B. in Libyen? Das sind die Stämme und die bestimmen wo es lang geht.Nicht Obama oder Merkel. Noch keine 3 Wochen und Mursi ist bejubelt worden. Er ist ein Islamist na und? Soll ja so üblich sein da unten. Es gab ein Referendum an welchem der Westen rum mäkelt. Auch in Syrien gab s eines aber die Anwort des Westens war NJET! Nach alter bolschewikischer Tradition. Nun ist Schlachten mit westlichen Waffen angesagt. Mursi ist nur ein Ablenkungsmanöver des Westens, der dort herum läuft wie der Elefant im berühmten Porzellan Laden. Bitte was weiss denn schon ein Westerwelle vom MO?

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Sebastian Holzer
Sebastian Holzer (gerus) - 25.12.2012 20:39 Uhr

Ich werde Ägypten von der Liste potentieller Urlaubsländer streichen

Es ist zu erwarten, dass mit der nun folgenden Islamisierung auf dem Weg zum Gottesstaat auch die Hass- und Gewaltausbrüche gegenüber „Ungläubigen“ zunehmen werden.
Gerade in einem armen Land mit hoher Analphabetenrate wie Ägypten wird sich das verstärken, was Sozialpsychologen als „kognitive Dissonanz“ bezeichnen.
Man trichtert – vor allem jungen - Muslimen die Überlegenheit des Islam und der islamischen Zivilisation ein, untermauert mit der Überlieferung der glorreichen Vergangenheit früherer Jahrhunderte. Erwachsen geworden, wird er nun mit einer Realität der Armut und Rückständigkeit in seiner Welt konfrontiert, wobei er auch sehen muss, dass ausgerechnet der "ungläubige" und "unmoralische" Westen in großem Wohlstand lebt und den Fortschritt in dieser Welt verkörpert.
Diese unerträgliche Dissonanz ist der Auslöser für die Frustration, die wiederum zur Gewaltbereitschaft gegen alles Westliche führen.

Und es gibt nichts, womit wir, der Westen, hiergegen angehen könnten.

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Antworten (2) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 27.12.2012 08:45 Uhr
joachim tarasenko

Das kann man pauschaul nicht so behaupten denk ich

Dann haben Sie nur die falschen Araber kennen gelernt. Man muss unterscheiden zwischen den Geschäftsleuten (denken Sie bei uns sind die Geschäftsleute nicht gierig?) und den einfachen Menschen. Die Gastfreundlichkeit der Araber wurde immer gerühmt. Man kann als Europäer viel von ihnen lernen in Bezug auf Menschlichkeit. Es gibt dort nicht mehr Falschheit als anderswo.
Überall sind die Menschen gleich.Vielleicht liegt es an der langen türkischen Besatzung durch die Osmanen wer weiss. Nur so eine Vermutung.

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Carsten Berg
Carsten Berg (Carberg) - 26.12.2012 12:22 Uhr

Ich bedauere das auch,

da ich aber immer Horror vor der Falschheit der Araber hatte, bin ich nie dahin. Ich kenne alle,
außer Ägypten, Lebanon und Syrien, und ich kann sagen, überall derselbe Dreck und die schreckliche Anbiederung auf der Jagd nach dem Cent vom Dollar. Staaten, die Ihre Jugend
nicht mal systematisch auszubilden in der Lage sind, verdienen (sich) die Achtung nicht, die sie so vehement einfordern.

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Carsten Berg
Carsten Berg (Carberg) - 25.12.2012 19:34 Uhr

Die Treppe hinauf, die hinab führt

Unabhängig von allen möglichen Problemen und deren Einzelheiten ist, dass sich Ägypten nicht aus eigener Kraft ernähren kann. Murksi und seine Brüder werden das miese System von Produktion und Reproduktion noch im einige Grade schädigen. Dann werden noch mehr, vor allem junge, Ägypter kein Ein- und Auskommen finden. Schon jetzt leben 20% von der Gnade des Westens und der USA, die große Mengen an Nahrungsmittel, Erdöl und Geld dort- hin verschenken. Das war in Camp David der Preis für Friede mit Israel. Ich bin sehr unsi- cher, ob die auf Allah den Allerbarmer vertrauende Brüder den Ernst der Lage wirklich sehen. Wahrscheinlich werden sie kommende innenpolitische, ökonomische Konflikte nach Außen ableiten und gegen Israel marschieren. Es ist genügend Zeit vergangen, um die verheeren- den Niederlagen von 1967 und 1973 vergessen zu haben.

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Antworten (4) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 30.12.2012 12:52 Uhr
Carsten Berg
Carsten Berg (Carberg) - 30.12.2012 12:52 Uhr

Ich habe in den Neunzigern

fast alle Nahoststaaten bereist, nur Libyen und Syrien nicht. Der Transfer von "Kultur" findet
seit langem statt: Sie nehmen fast alles, was sie bezahlen können. Übrigens, sie sind keine Moralapostel, ganz im Gegenteil. Bei den Saudis ist das Handy die Möglichkeit ansich... Das Problem liegt bei der nicht verwestlichen Unterschicht, die ohne Bildung und Berufsentwicklung gelassen wird. Darin liegt ein riesen Sprengstoff. Sie wird den Gang der Dinge bestimmen und sich immerfort auf die relig. Grundlagen berufen.

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Carsten Berg
Carsten Berg (Carberg) - 30.12.2012 12:46 Uhr

Was soll die Politik tun?

Den Ausbruch der Gewalt aus purem Hunger in nächste Nähe rücken? Alle Nicht-Öl-Staaten in Nahost sind nach wie vor pol. instabil. Hinzu kommt, sie haben zuviel (!) lebenshungrige Jugend, oft ist weniger als 1/3 über Dreissig.

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joachim tarasenko

Genau die Hilfe ist kontraproduktiv, sie animiert zum Nichtstun

Wo bitte wäre denn der Westen und vor allem die USA abgeblieben hätten sie nicht Millionen billige Sklaven für ihre Wirtschaft eingesetzt und Land geraubt ? Noch jedes Land haben sie ausgesaugt, auch wenn sie ihnen auch ein paar Vorteile gebracht haben. Man schaue sich nur die bittere Armut in Südamerika und Teilen von Asien an. (Vor allem die Philippinen mit einer Armutsrate von 90%). Dort wurde nix andres als Kirchen errichtet und ein Volk auf katholisch getrimmt von den Spaniern und den USA. Wir brauchen halt immer ein paar Untermenschen um uns besser fühlen zu können. Und sagen zu können: Hey guckt uns doch mal an, wir sind die Herren der Welt. Und trotz des Reichtums, man sehe sich Spanien mal an und die Portugiesen. Das beweist , ohne ihre Kolonien ging es nur bergab.Hirn gibt es überall, nicht nur im Westen. Die Mathematik kam aus Indien, die Forscher auch aus Arabien und dem Iran. Da saßen wir noch auf den Bäumen oder in Erdlöchern. Ohne Rom war bei uns Nichts!!!!

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joachim tarasenko

Araber sind ok, ich kenn einige

Das "miese" System kam von den Engländern nach Ägypten. Es wurde nur auf die lokalen Gepflogenheiten zugeschnitten. Wenn die grössten Räuber die die Welt jemals gesehen hat ein wenig Geld in die vom Westen ruinierte Gegend pumpen na und? Wo ist der Frieden denn abgeblieben von Camp David abgeblieben? Die Araber wollen keinen Krieg gegen Israel. Gucken Sie mal wie toll es sich die Golf Araber gehen lassen. Assad wollte auch keinen Krieg mit den Juden, Saddam auch nicht. Der Iran auch nicht. Das ist nur Propaganda. Der Islam ist nicht so schlecht wie er gemacht wird. Man kommt mit den Orientalen gut aus. Statt Kriege und den Untergang des Abendlandes herbei zu reden plädiere ich für den Austausch von Kultur. Das wäre schon lange angesagt

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25.12.2012, 19:37 Uhr

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Algerischer Verdruss

Von Christoph Ehrhardt

Die Hoffnung auf Reformen in Algerien ist nach dem abermaligen Wahlsieg Bouteflikas zerronnen. Bald dürften wieder Machtkämpfe in der Führung ausbrechen, um einen Nachfolger für den gebrechlichen Präsidenten zu bestimmen. Mehr 3 4