http://www.faz.net/-gq5-8746u

Palmyra : IS veröffentlicht Fotos der Tempel-Zerstörung

  • Aktualisiert am

Bild: AP

Die Terroristen des „Islamischen Staats“ haben Bilder der Zerstörung des Baal-Schamin-Tempels veröffentlicht. Von dem 2000 Jahre alten Bauwerk bleibt nur Schutt und Asche.

          Nach der Zerstörung des 2000 Jahre alten Baal-Schamin-Tempels in der zentralsyrischen Stadt Palmyra haben Anhänger der IS-Terrormiliz Bilder der Explosion verbreitet. Die am Dienstag im Internet kursierenden Fotos zeigen, dass das einzigartige Bauwerk offenbar völlig in Schutt und Asche gelegt wurde. Auf den Aufnahmen ist zu sehen, wie Unbekannte den Tempel zunächst verminen. Weitere Bilder zeigen eine große Rauchsäule sowie Trümmer.

          Aktivisten hatten zuvor über die Zerstörung des Tempels durch die Terrormiliz „Islamischer Staat“ (IS) berichtet. Die Unesco sprach von einem „Kriegsverbrechen“. UN-Generalsekretär Ban Ki-moon forderte, die Verantwortlichen müssten zur Rechenschaft gezogen werden.

          Vergangene Woche hatte die grausame Hinrichtung des 82 Jahre alten früheren Chef-Archäologen der Stadt, al-Assaad, international für Entsetzen gesorgt. Laut al-Assaads Sohn wurde sein Vater enthauptet und die Leiche in Stücke zerteilt.

          Der IS hatte Palmyra Ende Mai erobert. Die einstige Handelsmetropole gilt als einer der bedeutendsten Komplexe antiker Bauten im Nahen Osten. Seitdem besteht die Sorge, dass die Extremisten die zum Weltkulturerbe der Unesco gehörenden Schätze der Stadt völlig zerstören. Mehrere Mausoleen wurden bereits geplündert, Skulpturen zerstört und die größeren Ruinen vermint. Die Dschihadisten betrachten die Ausstellung von Statuen und die Verehrung von Mausoleen als „Götzendienst“.

          Offenbar bringen die Terroristen hier ein mit Sprengstoff gefülltes Fass in den Tempel Bilderstrecke

          Topmeldungen

          Doch ein Treffen mit Kim? : Die gefährlichen Spielchen des Donald Trump

          Erst sagt Amerikas Präsident das geplante Treffen mit Nordkoreas Machthaber Kim Jong-un ab, nun soll es wohl doch noch stattfinden. So riskiert Donald Trump Chaos, verprellt Verbündete – und verschafft Kim einen Vorteil.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.