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Pakistan : Bruder von Hakkani-Anführer erschossen

  • Aktualisiert am

Blut auf dem Boden: Schaulustige und Fotografen am Anschlagsort Bild: AFP

Bei einem Anschlag in Islamabad ist der Bruder eines wichtigen Führers des Hakkani-Netzwerks getötet worden. Die Hakkani-Gruppe wird für Attentate in Afghanistan verantwortlich gemacht. Amerika stuft sie als Terrorgruppe ein.

          Ein wichtiger Anführer des afghanischen Hakkani-Netzwerks ist in der pakistanischen Hauptstadt Islamabad getötet worden. Aus Polizeikreisen hieß es am Montag, Unbekannte hätten Nasiruddin Hakkani am Vorabend auf dem Weg zu seinem Haus am Stadtrand erschossen. Er galt als der maßgebliche Spenden-Beschaffer der radikalislamischen Organisation, die sein Vater Dschalaluddin Hakkani gegründet hatte und die sein Bruder Siradschuddin Hakkani anführt. Die Hintergründe der Tat waren zunächst unklar.

          Das Hakkani-Netzwerk kämpft vom pakistanischen Stammesgebiet Nord-Waziristan aus gegen die ausländischen Truppen in Afghanistan und wird für zahlreiche schwere Anschläge verantwortlich gemacht. Die Vereinigten Staaten haben die Gruppe wiederholt als größte Bedrohung in Afghanistan bezeichnet und Pakistan dafür kritisiert, sie gewähren zu lassen. Siradschuddin Hakkani erkennt den afghanischen Taliban-Chef Mullah Mohammad Omar als obersten Anführer an.

          Bestätigung aus Pakistan

          Aus pakistanischen Taliban-Kreisen wurde der Tod Nasiruddin Hakkanis bestätigt. Seine Leiche sei bereits zur Bestattung an den Ort Miran Shah in Nord-Waziristan gebracht worden, hieß es. Ein Polizist, der anonym bleiben wollte, sagte zum Tod Hakkanis: „Er stieg aus seinem Wagen, um Brot zu kaufen, und wurde von zwei Motorradfahrern angegriffen. Sie feuerten mehr als 20 Kugeln auf ihn ab, die ihn töteten. Außerdem wurde ein Zivilist verwundet.“

          Die Aufständischen in Afghanistan werden im Westen meist übergreifend als Taliban (Koranschüler) bezeichnet. De facto kämpfen aber im Wesentlichen drei unterschiedliche islamistische Gruppen gegen die afghanische Regierung und ihre ausländischen Unterstützer: Die Taliban, das Hakkani-Netzwerk und die Hesb-i-Islami (HIG) des früheren Premierministers Gulbuddin Hekmatyar.

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