http://www.faz.net/-gq5-88v1z
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, JÜRGEN KAUBE, BERTHOLD KOHLER, HOLGER STELTZNER
F+ Icon
F.A.Z. PLUS
abonnieren

Veröffentlicht: 11.10.2015, 05:21 Uhr

Naher Osten Israels Luftwaffe greift im Gazastreifen an

Die israelische Luftwaffe hat zwei Ziele der Hamas im Gazastreifen bombardiert. Bei dem Angriff sind ein Kind und eine Frau getötet worden. Kurz darauf sprengte sich eine Palästinenserin in die Luft und verletzte einen Polizisten.

© dpa Ein israelischer Jet bei einem Mänover.

Der Welle der Gewalt in Israel und den Palästinensergebieten hält an. Am Sonntagmorgen starben bei einem israelischen Luftangriff auf den Gazastreifen nach Krankenhausangaben eine palästinensische Frau und ihre Tochter.

Der Sprecher des Gesundheitsministerium in Gaza-Stadt sprach von einer 30-Jährigen und ihrer dreijährigen Tochter. Ein fünfjähriger Junge sowie ein Mann seien verwundet worden. Augenzeugen berichteten von einer kraftvollen Detonation in einem der Hamas-Lager in Gaza-Stadt, die ein in der Nähe stehendes Haus zum Einstürzen gebraucht habe.

© AP, reuters Westjordanland: Neue Gewalt in Nahost

Das israelische Militär erklärte, die Luftwaffe habe zwei Ziele der radikalislamischen Hamas angegriffen. Dies sei eine Antwort auf die beiden Raketen gewesen, die am Freitag und Samstag auf Israel abgeschossen wurden und keine Opfer gefordert hatten.

Kurz nach dem Angriff hat sich eine Palästinenserin im besetzten Westjordanland in die Luft gesprengt. Die Frau sei schwer und ein israelischer Polizist leicht verletzt worden, teilte die Polizei mit. Der Polizist hatte demnach an dem Kontrollposten in der Nähe der Siedlung Maale Adumim ein verdächtiges Fahrzeug entdeckt und die Fahrerin aufgefordert, anzuhalten. Als er näher kam, habe die Palästinenserin „Gott ist groß“ in arabischer Sprache gerufen und habe die Bombe in ihrem Auto zur Explosion gebracht.

In den vergangenen zwölf Tagen sind vier Israelis und 22 Palästinenser in Jerusalem, dem Westjordanland, Gaza-Stadt und anderen israelischen Städten getötet worden. Jüngst war bereits vor einer „dritten“ Intifada gewarnt worden.

© AP, reuters Westjordanland: Gewalt zwischen Israelis und Palästinensern eskaliert

Unschädlich machen

Von Reinhard Müller

Nicht die liberalen Rechtsstaaten müssen sich ändern, sondern die Terroristen – ansonsten werden sie unschädlich gemacht. Mehr 79

Zur Homepage