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Nachfolger Amr Mussas Ägyptens Außenminister führt Arabische Liga

 ·  Die Arabische Liga hat einen neuen Generalsekretär: Der ägyptische Außenminister al-Arabi wurde überraschend zum Nachfolger Amr Mussas bestimmt, der keine weitere Amtszeit anstrebt, weil er in Ägypten für das Präsidentenamt kandidieren will.

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Der ägyptische Außenminister Nabil al-Arabi ist am Sonntag zum neuen Generalsekretär der Arabischen Liga bestimmt worden. Die Außenminister der Mitgliedsländer sprachen ihm am Sitz der Organisation in Kairo einmütig das Vertrauen aus. Al-Arabi folgt seinem Landsmann Amr Mussa, der seit 2001 an der Spitze der Liga gestanden hatte. Dieser strebte keine neue Amtszeit an, weil er Ende des Jahres in Ägypten für das Präsidentenamt kandidieren will.

Der Arabischen Liga gehören 21 Staaten aus Nordafrika und Vorderasien sowie die Palästinensische Befreiungsorganisation PLO an. Die Wahl Al-Arabis, eines früheren Richters am Internationalen Gerichtshofs in Den Haag, kam überraschend. Auf ihn als einzigen Anwärter für den Posten des Generalsekretärs einigten sich Ägypten und Qatar erst am Sonntag wenige Stunden vor einem Außenminister-Treffen der Organisation in Kairo. Beide Länder zogen ihre beiden ursprünglichen Kandidaten buchstäblich in letzter Minute zurück.

Kairo hatte anfangs mit Mustafa al-Fikki einen Kandidaten benannt, der als langjähriger politischer Weggefährte des im Februar gestürzten Präsidenten Husni Mubarak für viele untragbar war. Qatar hatte schon zuvor den ehemaligen Generalsekretär des Golf-Kooperationsrates (GCC), Abdul Rahman Abdul al-Attia, ins Spiel gebracht. In der Regel beansprucht aber Ägypten - nach ungeschriebenem Gesetz - den Spitzenposten in der Arabischen Liga. Unklar blieb zunächst, wer Al-Arabi ins Amt des ägyptischen Außenministers folgen soll, das er erst seit dem 6. März ausübt. Er hatte den noch aus der Regierung Mubaraks stammenden Ahmed Abul Gheit abgelöst.

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