Home
http://www.faz.net/-gq9-741mw
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, BERTHOLD KOHLER, GÜNTHER NONNENMACHER, HOLGER STELTZNER

Nach Zusammenstößen Ausnahmezustand in Tunesien um drei Monate verlängert

Tunesiens Staatschef Moncef Marzouki hat den Notstand in seinem Land bis Januar 2013 ausgedehnt. Am Dienstag hatten militante Islamisten zwei Posten der nationalen Garde in einem Tuniser Vorort attackiert.

© dapd Vergrößern Ein Offizier der Nationalgarde hält am Mittwoch ein Poster in die Kamera, auf dem die Regierung gebeten wird, ihre Sicherheitskräfte zu schützen

Die tunesische Präsidentschaft hat den seit dem Sturz des früheren Staatschefs Zine al-Abidine Ben Ali im Januar 2011 geltenden Ausnahmezustand um weitere drei Monate verlängert. Staatschef Moncef Marzouki habe am Mittwoch entschieden, den Notstand bis Januar 2013 auszudehnen, meldete die amtliche Nachrichtenagentur TAP. Am Vortag hatte es blutige Zusammenstöße zwischen Sicherheitskräften und Islamisten gegeben.

Militante Islamisten hatten am Dienstag zwei Posten der nationalen Garde in einem Vorort der Hauptstadt Tunis angegriffen. Bei Kämpfen wurden nach offiziellen Angaben ein Angreifer getötet und zwei Sicherheitskräfte verletzt. Eine Polizeiquelle sagte der Nachrichtenagentur AFP, es habe zwei Tote gegeben; dies berichteten auch mehrere tunesische Medien.

Zur wiederholten Verlängerung des Ausnahmezustands führten immer wieder Demonstrationen und Sitzblockaden, die sich gegen soziale Missstände richteten. Auch Stammeskämpfe im Zusammenhang mit Waffen- und Schmugglergeschäften vornehmlich im Süden des Landes wurden als Grund angeführt.

In Tunesien hatte die Protestbewegung eingesetzt, die in der arabischen Welt für einen weitreichenden Umbruch sorgte. Bei der Wahl zur Verfassungsversammlung erhielt die islamistische Ennahda-Partei die Mehrheit.

Mehr zum Thema

Quelle: AFP

 
 ()
   Permalink
 
 
 

Hier können Sie die Rechte an diesem Artikel erwerben

Weitere Empfehlungen
Eintracht Frankfurt Aigner verlängert Vertrag bis 2018

Stefan Aigner spielt weiter mit dem Eintracht-Adler auf der Brust in der Fußball-Bundesliga: Er hat seinen Vertrag bis zum 30. Juni 2018 verlängert. Mehr

17.09.2014, 12:58 Uhr | Rhein-Main
Aufräumen auf dem Maidan

Kiews zukünftiger Bürgermeister Klitschko will den Unabhängigkeitsplatz sanieren - viele Demonstranten wollen ihre Posten aber nicht räumen. Mehr

01.06.2014, 15:46 Uhr | Aktuell
Afghanistan-Einsatz Nato dringt auf Truppen-Statut

Auf dem Nato-Gipfel in Wales will das Militärbündnis den Abschluss eines Abkommens, das den Verbleib der ausländischen Truppen in Afghanistan regelt. Auch Unterstützung für den Irak wurde thematisiert. Mehr

04.09.2014, 19:53 Uhr | Politik
Freude über den Pulitzer-Preis

Neben dem Guardian und der Washington Post wurden auch Journalisten der Nachrichtenagentur Reuters mit dem renommierten Pulitzer-Preis ausgezeichnet. Mehr

15.04.2014, 13:08 Uhr | Feuilleton
Online-Kampagne Amerikas Kampf gegen die IS-Propaganda

Das amerikanische Außenministerium verbreitet Propaganda-Bilder der islamistischen Terrormiliz IS in kommentierter Version. Es will Sympathisanten abschrecken und Widersprüche aufdecken. Eine fragwürdige Strategie. Mehr

09.09.2014, 05:06 Uhr | Politik
   Permalink
 Permalink

Veröffentlicht: 31.10.2012, 23:58 Uhr

Keine Alternative

Von Günter Bannas

Viele in der CDU kritisieren die Parteiführung für ihren Kurs gegenüber der AfD - und haben selbst keine Antwort auf sie. In der Merkel-CDU fehlen die Charakterköpfe, die durch Kraftmeierei die politischen Ränder binden könnten. Mehr 110 36