Home
http://www.faz.net/-gq9-742rd
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, BERTHOLD KOHLER, GÜNTHER NONNENMACHER, HOLGER STELTZNER

Libyen CIA weist Vorwürfe über verzögerten Einsatz zurück

Fox News wirft der CIA vor, zu lange gewartet zu haben, als die amerikanische Botschaft in Benghasi im September angegriffen wurde. Der Geheimdienst weist dies nun zurück: Man sei in weniger als 25 Minuten vor Ort gewesen.

© dapd Vergrößern Die amerikanische Botschaft in Benghasi nach dem Angriff

Beim Angriff auf das amerikanische Konsulat im libyschen Bengasi sind Mitarbeiter des Geheimdienstes CIA den bedrängten Diplomaten in weniger als 25 Minuten nach Eingang des ersten Notrufs zu Hilfe geeilt. Dies erklärten Mitarbeiter der CIA am Donnerstag und legten zugleich einen detaillierten Ablauf der Vorgänge am 11. September vor. Sie reagierten damit auf Medienberichte, wonach die CIA ihre Mitarbeiter vor Ort angewiesen habe abzuwarten.

Der den Republikanern nahestehende Sender Fox News hatte berichtet, CIA-Mitarbeiter in dem gut einen Kilometer vom Konsulat entfernten Geheimdienstgebäude hätten ihre Vorgesetzten angerufen und ihnen mitgeteilt, dass die diplomatische Vertretung beschossen werde. Ihnen sei daraufhin zwei Mal gesagt worden, sie sollten abwarten. Die CIA hat diesen Bericht nun öffentlich zurückgewiesen.

Alle Entscheidungen vor Ort getroffen

Geheimdienstmitarbeiter erklärten am Donnerstag vor Reportern, nach dem Notruf habe etwa ein halbes Dutzend Mitglieder eines CIA-Sicherheitsteams versucht, von libyschen Stellen schwere Waffen und andere Unterstützung zu erhalten. Als die Libyer nicht reagiert hätten, habe sich das Sicherheitsteam allein auf den Weg gemacht. Das Team sei zu keinem Zeitpunkt angewiesen worden zu warten. Alle wichtigen Entscheidungen seien vor Ort getroffen und von Vorgesetzten an entfernten Orten auch nicht angezweifelt worden.

Der Angriff auf das Konsulat hat sich in den vergangenen Wochen zum Politikum entwickelt. Die Republikaner um Präsidentschaftsbewerber Mitt Romney haben die Sicherheitsvorkehrungen am Konsulat in Bengasi in Zweifel gezogen und Präsident Barack Obama Führungsschwäche im Ausland vorgeworfen.

Quelle: dapd

 
 ()
   Permalink
 
 
 

Hier können Sie die Rechte an diesem Artikel erwerben

Weitere Empfehlungen
Erfolg bei Evonik E-Mail-freie Zone Freizeit

Während die Bundesregierung noch über eine Anti-Stress-Verordnung diskutiert, haben Unternehmen bereits eigene Regeln aufgestellt. Der Chemiekonzern Evonik zieht nun eine erste Bilanz. Mehr Von Georg Giersberg

11.11.2014, 14:30 Uhr | Beruf-Chance
Freedom Act scheitert Die NSA darf weiter Telefondaten sammeln

Nur zwei Stimmen fehlten. Doch der USA Freedom Act scheiterte am Widerstand der Republikaner im amerikanischen Senat. Der Geheimdienst NSA darf nun weiter massenhaft Daten sammeln – vorerst bis zum kommenden Sommer. Mehr Von Patrick Welter, Washington

19.11.2014, 07:00 Uhr | Wirtschaft
Geheimdienste Republikaner verhindern NSA-Reform

Der Freedom Act ist am Widerstand der Republikaner im amerikanischen Senat gescheitert. Die NSA darf nun weiter massenhaft Daten sammeln. Mehr Von Patrick Welter, Washington

19.11.2014, 04:59 Uhr | Wirtschaft
   Permalink
 Permalink

Veröffentlicht: 02.11.2012, 10:10 Uhr

In Flammen

Von Klaus-Dieter Frankenberger

Eine Gerichtsjury hat entschieden, nach den tödlichen Polizeischüssen auf den schwarzen Teenager Michael Brown keine Anklage zu erheben. Jetzt herrschen Wut und Gewalt in den Straßen von Ferguson. Das Misstrauen gegen ein angeblich rassistisches Justizsystem sitzt tief. Ein Kommentar. Mehr 26 15