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Veröffentlicht: 31.08.2016, 15:01 Uhr

Syrien Kurden-Milizen angeblich nicht an Kämpfen gegen Türkei beteiligt

Im Norden Syriens kämpft die Türkei gegen kurdische Milizen. Diese sollen zuletzt herbe Verluste erlitten haben. Doch laut einem Sprecher waren die Milizen zum Zeitpunkt der Kämpfe gar nicht in der Region.

© AP Kämpfer der kurdischen Miliz YPG (Archiv)

Die syrische Kurdenmiliz YPG hat sich eigenen Angaben zufolge nicht an den Kämpfen mit der türkischen Armee in der vergangenen Woche beteiligt. „Die Volksschutzeinheiten haben sich überhaupt nicht mehr in diesen Gebieten aufgehalten“, sagte Sprecher Redur Xelil am Mittwoch der Deutschen Presse-Agentur. Bei heftigen Zusammenstößen mit der türkischen Armee waren viele Kurden getötet worden. Nach Darstellung der Türken sollen es Mitglieder der Volksschutzeinheiten YPG gewesen sein.

Die türkische Armee und syrische Rebellen hatten vor rund einer Woche eine Offensive im Norden Syriens begonnen. Sie richtet sich gegen die Terrormiliz „Islamischer Staat“ (IS) sowie gegen die kurdischen Milizen und ihre Verbündeten. Die Türkei verlangt von der Kurden, dass sie sich auf ein Gebiet östlich des Flusses Euphrat zurückziehen. Seit Dienstag gibt es keine Kämpfe in der Region.

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Die kurdischen Volksschutzeinheiten YPG sind der bewaffnete Arm der Kurden-Partei PYD in Syrien. Die PYD ist der Ableger der verbotenen kurdischen Arbeiterpartei PKK in der Türkei. Die Türkei will verhindern, dass die Kurden das Gebiet unter ihrer Kontrolle entlang der türkischen Grenze weiter ausdehnen. Sie befürchtet Auswirkungen auf die Autonomiebestrebungen der Kurden im eigenen Land.

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