Home
http://www.faz.net/-gq9-75bsl
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, BERTHOLD KOHLER, GÜNTHER NONNENMACHER, HOLGER STELTZNER

Jerusalem Israel will weitere 940 Wohnungen im Westjordanland bauen

Israel hat den Bau von weiteren 940 Wohnungen im Jerusalemer Viertel Gilo gebilligt. Gilo liegt im Westjordanland, Israel betrachtet es aber als Teil seiner Hauptstadt.

© AFP Vergrößern Siedlungsbau: Gilo in Ostjerusalem vor wenigen Tagen

Ungeachtet scharfer internationaler Kritik am Siedlungsausbau will Israel weitere 940 Wohnungen in Gilo am Südrand von Jerusalem bauen. Gilo liegt auf dem Gebiet des 1967 besetzten Westjordanlands, Israel betrachtet das Viertel jedoch als integralen Teil seiner Hauptstadt.

Der israelische Rundfunk meldete am Dienstag, ein Planungskomitee habe den geplanten Bau der Wohnungen gebilligt. Eine endgültige Billigung des Projekts werde in einigen Monaten erwartet. Erst danach könnten Ausschreibungen veröffentlicht werden.

Die Aufwertung einer Hochschule in der Siedlerstadt Ariel im Westjordanland zu einer Universität wurde unterdessen endgültig abgesegnet. Verteidigungsminister Ehud Barak billigte den Schritt, nachdem der Generalstaatsanwalt keine Einwände dagegen hatte. Das höchste Gericht Israels in Jerusalem berät allerdings noch über eine Klage gegen die Aufwertung. Ariel ist die erste israelische Universität im besetzten Westjordanland.

Israel hat in den vergangenen Wochen zahlreiche umstrittene Bauprojekte im arabischen Ostteil Jerusalems sowie im Westjordanland veröffentlicht. Es reagierte damit auf die Anerkennung Palästinas als Beobachterstaat durch die Vereinten Nationen.

Karte / Israel und Westjordanland © F.A.Z. Vergrößern Siedlungsgebiete in Jerusalem und im Westjordanland

Mehr zum Thema

Quelle: DPA

 
 ()
   Permalink
 
 
 

Hier können Sie die Rechte an diesem Artikel erwerben

Weitere Empfehlungen
Anschlag in Jerusalem Die Angst vor den einsamen Wölfen

In Jerusalem dreht sich die Gewaltspirale weiter. Die israelischen Sicherheitsbehörden müssen sich auf einen Feind einstellen, den sie nur schwer einschätzen und stoppen können: Palästinensische Einzeltäter. Mehr Von Hans-Christian Rößler, Jerusalem

18.11.2014, 20:58 Uhr | Politik
Nahost-Konflikt Netanjahus Verunsicherung

Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu galt lange als Mister Security. Doch nun gerät er in Bedrängnis. Trotz aller Härte gelingt es ihm nicht, die Eskalation der Gewalt zu stoppen. Mehr Von Hans-Christian Rößler, Jerusalem

19.11.2014, 16:04 Uhr | Politik
Kampf um den Tempelberg Unter fremden Menschen

Seit immer mehr rechte und religiöse Israelis auf den Jerusalemer Tempelberg pilgern, kehrt dort keine Ruhe mehr ein. Jeder Zentimeter, jede Sekunde ist umkämpft. Mehr Von Hans-Christian Rößler, Jerusalem

14.11.2014, 11:10 Uhr | Politik
   Permalink
 Permalink

Veröffentlicht: 25.12.2012, 07:52 Uhr

In Flammen

Von Klaus-Dieter Frankenberger

Eine Gerichtsjury hat entschieden, nach den tödlichen Polizeischüssen auf den schwarzen Teenager Michael Brown keine Anklage zu erheben. Jetzt herrschen Wut und Gewalt in den Straßen von Ferguson. Das Misstrauen gegen ein angeblich rassistisches Justizsystem sitzt tief. Ein Kommentar. Mehr 26 16