http://www.faz.net/-gq5-8kz0i

Nach Abkommen : Iran will zwei neue Atomkraftwerke bauen

  • Aktualisiert am

Medienvertreter besuchen das Atomkraftwerk in Buscher 2010. Bild: dpa

Nach dem Atomabkommen mit den UN-Vetomächten und Deutschland will Iran jetzt zwei neue Atomkraftwerke bauen. Unterstützung soll aus Russland kommen.

          Der Iran hat angekündigt, mit Russlands Hilfe zwei Atomkraftwerke zu bauen. Die Arbeiten für die beiden neuen Anlagen in Buschehr würden am Samstag kommender Woche starten und zehn Jahre dauern, teilte der Chef der irakischen Atomenergiebehörde, Ali Akbar Salehi, nach Angaben der staatlichen Nachrichtenagentur Irna am Mittwochabend mit.

          Durch die beiden neuen Atomkraftwerke werde der Iran 22 Millionen Barrel Öl pro Jahr einsparen, hob Salehi, der auch iranischer Vizepräsident ist, hervor. Das Bauprojekt soll nach seinen Angaben zehn Milliarden Dollar (8,97 Milliarden Euro) kosten. Zu der Zusammenarbeit mit Russland sagte Salehi, es gebe einen „Kooperationsvertrag“. Details nannte er jedoch nicht.

          Im südiranischen Buschehr war 2010 mit zehnjähriger Verspätung ein Atomkraftwerk mit russischer Hilfe fertiggestellt worden. Im Juli vergangenen Jahres schloss der Iran nach langen Verhandlungen mit den fünf UN-Vetomächten und Deutschland ein Atomabkommen, das der Islamischen Republik die friedliche Nutzung der Atomenergie erlaubt.

          Teheran verpflichtete sich darin, seine Urananreicherung deutlich zurückzufahren und scharfe Kontrollen durch die Internationale Atomenergiebehörde (IAEA) zuzulassen. Der Westen hob im Gegenzug einen Teil seiner Finanz- und Handelssanktionen gegen den Iran auf.

          Topmeldungen

          Flugzeug mit abgelehnten Asylbewerbern (Archiv)

          München : Abschiebeflug nach Afghanistan gestartet

          Mit einem gecharterten Flugzeug sind 14 Afghanen abgeschoben worden. Ursprünglich hätten laut Medienbericht rund 58 abgelehnte Asylbewerber an Bord sein sollen.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.