Home
http://www.faz.net/-gq5-75ck6
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, JÜRGEN KAUBE, BERTHOLD KOHLER, HOLGER STELTZNER

Faisal Mokdad Syriens Vize-Außenminister in Moskau

Syriens stellvertretender Außenminister ist zu Gesprächen in Moskau eingetroffen. In den Bemühungen um ein Ende des Bürgerkriegs setzt Russland derweil auf den Plan des früheren Sondergesandten Annan.

Eine syrische Delegation unter Führung von Vize-Außenminister Faisal Mokdad ist zu Gesprächen in Moskau eingetroffen. Die Delegation sei am Donnerstag im russischen Außenministerium empfangen worden, berichteten mehrere russische Nachrichtenagenturen. Itasr-Tass hatte am Mittwoch die Ankunft der syrischen Delegation gemeldet und berichtet, dass auch ein Treffen mit Außenminister Sergej Lawrow geplant sei.

Derzeit gibt es Spekulationen, die beiden UN-Vetomächte Russland und Amerika planten eine Initiative, um mithilfe einer Übergangsregierung den seit März 2011 andauernden blutigen Konflikt in Syrien zu beenden. Ein Ministeriumssprecher bestritt am Donnerstag in Moskau aber, dass es einen neuen, amerikanisch-russischen Friedensplan für Syrien gebe. Russland engagiere sich vielmehr dafür, dass der Plan von Annan umgesetzt werde.

Russland setze auf den Plan des früheren Sondergesandten Kofi Annan. Der Sprecher sagte, der Plan sei Thema des Treffens zwischen Mekdad mit dem russischen Außenminister Sergej Lawrow gewesen. Mekdad werde noch mit anderen russischen Diplomaten beraten.Der Sprecher bekräftigte, Moskau werde weiterhin nicht den Rücktritt Assads fordern. Mit dem Annan-Plan hatte sich Syrien verpflichtet, unter Aufsicht der Vereinten Nationen auf ein Ende der Gewalt hinzuarbeiten. Auch eine tägliche Feuerpause von zwei Stunden war Teil des Plans.

Brahimi ebenfalls nach Moskau

Der internationale Sondergesandte für Syrien, Lakhdar Brahimi, hatte sich am Montag in Damaskus mit dem syrischen Präsidenten Baschar al Assad getroffen. Dabei erzielte er offenbar keine Fortschritte. Brahimi wird am Samstag in Moskau erwartet.

In Syrien liefern sich die Armee von Machthaber Baschar al Assad und bewaffnete Aufständische weiter heftige Gefechte. Nach Angaben der oppositionsnahen Syrischen Beobachtungsstelle für Menschenrechte wurden in dem Konflikt bereits mehr als 45.000 Menschen getötet.

Mehr zum Thema

Quelle: AFP/dapd

 
 ()
   Permalink
 
 
 

Hier können Sie die Rechte an diesem Artikel erwerben

Weitere Empfehlungen
Bürgerkrieg in Syrien Steinmeier erwägt Gespräche mit Syrien

Außenminister Frank-Walter Steinmeier schließt direkte Verhandlungen mit Damaskus nicht aus. Wenn Gespräche mit dem Assad-Regime für eine politische Lösung notwendig seien, müssten diese auch geführt werden, sagt er. Mehr

18.03.2015, 02:54 Uhr | Politik
Krisentreffen zur Ukraine Steinmeier verkündet Einigung

Das Berliner Außenministertreffen zur Ukraine bringt zwar keinen Durchbruch, aber einen Fortschritt. Moskau will nun die in Minsk vereinbarte Demarkationslinie anerkennen und schwere Waffen aus einer Pufferzone abziehen. Mehr

22.01.2015, 08:26 Uhr | Politik
Bürgerkrieg in Syrien Washington will doch nicht mit Assad verhandeln

Amerikas Regierung stellt nach missverständlichen Äußerungen von Außenminister Kerry klar, dass es keine Gespräche mit Syriens Machthaber Assad geben werde. Amnesty International erhebt neue Vorwürfe gegen das Regime. Es geht um die Bombardierung von Rakka. Mehr

17.03.2015, 05:11 Uhr | Politik
Syrien Vier Jahre Blutvergießen und Gewalt

Seit vier Jahren tobt in Syrien der Bürgerkrieg, fast 210.000 Menschen starben. Regierungstruppen von Präsident Baschar al Assad kämpfen gegen Aufständische und mittlerweile auch gegen den Islamischer Staat in vielen Landesteilen. Mehr

12.03.2015, 15:11 Uhr | Politik
Arabische Liga Streitmacht für Streithähne

Auf dem Gipfeltreffen der Arabischen Liga wurde die Aufstellung einer schnellen Eingreiftruppe beschlossen. Doch die Differenzen zwischen den Staaten sind noch groß. Mehr Von Markus Bickel, Kairo

30.03.2015, 10:19 Uhr | Politik
   Permalink
 Permalink

Veröffentlicht: 27.12.2012, 08:23 Uhr

Verschleierung in Kiew

Von Ann-Dorit Boy

Die Regierung müsste durch die Aufklärung der „Majdan-Morde“ das Vertrauen der Bürger gewinnen. Die praktizierte Vertuschung setzt dieses eher aufs Spiel. Mehr 14