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Bundesnachrichtendienst Schindler warnt vor „Irakisierung“ Syriens

 ·  Angesichts einer zersplitterten Opposition ohne übergreifende Strategie hat BND-Chef Gehard Schindler vor einer „Irakisierung“ Syriens gewarnt. Das Assad-Regime werde zusammenbrechen.

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Der Präsident des Bundesnachrichtendienstes (BND), Gerhard Schindler, hat vor einer „Irakisierung“ Syriens gewarnt. Schindler sagte im Deutschlandfunk: „Für uns steht fest, das Regime Assad wird am Ende verlieren.“ Doch sei es nicht seriös, ein Datum oder auch nur einen Zeitraum zu nennen, wann das geschehen sein werde. Assad und sein „engster Führungszirkel“ dächten nicht daran einzulenken. „Sie fühlen sich sicher, dass sie diese Auseinandersetzung gegen die eigene Bevölkerung gewinnen können.“ Schindler fügte an: „Auf der anderen Seite sehen wir bei der Opposition keine Einigung, keine übergreifende Strategie, sondern sehr viel Heterogenität.“ Es sei zu befürchten, „dass so eine Art Irakisierung kommt“. Eine Zersplitterung in verschiedene Gruppierungen „wäre sicherlich keine gute Entwicklung für Syrien“.

Falls das Assad-Regime zusammenbreche, stelle sich die Frage nach dem Verbleib syrischer Chemiewaffen. Schindler äußerte sich vage. Es gebe viele Spekulationen. „Der Bundesnachrichtendienst hat die Aufgabe der Aufklärung, und wir tragen dazu bei, dass wir ein gutes Lagebild erhalten: Wo sind diese C-Waffen, welche Stoffe sind dort gelagert? Und mit diesem Lagebild wollen wir zur Lösung beitragen.“ Derzeit sehe er keine Anzeichen dafür, dass das Assad-Regime Chemiewaffen einsetzen wolle. Der bewaffnete Widerstand gegen Assad umfasse in Syrien etwa 100000 Kämpfer, sagte Schindler. Es sei schwierig zu sagen, wie stark die einzelnen Gruppierungen seien. In Syrien wechselten unterdessen laut Angaben von Aktivisten am Samstag ein General und 20 Soldaten von der syrischen Armee auf die Seite der Opposition.

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