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Bürgerkrieg in Syrien : Washington verdächtigt Assad nach neuem Giftgas-Angriff

  • Aktualisiert am

Syriens Präsident Assad (r.) Bild: AFP

Die Vereinigten Staaten gehen Hinweisen nach, dass Präsident Assad im Bürgerkrieg in Syrien erneut Chemiewaffen eingesetzt hat. Bei einem Angriff auf Aufständische in der Provinz Hama soll Chlorgas verwendet worden sein.

          Die Vereinigten Staaten von Amerika haben nach eigenen Angaben Hinweise darauf, dass im Bürgerkrieg in Syrien erneut Chemiewaffen eingesetzt wurden. Die USA prüften derzeit Vorwürfe, wonach die Regierung um Präsident Baschar al-Assad für den Einsatz in der von Rebellen kontrollierten Kleinstadt Kafr Zita vor gut einer Woche verantwortlich sei, sagte Außenamtssprecherin Jen Psaki am Montag in Washington.

          Bei der hochgiftigen Chemikalie handele es sich wahrscheinlich um Chlorgas. Assad hatte 2013 nach einem Giftgas-Einsatz mit Hunderten Toten in Damaskus einen US-Militärschlag abgewendet, weil er sich zur Aufgabe seines Chemiewaffen-Arsenals bereiterklärt hatte.

          Bei dem Luftangriff auf Kafr Zita waren nach Berichten des syrischen Staatsfernsehens zwei Menschen getötet und mehr als hundert weitere verletzt worden. Aufständische und Vertreter des Regimes hatten sich gegenseitig beschuldigt, die Verantwortung hierfür zu tragen. Einwohner hätten über „Atemnot und Vergiftungserscheinungen“ geklagt, berichtete die der Opposition nahestehende Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte.

          Auch Frankreichs Staatschef François Hollande hatte am Sonntag erklärt, seine Regierung habe „Hinweise“ darauf, dass Assads Truppen weiter Chemiewaffen einsetzen würden. Allerdings gebe es dafür noch keine Beweise, sagte Hollande dem Radiosender Europe 1. Seit Beginn des Bürgerkriegs in Syrien gab es wiederholt Berichte über den Einsatz von Giftgas, deren Urheber nur schwer festzustellen sind.

          Präsidentenwahl für dritten Juni angesetzt

          In Syrien herrscht seit rund drei Jahren Bürgerkrieg, Aufständische wollen Assad aus dem Amt drängen. Bislang wurden etwa 150.000 Menschen getötet. Vor wenigen Tagen hatten staatliche Medien Assad mit den Worten zitiert, er Gewinne im Machtkampf mit den Rebellen die Oberhand.

          Am Montag hieß es im staatlichen Fernsehen, die kommende Präsidentenwahl sei für den 3. Juni angesetzt. Es wird erwartet, dass Assad für eine dritte Amtszeit antritt und das Votum auch für sich entscheidet.

          Quelle: rtr

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