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Außenministertreffen in Amman : Sofortiger Abzug der Hizbullah aus Syrien gefordert

  • Aktualisiert am

Assads Truppen: Übung der syrischen Armee in Damaskus Bild: dpa

Die Kerngruppe „Freunde des syrischen Volkes“ hat in einer Erklärung den Eingriff der Hizbullah sowie iranischer Kämpfer als „schamlose Intervention in syrisches Gebiet“ verurteilt. Die Außenminister forderten den sofortigen Abzug der ausländischen Kämpfer aus dem syrischen Bürgerkrieg.

          Die Außenminister elf westlicher und arabischer Staaten haben den sofortigen Abzug ausländischer Kämpfer an der Seite des Assad-Regimes aus dem syrischen Bürgerkrieg gefordert. Bei einem Treffen in der jordanischen Hauptstadt Amman verabschiedeten sie in der Nacht zum Donnerstag eine Erklärung, in der ausdrücklich der Eingriff der libanesischen Schiiten-Miliz Hizbullah und iranischer Kämpfer in den Konflikt verurteilt wird. Dabei handele es sich um eine „schamlose Intervention in syrisches Gebiet und eine ernsthafte Bedrohung der regionalen Stabilität“.

          Die Kerngruppe der „Freunde des syrischen Volkes“, der unter anderen die Vereinigten Staaten , Deutschland, Saudi-Arabien und die Türkei angehören, warb zudem eindringlich für die geplante Friedenskonferenz mit Vertretern beider Bürgerkriegsparteien. Die Außenminister betonten aber auch, dass sie bei einem Scheitern der Vermittlungsbemühungen „die Unterstützung für die Opposition weiter verstärken und alle anderen Schritte unternehmen werden, die nötig sind“.

          „Schritte nach vorn“

          Die von Amerika und Russland initiierte Friedenskonferenz soll möglichst Anfang Juni in Genf stattfinden. Einen Termin gibt es aber noch nicht. Vom Regime des syrischen Präsidenten Baschar al Assad kommen widersprüchliche Signale, was die Bereitschaft zu einer Teilnahme angeht. Die syrische Opposition ist sich in dieser Frage uneins.

          An dem Treffen in Amman nahmen auch Vertreter der syrischen Opposition teil. Bundesaußenminister Guido Westerwelle sagte anschließend, man habe auf dem Weg zur Friedenskonferenz Schritte nach vorne gemacht. „Der Bürgerkrieg muss beendet und ein Übergreifen der Gewalt auf die Region und die Nachbarstaaten verhindert werden“, fügte er hinzu.

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          Interaktiv : Syrien - ein Land im Krieg

          Als Kernziel des politischen Prozesses nennen die „Freunde des syrischen Volkes“ die Bildung einer Übergangsregierung innerhalb eines festgelegten Zeitrahmens. Eine politische Lösung im Sinne des syrischen Volkes bedeute, „dass Assad, sein Regime und seine engen Verbündeten mit Blut an ihren Händen keine Rolle in der Zukunft Syriens spielen können“, heißt es in der Abschlusserklärung.

          EU weiter uneins über Lockerung des Waffenembargos

          Die EU steht unterdessen vor der Aufhebung des strikten Waffenembargos gegen Syrien. Beim Gipfeltreffen in Brüssel plädierten der britische Premierminister David Cameron und der französische Präsident François Hollande dafür, anstelle des am 31. Mai auslaufenden Embargos eine neue Regelung zu treffen, um Waffenlieferungen an Rebellen zu ermöglichen. Europa müsse den Druck auf den Machthaber Assad erhöhen, forderte Cameron. Hollande unterstützte ihn: „Wir können es nicht hinnehmen., dass es auf der einen Seite ein Regime gibt, das von Russland Waffen bekommt und auf der anderen Seite eine Opposition, die davon ausgeschlossen wird.“

          In Amman: Außenminister Westerwelle (FDP)
          In Amman: Außenminister Westerwelle (FDP) : Bild: dpa

          Österreichs Bundeskanzler Werner Faymann widersprach: „Wir sind ganz entschieden gegen eine Lockerung des EU-Waffenembargos.“ Österreich könne vermutlich dann seine 370 UN-Blauhelmsoldaten nicht mehr auf den Golan-Höhen stationiert lassen, wo sie den Waffenstillstand zwischen Israel und Syrien kontrollieren. Westerwelle will in dem Streit vermitteln. „Ich werde bei denjenigen sein, die versuchen, Brücken zu bauen, damit es zu einer Einigung in Europa kommt.“

          Die EU-Außenminister kommen am Montag zusammen, um über das Waffenembargo zu beraten. Einer Verlängerung müssten alle EU-Mitglieder zustimmen.

          Quelle: DPA-AFX

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