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Atomstreit mit Iran Neue Offerte in Almaty

Iran hat weitere Anreize erhalten, sein Atomprogramm einzuschränken: Teheran soll die Lockerung gewisser Sanktionen in Aussicht gestellt bekommen haben. Eine rasche Vereinbarung ist dennoch nicht in Sicht.

© AFP Vergrößern Said Dschalili: das neue Angebotspaket wurde zunächst nicht abgelehnt

Die fünf UN-Vetomächte und Deutschland haben Iran weitere Anreize gegeben, sein Atomprogramm einzuschränken. Auch wenn die iranische Delegation von Chefunterhändler Said Dschalili das neue Angebotspaket bei den Gesprächen am Dienstag im kasachischen Almaty zunächst nicht ablehnte, hegten Diplomaten wenig Hoffnung, einer Vereinbarung rasch wesentlich näher zu kommen. Es waren die ersten Gespräche auf hoher diplomatischer Ebene seit einem Treffen 2012 in Moskau.

Sie sollen an diesem Mittwoch fortgesetzt werden. Dann könnte Iran ein Gegenangebot präsentieren, wobei diese in der Vergangenheit oft aus Sicht der Sechsergruppe unerfüllbare Bedingungen enthielten. Vertreter der Sechsergruppe gaben offiziell keine Auskunft über ihr „überarbeitetes“ Angebot. Zu hören war jedoch, dass Iran mit der Lockerung von gewissen Sanktionen animiert werden soll, insbesondere die höhere Urananreicherung einzustellen, denn das auf knapp 20 Prozent angereicherte Spaltmaterial ließe sich besonders schnell zu waffenfähigem Uran weiterverarbeiten.

Alle Maßnahmen sollen von der IAEA überwacht werden können

Ferner fordert die Sechsergruppe, dass Iran seinen Vorrat an höher angereichertem Uran im Ausland verwahren lässt und seine Anreicherungsanlage in Fordo schließt, welche besser vor Luftangriffen geschützt ist als die größere Anlage in Natans. Alle Maßnahmen müssten von der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) überwacht werden können. Der UN-Sicherheitsrat verlangt auch die Aussetzung der Anreicherung auf bis zu fünf Prozent.

Im Gegenzug könnte Iran auf Erleichterungen beim Goldverkauf und auf eine gewisse Lockerung der Sanktionen im Öl- und Gasbereich zählen. Doch verlangt Iran eine Aufhebung sämtlicher Sanktionen schon als Voraussetzung für Gespräche, und kaum ein Diplomat erwartet, dass die Führung in Teheran Zugeständnisse vor der Präsidentenwahl im Juni machen könnte. Daher würden es manche Unterhändler schon als Erfolg werten, wenn sich beide Seiten darauf verständigen könnten, die Verhandlungen noch im März auf Ebene von Fachleuten fortzusetzen, damit der Gesprächsfaden nicht wieder abreißt.

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Quelle: F.A.Z.

 
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