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Ägypten Tote bei Unruhen in Port Said

 ·  In Port Said ist es am Montag abermals zu Unruhen gekommen. Tausende nahmen an den Trauerfeiern für drei Opfer der nächtlichen Unruhen teil. Sie skandierten Schmährufe gegen die Regierung Mursis. Ein Polizeirevier wurde in Brand gesteckt.

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Bei Protesten in Port Said haben Demonstranten am Montag das Hauptquartier der Sicherheitskräfte in Brand gesteckt. Ein Teil des Gebäudes habe in Flammengestanden und darüber stieg eine Rauchsäule auf, berichteten Augenzeugen der Nachrichtenagentur AFP. In der ägyptischen Hafenstadt hatten zuvor Tausende an den Trauerfeiern für drei Opfer der nächtlichen Unruhen teilgenommen. Sie skandierten Schmährufe gegen die Regierung und das Innenministerium in Kairo und forderten den Rücktritt des islamistischen Präsidenten Muhammad Mursi. Das Fernsehen berichtete live über den Trauerzug. Nach Angaben des Innenministeriums hatten Unbekannte vor einer Polizeistation der Stadt am Suez-Kanal in der Nacht zum Montag wahllos um sich geschossen. Nach Behördenangaben wurden zwei Polizisten und drei Demonstranten getötet. Zuvor hatten Demonstranten das Polizeirevier mit Steinen und Brandsätzen beworfen. Die Polizei ging mit Tränengas gegen die Demonstranten vor.

Die Armee dementierte Berichte, nach denen Soldaten auf Polizisten geschossen haben sollen, die Tränengas in die Menge feuerten. Am Montagnachmittag gab es abermals Zusammenstöße. Die Unruhen hatten sich an der Entscheidung des Innenministeriums entzündet, 39 Gefangene aus der Stadt zu verlegen. Als Grund gab das Ministerium an, Unruhen vermeiden zu wollen. Bei den Häftlingen handelt es sich um Angeklagte in den Prozessen um das Blutbad im Stadion von Port Said im Februar 2012. Am Samstag sollen weitere Urteile gesprochen werden.

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