Nicht ungeschickt hat der Präsident des ägyptischen Parlaments, Katatni, versucht, die hohen Wellen zu glätten, welche die Entscheidung von Staatspräsident Mursi, entgegen der Suspendierung durch das Verfassungsgericht das Parlament doch weiterarbeiten zu lassen, geschlagen hatte.
Die politischen Gegner des ehemaligen Muslimbruders Mursi hatten ihm mangelnden Respekt vor der Justiz vorgeworfen. Das Parlament trat nun zusammen, diskutierte über die Rechtmäßigkeit oder Unrechtmäßigkeit seiner Auflösung und verwies den Fall an das Revisionsgericht. Nun will es nicht mehr zusammentreten, bis die Sache geklärt ist.
In Katatnis Augen ist damit den Abgeordneten Genüge getan worden, aber auch die Achtung vor der Justiz wiederhergestellt. Katatni gehört ebenfalls der Muslimbruderschaft an.
Viele säkulare und linke Abgeordnete blieben der Sitzung fern. Allerdings nicht allein, weil ihnen das Recht so sehr am Herzen läge: Viele machen kein Hehl daraus, dass ihnen ein Parlament mit siebzig Prozent Islamisten von Beginn an zuwider war. Bei baldigen Neuwahlen hoffen sie auf Besserung.
Von nichts kommt nichts
Christoph Rohde (prediger1)
- 11.07.2012, 11:52 Uhr
Die Mehrheitsmeinung in der Bevölkerung setzt sich letztendlich durch
Friedhelm van Aal (vanAal)
- 11.07.2012, 09:04 Uhr