05.10.2006 · Laut einem Bericht des Senders Al Arabija ist der Führer des Terrornetzes Al Qaida im Irak, Abu Hamza al Mudschahir, getötet worden. Das dementiert hingegen das amerikanische Militär.
Der Führer des Terrornetzes Al Qaida im Irak, Abu Hamza al Mudschahir, ist laut einem Bericht des arabischen Fernsehsenders Al Dschazira vom Donnerstag getötet worden. Das dementiert hingegen das amerikanische Militär.
Al Mudschahir war Nachfolger des am 7. Juni dieses Jahres getöteten Terroristenführers Abu Musab al Zarqawi. Er soll auch Abu Ayyub al Masri heißen, was angeblich sein wirklicher Name ist, aber ebenso nach einem „Kampfnamen“ klingt.
DNA-Tests laufen noch
Ein Sprecher des amerikanischen Militärs sagte am Donnerstag in Bagdad: „Es gab eine Offensive, und wir dachten, daß er unter den Toten gewesen sein könnte. Wir führen DNA-Tests durch, aber wir glauben nicht, daß die Koalitionstruppen Al Masri getötet haben.“
Kreise der irakischen Regierung hatten zunächst den Bericht des Senders Al Arabija bestätigt, wonach Al Mudschahir am Mittwoch in Haditha im Westen des Iraks in einer Offensive von Luftwaffe und Bodentruppen getötet worden war.
Erst kürzlich hatte Al Mudschahir, der ägyptischer Staatsbürger ist, die Aufständischen im Irak zu einer neuen Offensive während des Fastenmonats Ramadan und zur Entführung westlicher Christen aufgerufen. Ferner appellierte er in einem 20 Minuten langen im Internet verbreiteten Tonband an muslimische Wissenschaftler, Al Qaida im Kampf gegen die amerikanischen Besatzer bei der Entwicklung nuklearer und biologischer Waffen zu unterstützen.