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Naher Osten Israels Armee nimmt Dschihad-Anführer fest

01.10.2003 ·  Israelische Truppen haben am Mittwoch einen Anführer des Islamischen Dschihad festgenommen. Das israelische Kabinett hat derweil die umstrittene Ausdehnung des Sperrzaunes beschlossen.

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Israelische Elitetruppen haben am Mittwochmorgen bei einer groß angelegten Operation im Flüchtlingslager der palästinensischen Stadt Dschenin den örtlichen Anführer der militanten Gruppe Islamischer Dschihad festgenommen.

Der 43jährige Bassam Saadi wird von Israel unter anderem beschuldigt, einen Selbstmordanschlag geplant zu haben, bei dem im Juli in Nordisrael eine ältere Frau getötet wurde, berichtete der israelische Rundfunk am Morgen.

Ausweitung des Grenzzauns beschlossen

Das israelische Kabinett hat unterdessen am Mittwoch einer weiteren Ausdehnung des umstrittenen Grenzzauns zugestimmt. Der Zaun soll mehrere jüdische Siedlungen auf dem Gebiet des Westjordanlands umfassen, wird aber auf Druck der Vereinigten Staaten Lücken aufweisen, wie das israelische Radio berichtete. So soll östlich der Siedlung Ariel eine Barriere errichtet werden, die zunächst nicht mit dem weiter westlich verlaufenden Grenzzaun verbunden wird.

Die Grenzziehung bei Ariel ist besonders umstritten. Ariel einzubeziehen würde bedeuten, daß ein bis zu 30 Kilometer breiter Gebietsstreifen palästinensischer Ländereien hinter den israelischen Zaun käme. Die Palästinenser bezeichnen die Grenzziehung deshalb als Landraub. Auch die amerikanische Regierung ist strikt gegen die Einbeziehung Ariels.

Kureia: Regierungsbildung abgeschlossen

Der designierte palästinensische Ministerpräsident Ahmed Kureia hat derweil mehr als drei Wochen nach seiner Nominierung die Regierungsbildung abgeschlossen. Nach stundenlangen Beratungen mit Palästinenserpräsident Jasir Arafat sagte er am Mittwoch, er werde die Kabinettsliste voraussichtlich am kommenden Sonntag oder Montag dem Parlament vorlegen. Arafat-Berater Nabil Abu-Rudeineh sagte anschließend, Kureia werde zunächst nur ein aus etwa zwölf Ministern bestehendes Kabinett bilden.

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