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Denuklearisierung : Nächster Korea-Gipfel am 18. September

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Nordkoreas Machthaber Kim Jong-un freut sich am Donnerstag beim Treffen mit der Delegation aus Südkorea. Noch diesen September wollen sich Kim und Moon treffen. Bild: AP

Die atomare Abrüstung Nordkoreas kommt nicht voran. Nun will Südkoreas Präsident noch im September nach Pjöngjang. Gelingt ihm der Durchbruch?

          Süd- und Nordkorea wollen in diesem Monat ihr drittes Gipfeltreffen in diesem Jahr abhalten. Südkoreas Präsident Moon Jae-in werde zu Gesprächen mit Nordkoreas Machthaber Kim Jong-un am 18. September für drei Tage nach Pjöngjang reisen, teilte das Präsidialamt in Seoul am Donnerstag mit. Auf den Termin hätten sich beide Seiten beim Besuch einer südkoreanischen Delegation am Mittwoch in Pjöngjang geeinigt.

          Bei seinem Treffen mit der Delegation habe Kim Jong-un zudem seine Bereitschaft zur atomaren Abrüstung bekräftigt, hieß es. „Der Norden und der Süden sollten ihre Bemühungen zum Erreichen der Denuklearisierung der koreanischen Halbinsel intensivieren“, zitierte die staatliche nordkoreanische Nachrichtenagentur KCNA Kim am Donnerstag. „Es ist unsere unveränderte Haltung und sein Wille, die Gefahr eines bewaffneten Konflikts und den Horror des Krieges von der koreanischen Halbinsel zu verbannen und sie in eine Wiege des Friedens ohne Atomwaffen und frei von atomarer Bedrohung zu verwandeln“, hieß es von KCNA weiter.

          Kim hatte bei seinem Gipfeltreffen mit Amerikas Präsident Donald Trump im Juni einer „Denuklearisierung“ seines Landes zugestimmt. Genauere Definitionen, ein Zeitplan oder Kontrollmaßnahmen wurden aber nicht vereinbart. Zuletzt hatte sich die amerikanische Regierung zunehmend unzufrieden mit Nordkorea gezeigt und mangelnde Fortschritte bei der Denuklearisierung beklagt.

          Südkoreas Präsident Moon Jae-in hatte zur Planung des nächsten Gipfeltreffens mit Kim am Mittwoch eine Delegation nach Pjöngjang geschickt.

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