02.11.2004 · Um allen Spekulationen über den Gesundheitszustand des Palästinenserpräsidenten vorzubeugen, wurde in Paris ein ärztlicher Zwischenbefund veröffentlicht: Jassir Arafats Blutbild weise Anomalien auf, er habe aber keinen Blutkrebs.
Jassir Arafat hat keine Leukämie. Wie die Vertreterin der palästinensischen Autonomiebehörde in Frankreich, Leila Schahid, am Dienstag nachmittag mitteilte, ergaben dies die ersten Untersuchungen Arafats in einem Pariser Militärkrankenhaus. Der 75 Jahre alte Palästinenserpräsident liegt seit Freitag im Percy-Hospital der Pariser Vorstadt Clamart, nachdem sich sein Zustand dramatisch verschlechtert hatte. Zuvor hatten seine Leibärzte wegen Veränderungen in Arafats Blutbild eine Krebserkrankung nicht ausgeschlossen, aber auch eine Virusinfektion oder eine Blutvergiftung als mögliche Ursachen genannt.
„Die ersten Analysen haben es ermöglicht, die Hypothese der Leukämie auszuschließen“, sagte Schahid vor dem Krankenhaus. Die Untersuchungen bestätigten nach dem von ihr verlesenen Befund Anomalien in Arafats Blutbild: einen erhöhten Wert an weißen und einen niedrigen Wert an roten Blutkörperchen. Eine Erkrankung an Blutkrebs wurde ausgeschlossen.
Der ärztliche Befund werde nach einer Übereinkunft zwischen Arafat, dessen Familie und dem Krankenhaus veröffentlicht, „um allen Spekulationen über den Gesundheitszustand von Herrn Arafat ein Ende zu bereiten“, sagte Schahid.
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