http://www.faz.net/-gpf-75vkh
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, JÜRGEN KAUBE, BERTHOLD KOHLER, HOLGER STELTZNER

Veröffentlicht: 20.01.2013, 05:20 Uhr

Nach Schulmassaker in Amerika Waffenbesitzer protestieren gegen Gesetzesverschärfungen

Einen Monat nach dem Schulmassaker an einer amerikanischen Grundschule in Newton (Connecticut) sind am Samstag zahlreiche Waffenbesitzer auf die Straße gegangen. Präsident Obama will den Verkauf von Sturmgewehren verbieten lassen.

© REUTERS Dagegen: In Albany (New York) protestieren Menschen gegen eine Verschärfung der Waffengesetze

In den Vereinigten Staaten wehren sich Waffenbesitzer gegen einer Verschärfung der Gesetze nach dem jüngsten Schulmassaker. Am Samstag kam es landesweit zu Protesten gegen die von der Regierung angestrebte Waffenrechtsreform. In Brooksville im Bundesstaat Florida gingen rund 1000 Menschen auf die Straße und hielten Schilder mit Aufschriften wie „Bei der Waffenkontrolle geht es nicht um Waffen, sondern nur um Kontrolle“ in die Höhe. „Wir sind gesetzestreue Bürger, Geschäftsleute oder Soldaten. Wir sind nicht verantwortlich für die kriminellen Taten anderer Leute“, sagte der frühere Marine Damon Locke mit Blick auf das Massaker an einer Grundschule in Newtown im Bundesstaat Connecticut, bei dem Mitte Dezember 20 Kinder getötet wurden.

Unter den etwa 500 Demonstranten in Denver war auch die 31 Jahre alte Jennifer Burk, die einen Pullover mit der Aufschrift „Mädchen mit Gewehren“ trug. Burk hält wenig von schärferen Gesetzen: „Meine Eltern haben mich nicht zu einem Opfer erzogen und die Regierung sollte mich auch nicht zu einem machen.“

Präsident Barack Obama will den Verkauf von Sturmgewehren verbieten lassen und eine Vorab-Kontrolle von Waffenkäufern durchsetzen. Das Recht zum Tragen einer Waffe ist in den Vereinigten Staaten durch die Verfassung garantiert.

Mehr zum Thema

Quelle: Reuters

 

Hier können Sie die Rechte an diesem Artikel erwerben

Weitere Empfehlungen
Facebook-Post unter Freunden Trumps ehemaliger Butler ruft zur Ermordung Obamas auf

Er sei Abschaum, das Militär solle Obama erschießen. Der Präsident müsse aufgehängt werden - all das fordert der ehemalige Butler von Donald Trump. Nun nimmt sich der Secret Service der Sache an. Mehr

13.05.2016, 05:20 Uhr | Gesellschaft
Washington Obama bei Pressedinner zu Scherzen aufgelegt

Der amerikanische Präsident Barack Obama war bei einem Pressedinner bestens gelaunt. Unter anderem scherzte über seinen Besuch bei Prince George. Mehr

01.05.2016, 18:54 Uhr | Politik
Washington Secret Service schießt Mann nahe des Weißen Hauses nieder

Ein Mann fuchtelt nahe des Weißen Hauses mit einer Waffe herum. Am Ende landet er mit einem Bauchschuss im Krankenhaus. Mehr

20.05.2016, 22:48 Uhr | Gesellschaft
Präsident in Rente? Obama sorgt mit Zukunftsvideo für Lacher

Mit einem lustigen Video gibt sich der scheidende amerikanische Präsident Barack Obama gewohnt locker. Im Wesentlichen geht es darum, was der Präsident wohl macht, wenn er nicht mehr Präsident ist. Mehr

02.05.2016, 19:51 Uhr | Gesellschaft
Demokraten in Sorge Ersatz für Hillary Clinton?

Wer geht für die Demokraten ins Rennen, wenn Hillary Clinton wegen ihres E-Mail-Skandals für die Partei nicht mehr tragbar wäre? Es muss nicht unbedingt Bernie Sanders sein. Eine Analyse. Mehr Von Aziza Kasumov

25.05.2016, 12:25 Uhr | Politik