Home
http://www.faz.net/-gq5-75vkh
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, BERTHOLD KOHLER, GÜNTHER NONNENMACHER, HOLGER STELTZNER

Nach Schulmassaker in Amerika Waffenbesitzer protestieren gegen Gesetzesverschärfungen

Einen Monat nach dem Schulmassaker an einer amerikanischen Grundschule in Newton (Connecticut) sind am Samstag zahlreiche Waffenbesitzer auf die Straße gegangen. Präsident Obama will den Verkauf von Sturmgewehren verbieten lassen.

© REUTERS Vergrößern Dagegen: In Albany (New York) protestieren Menschen gegen eine Verschärfung der Waffengesetze

In den Vereinigten Staaten wehren sich Waffenbesitzer gegen einer Verschärfung der Gesetze nach dem jüngsten Schulmassaker. Am Samstag kam es landesweit zu Protesten gegen die von der Regierung angestrebte Waffenrechtsreform. In Brooksville im Bundesstaat Florida gingen rund 1000 Menschen auf die Straße und hielten Schilder mit Aufschriften wie „Bei der Waffenkontrolle geht es nicht um Waffen, sondern nur um Kontrolle“ in die Höhe. „Wir sind gesetzestreue Bürger, Geschäftsleute oder Soldaten. Wir sind nicht verantwortlich für die kriminellen Taten anderer Leute“, sagte der frühere Marine Damon Locke mit Blick auf das Massaker an einer Grundschule in Newtown im Bundesstaat Connecticut, bei dem Mitte Dezember 20 Kinder getötet wurden.

Unter den etwa 500 Demonstranten in Denver war auch die 31 Jahre alte Jennifer Burk, die einen Pullover mit der Aufschrift „Mädchen mit Gewehren“ trug. Burk hält wenig von schärferen Gesetzen: „Meine Eltern haben mich nicht zu einem Opfer erzogen und die Regierung sollte mich auch nicht zu einem machen.“

Präsident Barack Obama will den Verkauf von Sturmgewehren verbieten lassen und eine Vorab-Kontrolle von Waffenkäufern durchsetzen. Das Recht zum Tragen einer Waffe ist in den Vereinigten Staaten durch die Verfassung garantiert.

Mehr zum Thema

Quelle: Reuters

 
 ()
   Permalink
 
 
 

Hier können Sie die Rechte an diesem Artikel erwerben

Weitere Empfehlungen
Folterbericht wird öffentlich Obama in großer Sorge

Amerikas Präsident greift selbst zum Telefonhörer. Er will mögliche Folgen der Veröffentlichung des Folterberichts mildern. Dass das Dokument heute freigegeben wird, ist einer hartnäckigen 81 Jahre alten Dame zu verdanken. Mehr

09.12.2014, 12:14 Uhr | Politik
Kritik am Secret Service

Das Weiße Haus hat viele Funktionen: Regierungssitz, Wohnort des Regierungschefs und außerdem Anziehungspunkt für zahllose Besucher; die müssen natürlich angemeldet sein. Sicherheit wird hier deswegen groß geschrieben: Der zuständige Secret service ist jetzt allerdings verschärft in die Kritik geraten, die Pannen scheinen sich zu häufen. Mehr

01.10.2014, 17:47 Uhr | Politik
Ukraine-Konflikt Amerikaner verbieten Handel mit der Krim

Die Vereinigten Staaten verschärfen im Konflikt mit Russland ihre Strafmaßnahmen. Geschäfte mit der annektierten Halbinsel Krim sind künftig weitgehend tabu. Mehr

20.12.2014, 06:25 Uhr | Politik
Kurden haben noch Kontrolle über Kobane

Der amerikanische Präsident Barack Obama erwartet einen längeren Einsatz gegen die radikalislamische Miliz Islamischer Staat. Unterdessen sind von der amerikanischen und jordanischen Luftwaffe acht Luftangriffe gegen den IS in der strategisch wichtigen syrischen Stadt Kobane geflogen worden, hier unbestätigte Amateurbilder. Mehr

09.10.2014, 09:41 Uhr | Politik
Chronologie der Annäherung Mehr als 50 Jahre Eiszeit

Jahrezehntelang waren Washington und Havanna verfeindet. FAZ.NET dokumentiert die schwierigen Beziehungen zwischen den Vereinigten Staaten und Kuba seit den 1960er Jahren in Bildern. Mehr

17.12.2014, 21:07 Uhr | Politik
   Permalink
 Permalink

Veröffentlicht: 20.01.2013, 05:20 Uhr

Sicherheit kostet

Von Reinhard Müller

Der Tadel aus Brüssel zum Thema mangelnde Flughafensicherheit trifft gerade den Musterknaben Deutschland. Eine Erinnerung, dass nicht an der falschen Stelle gespart werden sollte. Mehr 6 6