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Nach PKK-Angriff Türkische Kampfflugzeuge bombardieren Nordirak

 ·  Die Türkei hat mutmaßliche Stützpunkte der PKK im Nordirak angegriffen. In der Nacht zum Donnerstag seien 60 Ziele bombardiert worden, teilte der türkische Generalstab mit. Am Mittwoch war ein türkischer Militärkonvoi angegriffen worden.

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Nach dem Anschlag auf einen türkischen Militärkonvoi hat die Luftwaffe am Donnerstag weitere Angriffe auf Stützpunkte der verbotenen Kurdischen Arbeiterpartei (PKK) im Nordirak geflogen. In der Nacht seien 60 Ziele in dem Nachbarland bombardiert worden, teilte der türkische Generalstab am Donnerstag mit.

Zuvor habe die Armee mit schwerer Artillerie über die Grenze in den Irak gefeuert. Die Einsätze gegen die PKK gingen in der Türkei und über die Grenze hinweg weiter, bis die Organisation zerstört sei, teilte das Militär mit. Am Vortag hatten PKK-Kämpfer im Südosten der Türkei einen Armeekonvoi angegriffen und nach Militärangaben acht Soldaten und einen sogenannten Dorfschützer getötet.

Verteidigungsminister Yilmaz hatte Vergeltung angekündigt

An den Luftangriffen waren dem Sender CNN-Turk zufolge auch Maschinen vom Typ F-16 beteiligt. Sollte der Einsatz bestätigt werden, wäre er der erste jenseits der Grenze seit Sommer vergangenen Jahres. Die den Rebellen nahestehende Nachrichtenagentur Firat meldete, Kampfflugzeuge griffen außerdem den Berg Kandil nahe der Grenze zum Iran an. Es wird vermutet, dass sich dort PKK-Kämpfer versteckt halten. Türkische Fernsehsender berichteten über zwölf Getötete. Am Abend begannen 15 türkische Kampfjets mit Luftangriffen.

Verteidigungsminister Ismet Yilmaz hatte für den Angriff am Mittwoch mit acht Toten in der Provinz Hakkari an der irakischen Grenze PKK-Kämpfer verantwortlich gemacht und militärische Vergeltung angekündigt. Die Rebellen hatten die türkischen Soldaten laut NTV auf einer Schnellstraße mit Sprengsätzen und automatischen Waffen angegriffen.

Die PKK unterhält im Nordirak mehrere Lager, von denen aus sie mehrfach Angriffe über die Grenze in der Türkei unternahm. Das Hauptquartier der PKK befindet sich in den nordirakischen Kandil-Bergen. Die Arbeiterpartei Kurdistans kämpft seit 1984 gegen den türkischen Staat. Seitdem starben bei dem Konflikt mehrere zehntausend Menschen.

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