Der afghanische Verteidigungsminister Abdul Rahim Wardak ist am Dienstag zurückgetreten. Er respektiere die Entscheidung der Abgeordneten und ziehe daraus seine Konsequenzen, sagte Wardak.
Das Parlament hatte ihm und Innenminister Bismillah Mohammadi am Wochenende wegen mehrerer Anschläge auf hohe Regierungsvertreter das Vertrauen entzogen. Für Präsident Hamid Karzai dürfte der Rücktritt des Verteidigungsministers auf dem Höhepunkt der Sommerkämpfe gegen die Taliban zur Unzeit kommen. Die Berufung eines Nachfolgers war zunächst offen.
Wardaks Abgang könnte auch die Pläne der Nato erschweren, die Sicherheitsverantwortung bis Ende 2014 vollständig an afghanische Kräfte zu übertragen. Westliche Diplomaten halten dem Vier-Sterne-General offenbar zugute, die Umwandlung der afghanischen Armee in eine zunehmend schlagkräftigere Truppe bewerkstelligt zu haben.
