Home
http://www.faz.net/-gpf-74ap3
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, JÜRGEN KAUBE, BERTHOLD KOHLER, HOLGER STELTZNER

Nach Militärputsch Ecowas-Staaten wollen Eingreifgruppe nach Mali senden

Die westafrikanischen Staatschefs haben eine internationale Intervention im Krisenland Mali beschlossen. 3300 Soldaten sollen nach dem dortigen Militärputsch für mehr Sicherheit sorgen.

© AFP Vergrößern Seit dem Militärputsch kontrollieren Extremisten vor allem den nördlichen Teil von Mali wie hier bei der Stadt Kidal

Die Westafrikanische  Staatengemeinschaft Ecowas will eine 3300 Mann starke internationale Eingreiftruppe in das Krisenland Mali entsenden. Das  Mandat für die Truppe solle über ein Jahr laufen, teilte der  Präsident der Elfenbeinküste und derzeitige Ecowas-Vorsitzende  Alassane Ouattara am Sonntagabend mit. In Mali haben nach einem  Militärputsch im März Islamisten praktisch den gesamten Norden des Landes übernommen und dort das islamische Recht der Scharia ausgerufen.

Deutschland und Frankreich  unterstützen einen internationalen Militäreinsatz. Die Entstehung „eines Rückzugsgebietes für  Terroristen“ berge „große Risikien“, schrieben Außenminister Guido  Westerwelle (FDP) und sein französischer Kollege Laurent Fabius am Samstag in den Zeitungen „Rheinische Post“ und „Le Figaro“.  „Angesichts der Dringlichkeit der Situation sind wir gemeinsam  der Ansicht, dass die Unterstützung des Einsatzes einer  internationalen Truppe in Mali seitens der Europäischen Union von  Nutzen wäre“, heißt es in dem gemeinsamen Beitrag weiter.

Mehr zum Thema

22109828 © AFP Vergrößern Für eine Eingreiftruppe nach Mali: Burkinas Präsident Blaise Compaore

Die EU solle dabei ähnlich wie in Somalia Ausbildungshilfe für die malischen Streitkräfte leisten. Die Krise im Norden Malis sei „eine  Herausforderung für Afrika und für die Europäische Union“. Die EU  sei entschlossen, „gegen Fanatismus und Terrorismus“ vorzugehen.

Quelle: FAZ.NET

 
 ()
   Permalink
 
 
 

Hier können Sie die Rechte an diesem Artikel erwerben

Weitere Empfehlungen
Die Industrie der Schlepper Nur Drogen- und Waffenhandel sind lukrativer

Der Menschenschmuggel in Westafrika ist zu einem regelrechten Industrie-Zweig geworden. Nur mit Drogen- und Waffenhandel lässt sich noch mehr Geld machen. Wer an der Not der Menschen alles verdient, ist Gegenstand vieler Spekulationen. Mehr Von Thomas Scheen, Johannesburg

21.04.2015, 09:33 Uhr | Politik
Im Goldrausch Goldgräber auf gefährlicher Suche in Mali

Im westafrikanischen Staat Mali sind Tausende auf der Suche nach dem großen Fund. Bis zu einer Million Menschen schürfen regelmäßig nach Gold - bei einer Einwohnerzahl von 14 Millionen Menschen. Mehr

16.12.2014, 11:55 Uhr | Gesellschaft
Schlag gegen Boko Haram Nigerianische Armee befreit 300 Frauen und Mädchen

Fast 300 Frauen und Mädchen hat die nigerianische Armee aus den Händen von Boko Haram befreit. Ob auch Schülerinnen aus Chibok dabei sind, ist unklar. Die Streitkräfte hätten drei Lager der Islamisten zerstört, heißt es. Mehr

29.04.2015, 11:06 Uhr | Politik
Burkina Faso Westafrikaner verwandeln Wüste in Ackerland

Bauern in dem westafrikanischen Land Burkina Faso haben eine Fläche so groß wie Luxemburg von einer Wüste in fruchtbares Ackerland verwandelt. Sie bauen Barrieren aus Steinen, damit das Wasser langsamer abläuft und in die Erde eindringt. Mehr

19.01.2015, 11:40 Uhr | Gesellschaft
Migration Afrika leidet unter seiner Bildungsmisere

Über das Mittelmeer flieht nur ein kleiner Teil der Migranten. Die Mehrheit der afrikanischen Migranten sucht ihr Glück auf dem eigenen Kontinent. Vor allem Südafrika und die Elfenbeinküste locken Einwanderer. Mehr Von Thomas Scheen, Johannesburg

22.04.2015, 18:52 Uhr | Wirtschaft
   Permalink
 Permalink

Veröffentlicht: 11.11.2012, 19:03 Uhr

Deutschland braucht fähige Nachrichtendienste

Von Volker Zastrow

Die Festnahme mutmaßlicher Attentäter in Frankfurt zeigt: Die Bedrohung durch islamistische Fanatiker ist real. Sie planen, entscheiden und handeln mit nachrichtendienstlichen Methoden und Mitteln. Wir brauchen präventive Überwachung, um gegen diese Gefahr gewinnen zu können. Mehr 75 44