Home
http://www.faz.net/-gq5-74ap3
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, BERTHOLD KOHLER, GÜNTHER NONNENMACHER, FRANK SCHIRRMACHER, HOLGER STELTZNER

Nach Militärputsch Ecowas-Staaten wollen Eingreifgruppe nach Mali senden

 ·  Die westafrikanischen Staatschefs haben eine internationale Intervention im Krisenland Mali beschlossen. 3300 Soldaten sollen nach dem dortigen Militärputsch für mehr Sicherheit sorgen.

Artikel Bilder (2) Lesermeinungen (2)
© AFP Vergrößern Seit dem Militärputsch kontrollieren Extremisten vor allem den nördlichen Teil von Mali wie hier bei der Stadt Kidal

Die Westafrikanische  Staatengemeinschaft Ecowas will eine 3300 Mann starke internationale Eingreiftruppe in das Krisenland Mali entsenden. Das  Mandat für die Truppe solle über ein Jahr laufen, teilte der  Präsident der Elfenbeinküste und derzeitige Ecowas-Vorsitzende  Alassane Ouattara am Sonntagabend mit. In Mali haben nach einem  Militärputsch im März Islamisten praktisch den gesamten Norden des Landes übernommen und dort das islamische Recht der Scharia ausgerufen.

Deutschland und Frankreich  unterstützen einen internationalen Militäreinsatz. Die Entstehung „eines Rückzugsgebietes für  Terroristen“ berge „große Risikien“, schrieben Außenminister Guido  Westerwelle (FDP) und sein französischer Kollege Laurent Fabius am Samstag in den Zeitungen „Rheinische Post“ und „Le Figaro“.  „Angesichts der Dringlichkeit der Situation sind wir gemeinsam  der Ansicht, dass die Unterstützung des Einsatzes einer  internationalen Truppe in Mali seitens der Europäischen Union von  Nutzen wäre“, heißt es in dem gemeinsamen Beitrag weiter.

Die EU solle dabei ähnlich wie in Somalia Ausbildungshilfe für die malischen Streitkräfte leisten. Die Krise im Norden Malis sei „eine  Herausforderung für Afrika und für die Europäische Union“. Die EU  sei entschlossen, „gegen Fanatismus und Terrorismus“ vorzugehen.

  Weitersagen Kommentieren (2) Merken Drucken
Lesermeinungen zu diesem Artikel (2)

11.11.2012, 19:03 Uhr

Weitersagen

Trostpreis für Moldau und Georgien

Von Günther Nonnenmacher

Assoziierungsverträge sollen osteuropäische Länder enger an die EU binden. Im Schatten der Ukraine-Krise ist das EU-Angebot an die Republik Moldau und Georgien aber nur ein schwacher Trost. Mehr 2 1