http://www.faz.net/-gpf-74ap3
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, JÜRGEN KAUBE, BERTHOLD KOHLER, HOLGER STELTZNER

Veröffentlicht: 11.11.2012, 19:03 Uhr

Nach Militärputsch Ecowas-Staaten wollen Eingreifgruppe nach Mali senden

Die westafrikanischen Staatschefs haben eine internationale Intervention im Krisenland Mali beschlossen. 3300 Soldaten sollen nach dem dortigen Militärputsch für mehr Sicherheit sorgen.

© AFP Seit dem Militärputsch kontrollieren Extremisten vor allem den nördlichen Teil von Mali wie hier bei der Stadt Kidal

Die Westafrikanische  Staatengemeinschaft Ecowas will eine 3300 Mann starke internationale Eingreiftruppe in das Krisenland Mali entsenden. Das  Mandat für die Truppe solle über ein Jahr laufen, teilte der  Präsident der Elfenbeinküste und derzeitige Ecowas-Vorsitzende  Alassane Ouattara am Sonntagabend mit. In Mali haben nach einem  Militärputsch im März Islamisten praktisch den gesamten Norden des Landes übernommen und dort das islamische Recht der Scharia ausgerufen.

Deutschland und Frankreich  unterstützen einen internationalen Militäreinsatz. Die Entstehung „eines Rückzugsgebietes für  Terroristen“ berge „große Risikien“, schrieben Außenminister Guido  Westerwelle (FDP) und sein französischer Kollege Laurent Fabius am Samstag in den Zeitungen „Rheinische Post“ und „Le Figaro“.  „Angesichts der Dringlichkeit der Situation sind wir gemeinsam  der Ansicht, dass die Unterstützung des Einsatzes einer  internationalen Truppe in Mali seitens der Europäischen Union von  Nutzen wäre“, heißt es in dem gemeinsamen Beitrag weiter.

Mehr zum Thema

22109828 © AFP Vergrößern Für eine Eingreiftruppe nach Mali: Burkinas Präsident Blaise Compaore

Die EU solle dabei ähnlich wie in Somalia Ausbildungshilfe für die malischen Streitkräfte leisten. Die Krise im Norden Malis sei „eine  Herausforderung für Afrika und für die Europäische Union“. Die EU  sei entschlossen, „gegen Fanatismus und Terrorismus“ vorzugehen.

Quelle: FAZ.NET

 

Hier können Sie die Rechte an diesem Artikel erwerben

Weitere Empfehlungen
Nach dem Putschversuch Türkische Regierung schließt mehr als hundert Medienanstalten

Präsident Erdogan greift weiter hart durch: Per Dekret lässt er in der Türkei nun Dutzende Zeitungen und Fernsehsender schließen. Das besorgt mittlerweile sogar UN-Generalsekretär Ban. Mehr

27.07.2016, 22:43 Uhr | Politik
Kamischli Tödlicher IS-Anschlag in Nordsyrien

Zahlreiche Menschen sollen bei Detonationen in der Stadt Kamischli im Norden Syriens ums Leben gekommen und verletzt worden sein. Mehr

27.07.2016, 19:32 Uhr | Politik
Anschlag auf Kirche Wie der Mörder des Priesters die Justiz getäuscht hat

Schon lange hatten die französischen Behörden einen Anschlag auf eine Kirche befürchtet. Dass der als IS-Anhänger polizeibekannte Täter zuschlagen konnte, lag auch an einer Richterin. Mehr Von Michaela Wiegel, Paris

27.07.2016, 16:04 Uhr | Politik
Nach Mord an Priester Hollande empfängt Vertreter der Religionsgemeinschaften

Einen Tag nach dem grausamen Mord an einen katholischen Priester durch Islamisten hat Frankreichs Präsident Francois Hollande ein demonstratives Zeichen religiöser Toleranz gesetzt. Die Bewohner von Saint-Eienne-du-Rouvray stehen unter Schock, viele kannten den getöteten Priester. Mehr

27.07.2016, 16:26 Uhr | Politik
Hermann-Kesten-Preis Auszeichnung für Can Dündar und Erdem Gül

Mutige Kämpfer für die Meinungsfreiheit: Den türkischen Journalisten Can Dündar und Erdem Gül wird der Hermann-Kesten-Preis des deutschen PEN-Zentrums verliehen. Mehr

28.07.2016, 16:06 Uhr | Feuilleton

Mehr Licht!

Von Reinhard Müller

Niemand will das Darknet verteufeln. Aber No-Go-Areas darf der Rechtsstaat im Netz so wenig akzeptieren wie im echten Leben Mehr 27 13