Die Westafrikanische Staatengemeinschaft Ecowas will eine 3300 Mann starke internationale Eingreiftruppe in das Krisenland Mali entsenden. Das Mandat für die Truppe solle über ein Jahr laufen, teilte der Präsident der Elfenbeinküste und derzeitige Ecowas-Vorsitzende Alassane Ouattara am Sonntagabend mit. In Mali haben nach einem Militärputsch im März Islamisten praktisch den gesamten Norden des Landes übernommen und dort das islamische Recht der Scharia ausgerufen.
Deutschland und Frankreich unterstützen einen internationalen Militäreinsatz. Die Entstehung „eines Rückzugsgebietes für Terroristen“ berge „große Risikien“, schrieben Außenminister Guido Westerwelle (FDP) und sein französischer Kollege Laurent Fabius am Samstag in den Zeitungen „Rheinische Post“ und „Le Figaro“. „Angesichts der Dringlichkeit der Situation sind wir gemeinsam der Ansicht, dass die Unterstützung des Einsatzes einer internationalen Truppe in Mali seitens der Europäischen Union von Nutzen wäre“, heißt es in dem gemeinsamen Beitrag weiter.
Die EU solle dabei ähnlich wie in Somalia Ausbildungshilfe für die malischen Streitkräfte leisten. Die Krise im Norden Malis sei „eine Herausforderung für Afrika und für die Europäische Union“. Die EU sei entschlossen, „gegen Fanatismus und Terrorismus“ vorzugehen.
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Auslandseinsätze
Dr. Gabriela Moock (citationfan)
- 12.11.2012, 08:21 Uhr
Die muslimischen Menschenfreunde
Thorsten Krach (sanctum.praeputium)
- 11.11.2012, 19:25 Uhr
